Selbstständig Gewerbe anmelden – So Einfach! Gewerbe anmelden

Der Erste Schritt: Wo kann man selbstständig ein Gewerbe anmelden?


Normalerweise muss man für die Anmeldung beim zuständigen Amt vorstellig werden. Doch mittlerweile gibt es auch die Online Gewerbeanmeldung. So kann man unabhängig vom Gewerbeamt das Gewerbe anmelden. Dafür muss man zunächst schauen, ob die Gemeinde überhaupt diesen Service anbietet.

Der Vorteil dieser Art der Gewerbeanmeldung liegt klar auf der Hand: man kann unabhängig von irgendwelchen Öffnungszeiten und zu jeder Zeit die Anmeldung vornehmen. Vor allem für Leute, die aufgrund der Arbeit nur selten die Zeit dazu gefunden haben, ein Gewerbe anmelden zu können, eine ideale Möglichkeit.

Kann man online Gewerbeanmeldung beantragen?

Ja. Es gibt mittlerweile die Online Gewerbeanmeldung. Die Online Anmeldung dauert nur wenige Minuten und ist schnell erledigt. Hier muss man zunächst die Bearbeitungsgebühr bezahlen. Diese kann man leicht per Bank einzahlen. Anschließend muss man einige Unterlagen vorweisen.

Diese muss man als Kopie hochladen. wie beispielsweise den Personalausweis, eine Melde Bestätigung und je nach dem auch ein polizeiliches Führungszeugnis. Für umweltbewusste Menschen ein sehr wichtiger Punkt: da man keine Info-Blätter erhält und auch das Gewerbeformular per Internet erledigen kann, trägt man so dazu bei, dass die Umwelt geschont wird.

Nachdem das Formular ausgefüllt wurde, erhält das zuständige Amt die Benachrichtigung und verarbeitet sie. Ganz einfach und bequem von Zuhause aus. Doch leider gibt es bei dieser Art der Gewerbeanmeldung ein kleines Problem.

Zum einen wird dieser Service noch nicht überall Angeboten. Vermehrt wird dies in Großstädten und in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens angeboten. Auch gibt es das Problem, dass nicht jedes Amt die elektronische Unterschrift akzeptiert.

Das bedeutet, dass man eigene Unterschrift dann entweder vor Ort oder per Post nachreichen muss. Ansonsten ist die Online Gewerbeanmeldung schon fast revolutionär und wird in Zukunft immer häufiger verwendet werden.

Was kostet die Gewerbeanmeldung?

Wenn man die Gewerbeanmeldung beim Gewerbeamt beantragen möchte, dann sollte man vor allem darauf achten, dass man zunächst das Geld für die Bearbeitungsgebühr dabei hat. Diese beträgt rund 20 bis 60 Euro und kann sich je nach Gemeinde und Stadt unterscheiden. Diesen betragt zahlt man immer und ist unabhängig von der Art des Gewerbes.

Was muss man beachten wenn man ein Gewerbe anmelden möchte?

Es ist wichtig, dass man einige Unterlagen dabei hat. In erster Linie sind da der Personalausweis und die Melde Bestätigung zu nennen. Sofern das Unternehmen im Handelsregister eingetragen ist, benötigt man einen Auszug davon.

Beim Handelsregister selbst muss man vor der Anmeldung bei dem Amt des Gewerbes. Falls man noch nicht volljährig ist, benötigt man zudem die Erlaubnis der Erziehungsberechtigten.

Je nachdem, was für ein Gewerbe man anmelden möchte, muss man zudem weitere Unterlagen dabei haben, wie beispielsweise ein Gesundheitszeugnis, eine Handwerkskarte oder ein polizeiliches Führungszeugnis.

Wo kann man ein Gewerbe anmelden?

Ein Gewerbe muss man beim zuständigen Gewerbeamt anmelden. Klingt offensichtlich, doch in Großstädten kann es durchaus sein, dass es mehrere Ämter gibt, wo man die Gewerbeanmeldung beantragen kann. Als nächstes muss man recherchieren, ob es ausreicht, wenn man einfach vor Ort erscheinen kann oder ob man einen Termin benötigt. Beides hat seine Vor- und Nachteile.

Wenn man beispielsweise einen Termin hat, dann wird man auch sehr zügig dran kommen und nur wenig Zeit im Wartezimmer verbringen. Jedoch kann sein, dass der Andrang für eine Gewerbeanmeldung sehr groß sein kann, so dass man erst nach Wochen und Monaten einen festen Termin erhält.

Falls man jedoch vor Ort erscheinen kann, dann wird man sicherlich in den meisten Fällen auch dann das Gewerbe angemeldet haben. Jedoch kann man sich genauso sicher sein, dass man den halben Tag dort verbracht hat, weil der Andrang für die Anmeldung sehr hoch sein dürfte.

Ein kleiner Tipp: wenn man sehr früh vor Ort erscheint, ist es verhältnismäßig ruhiger, da die meisten Leute dann erst zur Arbeit fahren. Unabhängig davon, für was man sich selbst entscheiden würde, muss man zunächst schauen, welche Alternative das Gewerbeamt selbst anbietet.

Ist man jedoch soweit und am Tag X der Anmeldung angekommen, muss man zunächst eine Bearbeitungsgebühr bezahlen. Diese beträgt rund 20 bis 60 Euro und kann sich je nach Stadt und Gemeinde unterscheiden. Daraufhin muss man einige Unterlagen vorzeigen.

Welche Unterlagen benötigt man bei der Gewerbeanmeldung?

  • einen gültigen Personalausweis oder Reisepass,
  • eine Melde Bestätigung oder als Nicht EU Bürger einen Aufenthaltstitel,
  • je nach Art des Gewerbes kann es sein, das man weitere Dokumente benötigt, wie ein polizeiliches Führungszeugnis, eine Handwerkskarte oder ein Gesundheitszeugnis,
  • falls das Gewerbe im Handelsregister ist, einen Auszug davon,
  • als Minderjähriger benötigt man zudem die Erlaubnis der Erziehungsberechtigten,
  • sofern man selber nicht vor Ort erscheinen kann, dann muss man einer Person eine Vollmacht erteilen. Diese Person muss dann selbst auch einen Personalausweis und eine Melde Bestätigung dabei haben.

Wie kann man Gewerbeanmeldung Formular ausfüllen?

Nachdem man die erforderlichen Unterlagen vorgezeigt hat, erhält man ein Gewerbe-Formular, welches man vor Ort ausfüllen kann. Man kann dies auch mit nach Hause nehmen und später dann per Post zurückschicken.

Es lohnt sich aber diese direkt vor Ort auszufüllen, da man zum einen dann sofort den Gewerbeschein in den Händen hat und zum anderen bei Fragen der Beamte direkt helfen kann.

Bei dem Formular muss man angaben zum Gewerbetreibenden, sowie zum Betrieb machen. Unter anderem auch, ob man ein Haupt- oder ein Nebengewerbe eröffnet. Bei einem Hauptgewerbe muss man die eigene Krankenkasse aus der eigenen Tasche bezahlen. Bei einem nebenberuflichen Gewerbe zahlt weiterhin der Arbeitgeber die Krankenkasse.

Wie kann man ein Gewerbeschein bekommen?

Nachdem man das Formular dann vollständig ausgefüllt hat, wird dieses unterschrieben und gestempelt. Die Kopie dieses Formulars erhält dann der Gewerbetreibende. Diese Kopie fungiert dann von nun als Gewerbeschein.

Dieser erlaubt es einem allerdings noch nicht, mit der gewerblichen Tätigkeit direkt Geld zu verdienen, das darf man erst nach der Anmeldung beim Finanzamt. Das Gewerbeamt leitet dann die Informationen des Gewerbetreibenden weiter an die anderen Behörden, unter anderem dem Finanzamt, die Industrie und Handelskammer und der Berufsgenossenschaft.

Wie sieht ein Gewerbeanmeldung Formular aus?

Das Formular besteht aus einer einzelnen Seite, wo du Angaben zu deiner Person und zu deinem Gewerbe machen musst. Die ersten neun Fragen handeln vom Betriebsinhaber des Gewerbes. Dort musst du Dinge angeben wie:

  • wie dein Vor- und Nachname lautet,
  • welches Geschlecht du hast,
  • Geburtstag und Geburtsland,
  • Staatsangehörigkeit,
  • Anschrift der Wohnung,
  • Telefon/Mail

Von zehn bis 25 müssen Informationen rund um den Betrieb preisgegeben werden. Darunter auch:

  • (falls vorhanden, Zahl der Gesellschafter sowie deren Namen),
  • Anschrift des Gewerbes (bei Kleingewerben ist es meistens die eigene),
  • ob im Neben- oder Hauptgewerbe gegründet werden soll,
  • Datum des Beginns der angemeldeten Tätigkeit,
  • Art des angemeldeten Betriebes

Im letzten Abschnitt müssen bestimmte Angaben gemacht werden, die allerdings ein Großteil der Gewerbetreibenden nicht auszufüllen braucht, da es sich hierbei um sehr spezielle Fragen handelt.

Beispielsweise um Gewerbe die eine Erlaubnis benötigen, in die Handwerksrolle eingetragen werden müssen oder sie Ausländer sind. Zum Schluss muss man Unterschreiben und das Datum angeben. Wenn das Formular gestempelt wird, erhält man eine Kopie von dieser, welcher dann als Gewerbeschein fungiert.

Wo kann man ein Gewerbe anmelden?

Um die Kleingewerbe Anmeldung beantragen zu können, muss man beim Finanzamt vorstellig werden. Nicht, dass man selbst vor Ort dort erscheinen muss. Dies übernimmt das Gewerbeamt für einen. Vielmehr ist hiermit gemeint, dass man vom Finanzamt den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung bekommt und diesen ausgefüllt zurück schicken muss.

Diesen Fragebogen erhält man sieben bis zehn Tagen nach der Gewerbeanmeldung. Um nun das Kleingewerbe anmelden zu können, müssen Gewerbetreibende die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen. Diese Regelung ist eine Hilfe für Unternehmen, um keine Umsatzsteuer zahlen zu müssen, sofern man einige Bedingungen erfüllt.

Auch entfällt somit auch die Pflicht, dass das Unternehmen die Buchführung betreiben und Jahresbilanzen veröffentlichen muss. Einige sehr starke Argument für die Anmeldung eines Kleingewerbes.

Wenn man den Fragebogen in den Händen hält, wird man sehen, dass dieses mit sieben Seiten sehr lang und wahrlich ein kleiner Brocken ist. Umso mehr sollte man sich dafür auch Zeit lassen, bei der Beantwortung der Fragen. Neben der Kleinunternehmerregelung gibt es noch ein weiteres wichtiges Feld, auf das man ein besonderes Augenmerk legen sollte.

Nämlich auf dem, wo man die gewerbliche Tätigkeit genauer beschreiben. Hier ist es wichtig, dass man die gewerbliche Tätigkeit so umfassend wie möglich beschreibt, da das Finanzamt im Nachhinein sehr genau überprüft, ob denn auch die Angaben so stimmen.

Falls sich im Laufe der Zeit etwas an dem Unternehmen und an seinen Aktivitäten geändert haben sollte, muss man dies ebenfalls schleunigst wie möglich beim Finanzamt melden.

Nachdem man den Fragebogen zurückgeschickt hat, muss man auch eine Steuernummer beantragen. Wer ein Kleingewerbe anmelden hat lassen, der erhält in der Regel keine neue Steuernummer, man kann die eigene dafür verwenden. Außer, wenn man im Handelsregister eingetragen ist.

Was ist die Kleinunternehmerregelung?

Die Kleinunternehmerregelung ist eine Hilfe für Kleingewerbetreibende, um keine Umsatzsteuer zahlen zu müssen. Dafür müssen allerdings wichtige Voraussetzungen erfüllt werden.

Im ersten Geschäftsjahr darf der Umsatz von 22.000 Euro und im zweiten Jahr der von 50.000 Euro überschritten werden. Die Kleinunternehmerregelung vereinfacht das Leben eines Gründers, da hier der Verwaltungsaufwand sehr gering ist und man jede Menge Geld sparen kann. Man unterliegt nicht mehr dem strengen und komplexen Gesetzen der HGB, sondern der einfachen BGB.

Zudem benötigt man keine lästige Buchführung und auch die Veröffentlichung eines Jahresabschlusses ist nicht von Nöten. In der Regel lohnt es sich daher, wenn man die Regelung zunächst einmal beansprucht. Allein auch schon deshalb, um zu schauen, ob die gewerbliche Tätigkeit denn auch einen wirtschaftlichen Profit verspricht. So kann man in Ruhe an dem Unternehmen arbeiten.

Wo meldet man eine freiberufliche Tätigkeit an?

In Deutschland herrscht die Gewerbeordnung GeWo. Das bedeutet, dass jeder, der die Gewerbeanmeldung beantragen möchte, dies auch tun kann. Doch es gibt einige Leute, die dies gar nicht tun müssen.

Zu dieser Gruppe gehören die freien Berufe. Diese müssen lediglich beim Amt des Gewerbes vorstellig werden und vor Ort den steuerlichen Erfassungsbogen erhalten und ausfüllen.

Dadurch, dass diese Leute kein eigenes Gewerbe besitzen, müssen diese auch keine Gewerbesteuer zahlen und sind auch nicht dazu verpflichtet, die Mitgliedschaft bei der IHK anzutreten. Zu der Gruppe der freien Berufe gehören unter anderem:

  • Ärzte,
  • Zahnärzte,
  • Anwälte,
  • Designer,
  • Ingenieure,
  • Fotografen,
  • Künstler,
  • Schriftsteller,
  • Künstler,
  • und viele weitere mehr.

Bis wann muss man ein Gewerbe anmelden?

Ein Gewerbe muss vor oder kurz vor der angestrebten Tätigkeit angemeldet werden. Jeder in Deutschland lebende Bürger, der eine Tätigkeit wiederholt ausübt, mit der klaren Absicht, mit dieser Tätigkeit einen Gewinn zu erzielen, ist dazu verpflichtet, ein Gewerbe anzumelden. Ausgenommen von der Pflicht sind zum einen die Freiberufler, die lediglich zum Finanzamt müssen und Leute, die unter die Hobbyregelung fallen.

Das sind Leute, die mit einem Hobby bis zu 410 Euro im Jahr verdienen können, ohne dabei die Gewerbeanmeldung als verpflichtende Folge zu haben. Alle anderen sind dazu verpflichtet die Gewerbeanmeldung vorzunehmen.

Wenn man dies allerdings nicht tut oder zu einem verspäteten Zeitpunkt, dann muss man mit einem Bußgeld in Höhe von rund 1000 Euro und gar mehr rechnen. Beispielsweise ist es in München so, dass die maximal verhängbare Strafe bei 50.000 Euro lieht. Das würde für die meisten von uns den Ruin bedeuten. Daher ist es umso wichtiger, dass man das nicht vor sich hinschiebt und direkt erledigt.

Kann man rückwirkend Gewerbe anmelden?

Man kann rückwirkend ein Gewerbe anmelden. Dafür hat man bis zu 60 Monate Zeit. Die ausgefallenen Steuern müssen dann anhand des Umsatzes berechnet und dann zurückgezahlt werden. Zusätzlich dazu muss dann noch ein gewisser Zinssatz oben drauf gezahlt werden.

Und man darf nicht vergessen, dass die Ämter eben noch Bußgelder verhängen können. Zwar lassen diese bei eher geringeren Summen ein Auge zu, doch Unwissenheit und kleinere Umsätze allein sollten nicht als Ausrede herhalten. Deshalb einmal die Gewerbeanmeldung so schnell wie möglich erledigen und keine Sorgen mehr haben.

Was kostet ein Gewerbe im Jahr?

Allerspätestens dann, wenn man das Gewerbe angemeldet hat, macht man sich Gedanken darüber, welche Kosten eigentlich ein kleines Unternehmen verursacht. Beim Gewerbeamt werden bereits die ersten Kosten deutlich. Beispielsweise dann, wenn man angibt, ein Hauptgewerbe zu führen. Dann muss man die Krankenkasse aus der eigenen Tasche bezahlen. Diese Kosten beginnen monatlich bei mindestens 200 Euro.

Das gute hierbei ist, dass man diese Kosten als Betriebsausgaben angeben und somit am Ende des Jahres von der Einkommensteuer absetzen kann. Weitere Kosten fallen durch die Mitgliedschaft bei der IHK an. Diese Kosten betragen für kleinere Gewerbe rund 30 bis 70 Euro.

Für Unternehmen, die im Handelsregister eingetragen sind, betragen diese rund 150 bis 300 Euro jährlich. Das wären in Summe die einzigen fix Kosten, die man in dem ersten Jahr hätte.

Man sollte allerdings auch weitere Kosten im Blick haben, die entstehen können, wenn das Unternehmen wächst. Beispielsweise müssen Räumlichkeiten gemietet oder Mitarbeiter eingestellt werden, Partnerschaften können entstehen, man benötigt vielleicht eine Webseite oder Neuanschaffungen stehen an.

Das sind alles Kosten, die man nicht im Blick hat, aber die schnell in den Fokus rücken können. Man sollte solche Kosten allerdings mit Stolz hinnehmen, denn diese bedeuten nichts anderes als, dass das Unternehmen gut dabei ist und man Schritt für Schritt vorankommt. Als Gewerbetreibende muss man diese als Investition sehen.

Welche Steuern zahlt ein Gewerbe?

Auch ein Kleingewerbe zahlt Steuern. Zwar nicht viele, aber immerhin. Eines der signifikantesten Merkmale des Kleingewerbes ist, dass man hierbei die Kleinunternehmerregelung für sich beanspruchen kann. Wenn man die erforderlichen Umsätze nicht überschreitet, die die Regelung vorgibt, dann muss man keine Umsatzsteuer für dieses Geschäftsjahr abführen.

Außerdem dürfen Unternehmen in Deutschland bis zu 24 500 Euro Gewinn erwirtschaften, ohne dabei die Gewerbesteuer zahlen zu müssen. Dies gilt als Freibetrag. Bleibt da nur noch die Einkommensteuer.

Auch hier kann man etwas tricksen und diese zumindest auf ein Minimum reduzieren. Beispielsweise wenn man ein Hauptgewerbe hat und die private Krankenversicherung aus der eigenen Tasche bezahlt, kann man diese Zahlungen als Betriebsausgaben anrechnen lassen.

Man kann auf das Geschäftsjahr hochgerechnet bis zu 1900 Euro von der Einkommensteuer absetzen. Am Ende bleibt dann nur noch ein geringerer Betrag übrig, den jeder Kleinunternehmer mehr oder weniger gern bezahlen würde.

Wie viel kann man mit einem Gewerbe pro Jahr verdienen?

Noch vor der Gewerbeanmeldung fragt man sich, welche Gewinne und Umsätze mit einem Kleingewerbe überhaupt möglich sind. Noch bevor man mit der Recherche beginnt, denkt man in der Regel, dass die Summe nicht allzu hoch sein dürfte, liegt ja auch schließlich am Namen, oder? Nein.

Denn die erreichbaren Summen sind alles andere als klein! Diese dürften sogar das eigentliche Hauptgehalt der meisten Leser übertreffen. Denn mit einem Kleingewerbe kann man innerhalb eines Geschäftsjahres bis zu 500.000 Euro Umsatz bzw. 50.000 Euro Gewinn erwirtschaften. Also jede Menge Schotter!

Kann man mit einem Gewerbe leben?

Diese Aussage kann man nie pauschal treffen, doch was man durchaus sagen kann ist, das sofern der Lebensstandard nicht allzu hoch sein soll, dass man durchaus auch als eine kleine, vierköpfige Familie mit einem Kleingewerbe sehr gut durch die Runden kommen kann.

Aufgrund der Tatsache, dass man bis zu 50.000 Euro Gewinn im Jahr erwirtschaften kann, wären dies bis zu 4000 Euro monatlich Einnahmen. Allerdings müssen diese auch erst einmal verdient werden und zum anderen darf man nicht vergessen, dass man hier auch noch die Steuern mit berechnen muss.

Doch auch dann würde ein sehr großer Betrag übrig bleiben. Die viel größere Problematik bei einem Kleingewerbe wäre vielmehr, dass man für die Banken nicht so attraktiv genug wäre, um einen hohen Kredit zu erlangen. Um dies zu entgehen müsste man das Kleingewerbe entweder umwandeln, in eine Rechtsform, die Banken interessant finden.

Dann müsste man allerdings Berücksichtigen, dass wieder mehr Kosten anfallen können und auch die Steuern ansteigen. Zudem wird der Verwaltungsaufwand viel höher. Oder aber man geht her und sucht sich einen Job, wo man einen Vertrag über mehrere Jahre bekommt. Wenn man selbst ein hohes Eigenkapital aufweisen kann, dann kann man zumindest so die Chancen erhöhen, einen Kredit zu erhalten.

Ist die Mitgliedschaft bei der Industrie und Handelskammer für jeden verpflichtend?

Nachdem man die Gewerbeanmeldung hinter sich hat, werden einige Behörden informiert, unter anderem auch die IHK. Die IHK ist dafür zuständig, die regionale Wirtschaft anzukurbeln. Beispielsweise sorgt sie dafür, dass Bahngleisen schneller repariert werden, was wiederum dafür sorgen kann, dass wieder vermehrt Kunden schneller an Orte gelangen, wo Leute ihre Geschäfte betreiben.

Auch bietet die IHK sehr viele Möglichkeiten, sich weiterzubilden und Zertifikate zu erhalten. Diese kommen dem Unternehmen zugute. Für diese Leistung zahlen Gewerbetreibende eine jährliche Gebühr. Kleinere Gewerbe zahlen rund 30 bis 70€ im Jahr.

Unternehmen, die im Handelsregister eingetragen sind, zahlen 150 bis 300€ im Jahr. Der Beitrag unterscheidet sich jeweils von Stadt zu Stadt und kann weiter steigen, wenn auch die Einnahmen vom Unternehmen steigen. Gewerbe, die einen Umsatz von unter 5200€ haben, sind von der Pflicht befreit, Gebühren zahlen zu müssen.

Die Mitgliedschaft ist gesetzlich verpflichtend und man kann sich von dieser auch nicht befreien lassen. Allerdings muss jeder die Mitgliedschaft bei der IHK antreten, das ist gesetzlich so in Deutschland geregelt und kann nicht umgangen werden.

Dann gibt es noch eine eher unschöne Seite der IHK, die vor allem Neugründer hart treffen kann. Die Rede ist von der IHK Beitragsrechnung. Bereits im ersten Jahr kann man eine solche Rechnung erhalten, die es in sich haben kann. Manchmal muss man dann Neuanschaffungen und geplante Investitionen aufs erste auf Eis legen, um diese Rechnung zu begleichen.

Doch keine Panik, mit dieser kurzen Anleitung kannst du dem Ganzen entgehen: Als Personengesellschaft kann man nämlich innerhalb einer festgelegten Frist der Rechnung widersprechen.

Dann kannst du hergehen und die IHK Gebührenberatung von uns für dich nutzen. Bei dieser Beratung prüfen Experten für dich, ob die Möglichkeit besteht, ob man die Kosten auf ein Minimum von bis zu 0€ gesenkt werden können.

Ja, richtig gelesen lieber Leser, eine fast vollständige Minimierung der Kosten ist im Bereich des Möglichen. Zwar gibt es dafür keine Garantie, allerdings sprechen die bisher zahlreichen Bewertungen und Erfahrungen eine deutlich positive Sprache. Falls du gerne mehr über die IHK Gebührenberatung erfahren möchtest, dann klicke hier ->

Fazit:

Ein Gewerbe muss man beim Gewerbeamt in der Stadt eröffnen. Bei der Gewerbeanmeldung selbst ist es wichtig, dass man alle erforderlichen Unterlagen parat hat und auch das Geld, für die Bearbeitungsgebühr.

Vor Ort erhält man dann ein Formular, welches man ausfüllen muss. Ist auch dieser Schritt erledigt, so hat man die Gewerbe Eröffnung geschafft. Doch damit ist noch nicht aller Tage Abend. Denn darauf erhält man Post vom Finanzamt, in Form des steuerlichen Erfassungsbogens. Ist auch dieser ausgefüllt und abgeschickt worden, so kann man dann endlich beginnen, mit der gewerblichen Tätigkeit Gewinne einzufahren.

 

Nebenberuflich selbstständig

Nebenberuflich Selbststaendig machen- Vor- und Nachteile?


Ein Nebengewerbe anmelden und sich nebenberuflich selbständig machen kann sehr große Vorteile mit sich bringen. Zunächst einmal steht man nicht mehr unter einem enormen Druck, unbedingt auf Biegen und Brechen etwas erreichen zu müssen, da man weiterhin ein Haupteinkommen hat.

Damit hat man genügend viel Zeit, um herausfinden zu können, ob die nebenberufliche Tätigkeit überhaupt ein hohes Potenzial aufweist oder eben nicht. Man muss nicht über jeden Groschen nachdenken und kann so viel befreiter an dem Nebengewerbe arbeiten. Man selbst entscheidet, wie lang und wie viel Zeit man in die nebenberuflichen Selbstständigkeit reinstecken möchte.

Sofern eine Arbeitslosigkeit und der Verlust deines Jobs drohen würde, hättest du immer noch die Möglichkeit, dein Nebengewerbe in ein Hauptgewerbe umzuwandeln. Ein weiterer Vorteil der nebenberuflichen Selbstständigkeit ist, dass das bisherige Einkommen durch das Nebengewerbe noch einmal deutlich angehoben wird und es einem Dinge ermöglichen kann, die vorher undenkbar waren.

Allerdings hat jede Medaille ihre Kehrseite, genauso auch die nebenberufliche Selbstständigkeit. Denn du musst dir zunächst einmal vor Augen führen, das du pro Tag nur eine begrenzte Anzahl an Stunden hast.

Arbeitsstunden im Hauptjob können nicht reduziert werden, also muss man entweder weniger schlafen oder hat weniger Zeit für die Familie und das Privatleben. Auch solltest du dir die Frage stellen, ob deine zu investierende Zeit dafür ausreichen könnte, erfolgreich eine nebenberufliche Selbstständigkeit zu starten.

Auch solltest du den Umstand in Betracht ziehen, das ein Nebengewerbe in den meisten Augen potenzieller Kunden oder Handelspartnern nicht wie ein Hauptgewerbe anerkannt wird und einige Verbindungen so eben nicht entstehen können.

Da du selbst in einem Hauptjob unterwegs bist, hast du selber nur begrenzte Zeit, dich persönlich um deine Kunden und um deren Wünsche zu kümmern. Darunter leidet die Flexibilität und das Unternehmen kann ein Image verpasst bekommen, welches es nicht mehr so schnell los wird.

Und wenn wir vom Worst-Case ausgehen, du wirst nebenberuflich selbstständig, hast hohe Kosten für die Anschaffung gezahlt oder hast einen Mietvertrag unterschrieben und am Ende merkst du einfach, dass die nebenberufliche Selbstständigkeit nichts für dich ist und sitzt dann auf den Schulden. Diese müsstest du dann mit deinem privatem Vermögen ab bezahlen. Dies kann zu Unruhen innerhalb der Familie führen.

Gründe für und gegen nebenberufliche Selbstständigkeit:

Eine nebenberufliche Selbststaendigkeit anzupeilen ist für viele Gründer ein sehr erstrebenswertes Ziel. Das alte Athen beispielsweise war vor allem deshalb seiner Zeit voraus, weil es dort einem an nichts gemangelt hat und diese Leute so ihre Ganze Energie damit verbringen konnten, über bestimmte Dinge nachdenken zu können, um die Gesellschaft voranzubringen.

Genauso sieht es auch mit der Selbstständigkeit aus. Denn, durch die Einnahmen aus dem Hauptjob verspürt man keinen großen Druck, unbedingt etwas erreichen zu müssen und kann so in Ruhe das Gewerbe voranbringen.

Durch diese Ruhe kann man sich Zeit „erkaufen„, um zu schauen, ob die nebenberufliche Tätigkeit denn auch ein hohes wirtschaftliches Potenzial aufweisen kann oder eben nicht. Man muss nicht über jeden einzelnen Cent nachdenken und kann dieses frei investieren.

Nicht mehr vom Arbeitgeber abhängig zu sein und keine festen Strukturen zu haben, in denen die Kreativität erstickt. Selbst wenn der Verlust eines Hauptjobs drohen sollte, was in unseren Zeiten keine Seltenheit mehr ist, hat man noch die Sicherheit, das Nebengewerbe in ein Hauptgewerbe umwandeln zu können.

Außerdem ist man durch die gestiegenen Einnahmen interessanter für Banken und würde so eher einen Kredit bzw. einen höheren Kredit bekommen, um sich so beispielsweise den Traum eines Eigenheims leisten zu können.

Dinge, die vorher fast unmöglich erschienen, können so zur Realität werden. Der ganz große Vorteil ist auch, das man keine doppelte Buchführung benötigt, sofern die nebenberufliche Selbstständigkeit als Kleingewerbe betrieben wird.

Man benötigt dann eine einfache Einnahme Überschuss Rechnung. Das bedeutet im Umkehrschluss also auch, dass der Verwaltungsaufwand weitaus geringer ist. Allerdings hat jede Medaille ihre Kehrseite, genauso auch die nebenberufliche Selbstständigkeit.

Wann gilt man als nebenberuflich selbstständig?

Man gilt als nebenberuflich Selbstständig, wenn man neben dem eigentlichen Hauptjob einer eigenen selbstständigen Tätigkeit nachgeht. Ein weiter Faktor dafür lautet, dass man weniger verdient, als im eigentlichen Hauptjob, wobei man das nicht genau bemessen kann und man beispielsweise für höhere Einkünfte nichts könnte.

Auch sollte man nebenberuflich nicht so viel Arbeiten, wie bei dem eigentlichen Hauptjob. Ein grober Schätzwert liegt dabei wöchentlich bei 15 Stunden. Ab 18 Stunden ist man bereits hart an der Grenze angekommen. Ein Richtwert, der fälschlicherweise immer wieder angegeben wird, ist, das man wöchentlich nur 165 Euro mit einem Nebengewerbe verdienen darf. Das stimmt nicht und sollte sofort aus den Köpfen gestrichen werden.

Wie viel darf man mit der nebenberuflichen Tätigkeit verdienen?

Man kann sehr viel durch eine nebenberufliche Tätigkeit dazu verdienen. So viel, dass es sogar das des Hauptjobs bei weitem übertreffen kann. Allerdings sollte man nicht vergessen, das man auch hierbei noch Steuern zahlen muss. Als Gewerbetreibender darf man nämlich einen Freibetrag von bis zu 24.500 Euro Gewinn pro Jahr erwirtschaften, ohne Gewerbesteuern zahlen zu müssen.

Sofern man auch die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nimmt und die erforderlichen Umsätze einhält, muss ebenfalls keine Umsatzsteuer bezahlen. Voraussetzung dafür ist, das man im ersten Geschäftsjahr unter 22.000 Euro Umsatz und im zweiten unter 50.000 Euro Umsatz bleibt.

Wenn man die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nimmt, gilt das Gewerbe dann als Kleingewerbe. Mit einem Kleingewerbe kann man bis zu 500.000 Euro Umsatz oder 50.000 Euro Gewinn im Jahr verdienen. Eine unfassbar hohe Summe.

 

Wann muss man ein Nebengewerbe anmelden?

Ein Nebengewerbe anmelden sollte man schleunigst tun, wenn man weiß, das man wiederholte Male eine Tätigkeit ausgeübt hat, mit der klaren Absicht, Gewinne zu erwirtschaften. Ansonsten kann ein Bußgeld in Höhe von rund 1000 Euro und mehr drohen.

In der Landeshauptstadt Bayerns ist es gar so, dass man für das nicht oder zu späte Anmelden ein Bußgeld in Höhe von bis zu 50.000 Euro erhalten kann.

Dies ist eine mittelschwere bis ganz große Katastrophe. Daher ist es umso wichtiger, das man die Anmeldung auch so schnell wie möglich vornimmt. Unwissenheit schützt nämlich nicht vor Strafen.

Man hat allerdings die Möglichkeit, innerhalb von 60 Monaten das Gewerbe noch rückwirkend anmelden zu können. Dann kann es sein, dass man vielleicht nur ein kleines oder gar kein Bußgeld erhält, da die Ämter bei eher kleineren Beträgen eher Mal das Auge zudrücken.

Allerdings müsste man dann die bisher ausgelassenen Steuern zurückzahlen. Auf diese Steuern müsste man dann noch zusätzlich einen Zinssatz draufzahlen.

Welche Kosten hat ein Nebengewerbe?

Die nebenberufliche Selbststaendigkeit kann auch einige Kosten verursachen. Diese sind allerdings minimal und von jedem finanzierbar, der ein kleines geregeltes Einkommen vorweisen kann. Wenn man beschließt ein Nebengewerbe anmelden zu lassen, dann muss man die Bearbeitungsgebühr von rund 20 bis 60 Euro bezahlen. Das sind allerdings nur einmalige Kosten.

Als Gewerbetreibender ist man verpflichtet, die Mitgliedschaft bei der IHK anzutreten. Auch hierfür muss man zahlen. Die Gebühr muss man jährlich abrichten und ist zum Teil auch Abhängig von den eigenen Einnahmen. Allerdings sollte man mit bis zu 30 bis 70 Euro rechnen. Wenn der jährliche Umsatz allerdings unter 5200 Euro liegt, dann ist man von den Beiträgen befreit. Das wären auch die einzigen Fixkosten, die man, nachdem man das Nebengewerbe anmelden hat lassen, zahlen müsste.

Wie wird nebenberufliche Selbständigkeit versteuert?

Das Gewerbe anmelden ist nur die halbe Miete, denn mann kann als nebenberuflich selbstständige reicht es nicht nur aus, die Gewinne zu zählen.

Der Staat möchte auch etwas davon. Deshalb zahlt man auch einige Steuern, die da wären: die Gewerbesteuer, die Einkommensteuer und die Umsatzsteuer.

Doch wenn man die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nimmt und die erforderlichen Umsätze nicht übersteigt, dann zahlt man keine Umsatzsteuer. Außerdem können die Gewerbesteuern wegfallen, sofern der Gewinn nicht über 24.500 Euro liegt.

Muss man dem Arbeitgeber von der nebenberuflichen Selbstständigkeit erzählen?

In Deutschland gibt es die Gewerbefreiheit, das bedeutet, dass jeder, der ein Nebengewerbe anmelden möchte, dies auch tun darf. Da kann auch ein Arbeitgeber in bestimmten Bereichen nichts daran ändern. Außerdem gibt es in Deutschland kein Gesetz, welches den Arbeitnehmer dazu auffordert, den Arbeitgeber von der Gewerbeanmeldung zu informieren.

Es gibt allerdings einige Ausnahmen, wo der Arbeitnehmer dann doch dazu verpflichtet ist, den Arbeitgeber von der Anmeldung zu erzählen. Beispielsweise dann, wenn die vertragliche Situation das von einem so vorsieht. Wenn man eine Klausel da stehen hat, die von einem genau das verlangt.

Auch muss man das dann dem Arbeitgeber sagen, wenn man mehr Stunden für das Gewerbe benötigt und man auf der Arbeit etwas schwächelt und nicht mehr die Leistung erbringt, wie vor der Gewerbeanmeldung. Denn das Gewerbe darf kein Grund dafür sein, dass man auf der Hauptarbeit nicht mehr mit Leistungen glänzt.

Auch muss man dann dem Arbeitgeber von der Anmeldung erzählen, wenn ein Interessenkonflikt herrscht, da beide Unternehmen in der selben Branche tätig sind. Das wäre zum einen die Verfälschung des Wettbewerbs und zum anderen Wettbewerbsverzerrung, da man immer genau weiß, wie der Konkurrent intern handelt.

Grundsätzlich sollte man sich auch folgendes vor Augen führen: falls der Arbeitgeber die Informationen rund um die Gewerbeanmeldung von einem anderen erhält, dann kann die Vertrauensbasis geschwächt werden, da der Arbeitnehmer dies als Grund ansehen könnte, weshalb du ihm nicht mehr vertraust.

Werde dir dem ganzen bewusst und mache für dich selbst eine kleine Pro und Contra Liste. Vielleicht kann sich das Ganze auch von selbst regeln, wenn eins der oben genannten Punkte zutrifft und du das ohnehin dem Arbeitgeber sagen musst.

Ist die Mitgliedschaft bei der Industrie und Handelskammer verpflichtend?

Ja! Wer ein Kleingewerbe anmelden möchte, sollte sich auch darüber bewusst werden, dass man automatisch Mitglied bei der Industrie und Handelskammer wird. Wofür steht die IHK überhaupt und welche Vorteile gehen mit dieser einher? Das fragen sich sicherlich viele Gründer, wenn diese die Meldung erfahren, Mitglied bei jener zu werden.

Was sind Vorteile und Nachteile bei der IHK?

Die IHK versucht Gewerbetreibenden dabei zu helfen, ihr Unternehmen voranzubringen. Unter anderem eben darin, dass man die regionale Wirtschaft ankurbelt. Beispielsweise hilft sie, die Bahnverbindungen zu reparieren, damit mehr Leute wieder problemlos fahren können.

Das kommt dann den Geschäften in der Nähe zugute. Auch bietet die IHK ein breites Spektrum für QualifikationenWeiterbildungenund Zertifikaten an. Diese können dem Kleinunternehmer helfen, sich und seinem Kleinunternehmer Ansehen zu verleihen. Das Unternehmen kann durch die unzähligen Programme der IHK profitieren.

 

Wie mache ich mich als Freiberufler selbstständig?

Als Freiberufler selbstständig machen

Die Arbeit als Freiberufler bringt für Selbstständige viele Vorteile. Als Freelancer bekommst du eine freie Zeiteinteilung, wählst deine Kunden frei aus und bist von jedem Unternehmen unabhängig. Dennoch ist der Status des Freiberuflers vor allem in der Selbstständigkeit mit einigen Herausforderungen verbunden. Mit unseren Tipps gelingt es dir, dich als Freiberufler einfach selbstständig zu machen.

Definition Freie Berufe


Freiberufler, heutzutage häufig als Freelancer bezeichnet, sind Personen, welche nicht direkt bei einem Unternehmen angestellt sind. Somit zählen sie nicht zu den Arbeitnehmern des Unternehmens, sondern erhalten sämtliche Arbeitsaufträge von unterschiedlichen Auftraggebern.

Um den Unterschied zwischen freiberuflichen Tätigkeiten und einem Angestelltenverhältnis zu unterscheiden, wurde die Definition im § 18 Absatz 1 des Einkommensteuergesetzes festgehalten.

Dort wird vermerkt, dass eine freiberufliche Tätigkeit besteht, wenn diese selbstständig ausgeübt wird. Grundsätzlich zählen zu freiberuflichen Arbeiten Tätigkeiten aus dem

  • wissenschaftlichen
  • unterrichtenden
  • künstlerischen
  • erzieherischen
  • schriftstellerischen

Bereich. Dadurch gehört deine Tätigkeit zu den freien Berufen, wenn sie einem dieser Bereiche zuzuordnen ist. Unter anderem handelt es sich bei dir um einen Freelancer bzw. Freiberufler, wenn du

  • Rechtsanwalt
  • Arzt
  • Notar
  • Ingenieur
  • Wirtschaftsprüfer
  • Betriebs- und Volkswirt
  • Notar
  • Heilpraktiker
  • Übersetzer
  • Steuerberater
  • Dolmetscher
  • Schriftsteller
  • Journalist
  • Erzieher

bist. Dennoch existiert ein Unterschied zwischen Freelancer und Freiberufler, obwohl die beiden Begriffe häufig als Synonym verwendet werden.

Während Freiberufler zu den oben genannten Berufen gehören, kann ein Freelancer dagegen in anderen Jobs tätig werden. Bei Freelancern definiert die Art der Beschaffung und nicht die genaue Tätigkeit die Bezeichnung. Als Freelancer bist du ein freier Mitarbeiter in einem Unternehmen, wodurch du ein Angestelltenverhältnis umgehst.

Keine Gewerbepflicht für Freiberufler

Möchtest du in Deutschland selbstständig werden, musst du dein Gewerbe anmelden. Die Anmeldepflicht existiert jedoch für Unternehmer, deren Betrieb als Gewerbe angesehen wird. Als Freiberufler entfällt für dich die Anmeldepflicht beim Gewerbeamt.

Du bekommst deine Steuernummer direkt vom Finanzamt, wodurch du keine Gewerbesteuer, sondern nur Einkommens- und Umsatzsteuer zahlen musst. Zugleich unterliegst du nicht der Gewerbeaufsicht. Ergänzend bist du nicht verpflichtet, ein Mitglied bei der Handwerks- oder Handelskammer zu werden sowie dich im Handels- oder Unternehmensregister eintragen zu lassen.

Freelancer hingegen zählen zu den Personen mit einer gewerblichen Tätigkeit. Dadurch musst du die Anmeldung beim Gewerbeamt durchführen und anschließend Gewerbesteuer zahlen. Folglich musst du als Freelancer anders als ein Freiberufler Gewerbeanmeldung abwickeln, um ein Unternehmen betreiben zu dürfen.

Freiberufler Kleinunternehmer mit einem eigenen Gewerbe sollten zur Sicherheit ihr zuständiges Amt kontaktieren. Dein Amt kann dir verraten, ob du als Freiberufler Kleinunternehmer ein Gewerbe führst und dadurch eine Gewerbeanmeldung benötigst oder ob du zu den freien Berufen zählst. Ebenfalls kannst du dich mit diesen Fragen an uns von Gewerbeanmeldung.com wenden.

Musst du dein Gewerbe anmelden, da du doch nicht als Freiberufler tätig sein kannst, übernehmen wir gemeinsam mit dir diese Aufgabe. Wir füllen mit dir das Anmeldeformular aus, verraten dir, welche zusätzlichen Unterlagen du benötigst und reichen sie mit dir ein. Bei einer Freiberufler Gewerbeanmeldung steht dir zusätzlich hier unsere Checkliste zur Verfügung, welche dir die ersten notwendigen Fragen und Aufgaben leicht beantwortet.

Als Freiberufler selbstständig werden

Freiberufler werden ist für zahlreiche Personen nicht schwer. Die Selbstbestimmung und hohe Flexibilität reizt dabei nicht nur Studenten, Absolventen oder Berufseinsteiger, sondern ebenso Arbeitnehmer. Die Entscheidung, Freiberufler werden zu wollen, lohnt sich jedoch nicht immer. Somit solltest du dir gut überlegen, ob du den Schritt wagen möchtest.

Vorwiegend solltest du über ausreichend Reiz verfügen, um einer selbstständigen Arbeit nachgehen zu können. Motivation ist für Freiberufler und Selbstständige ausschlaggebend, um ihre Tätigkeit ordnungsgemäß erfüllen zu können. Der Antrieb sowie Grund für deine neue Arbeit als Freiberufler bzw. Freelancer sollten bereits beim Start vorliegen und dein Vorhaben langfristig unterstützen.

Zusätzlich kannst du nicht ohne passende Qualifikationen und Fähigkeiten durchstarten. Deine Geschäftsidee benötigt von dir fundamentales Wissen, sodass du dir dieses als Selbstständiger rechtzeitig aneignen musst. Gleichfalls brauchst du ein gut ausgebautes Netzwerk mit den richtigen Kontakten.

Nur Kontakte verhelfen dir letztendlich zu deinen ersten Kunden. Neue Kunden kannst du mit der richtigen Idee leichter aktiv ansprechen. Kennen deine Kunden deine Reputation bereits, kannst du sie einfacher von deiner Idee überzeugen. Um deine Kunden dennoch zu halten, musst du die notwendigen Voraussetzungen nicht nur beim Start, sondern ebenso vor ihm aufbringen.

Ergänzend kannst du deine Selbstständigkeit als Freiberufler nur ausüben, wenn du deine Dienstleistungen und Produkte verkaufen kannst. Diese sollten klar sowie eindeutig benannt werden können.

Du solltest dich dabei nicht mit der Konkurrenz vergleichen, sondern einzigartige Produkte und Dienstleistungen bieten. Konzentriere dich auf deine Stärken sowie deine Alleinstellungsmerkmale. Mit diesen punktest du gekonnt bei Kunden, wodurch du deine Selbstständigkeit aufrechterhalten kannst.

Passendes Zeitmanagement von Nöten

Bevor du dich als Freiberufler anmelden kannst, solltest du dir gut überlegen, ob deine freiberufliche Tätigkeit in deinen Lebensalltag passt. Nur die wenigsten Freiberufler sowie Freelancer arbeiten in einen standardmäßigen Acht-Stunden-Tag.

Während deine Deadlines nachts und am Wochenende liegen können, kannst du unter der Woche beispielsweise mehrere freie Tage genießen. Nur wenn du deine Tätigkeiten richtig managt und ein passendes Zeitgefühl besitzt, kannst du deine Deadlines und Abgabetermine fristgerecht einhalten.

Freiberufler benötigen ein gutes Zeit- und Selbstmanagement. Die zur Selbstständigkeit gehörenden Pflichten musst du eigenständig wahrnehmen. Am besten planst du deine Aufgaben immer vor oder eignest dir passende Methoden an. Die richtige und motivierende Arbeitsumgebung mitsamt Pausen und klaren Zielen können dir helfen, deine Selbstständigkeit gut zu verwirklichen.

Idealerweise legst du dir sogar feste Arbeitszeiten zu. Benötigst du Hilfe beim Zeitmanagement bei einer Selbstständigkeit oder bei der Erstellung eines guten Zeitplans, kannst du dich jederzeit an uns wenden. Wir zeigen dir, wie du Termine und Aufgaben planst, damit deiner freiberuflichen Tätigkeit nichts im Weg steht.

Preise als Freiberufler gestalten

Freie Berufe eignen sich als Hauptberuf wie als Nebenberuf. Freiberufler Nebentätigkeit kann dir beispielsweise helfen, zusätzlich zu deinem Hauptberuf Geld zu verdienen.

Dennoch solltest du vor deiner Selbstständigkeit darauf achten, eine angemessene Entlohnung für deine Tätigkeit zu erhalten. Hierbei solltest du dich nie unter Wert verkaufen. Du kannst zwar Preise leichter senken als sie anzuheben. Dennoch hat Qualität letztendlich einen Preis.

Wenn du dich als Freiberufler anmelden musst, solltest du darauf achten, ob ein jährlicher Freibetrag für deine Tätigkeit vorliegt. Du kannst deine Preise an diesem Freibetrag orientieren, damit du mit deinen Produkten und Dienstleistungen nicht darüber kommst. Vorwiegend kannst du

  • Tages- und Stundensätze
  • Fixpreise

verrechnen.

Bei Tages- und Stundensätzen kannst du deinen Verdienst wie das Bruttogehalt eines Angestellten betrachten. Du solltest dabei unbedingt beachten, dass du Kosten wie Sozialabgaben, Krankheits- und Urlaubstage sowie die Altersvorsorge selbst übernehmen musst.

Manche Branchen an Freelancer und Freiberufler gehen bei ihren Tätigkeiten in Vorleistung. Sie machen Arbeiten wie Skizzen, Entwürfe oder Konzepte zunächst ohne Bezahlung. Der letztendliche Verdienst sollte hierbei jene Stunden inkludieren, welche du für deine Vorarbeit ebenfalls benötigt hast.

Bei einzelnen Projekten hingegen kannst du Festpreise anbieten. Festpreise beinhalten alle Leistungen und den Zeitaufwand eines Gesamtprojekts. Du solltest sie deshalb realistisch kalkulieren, um keine erheblichen Verluste hinnehmen zu müssen.

Die Stundensätze wie Festpreise hängen letztendlich von der Branche ab. Folglich solltest du dich gut informieren oder uns kontaktieren und nachfragen, welche Preise angemessen sind und welche du ansetzen solltest.

Großer Aufwand für viel Freiheit

Als Freiberufler selbstständig zu werden, setzt einen großen Aufwand voraus. Wesentlich wird zwischen

  • Freiberuflicher als Nebentätigkeit
  • Freiberuflicher als Haupttätigkeit
  • Freelancer als Nebentätigkeit
  • Freelancer als Haupttätigkeit

unterschieden. Sowohl Freiberufler Nebentätigkeit wie Hauptberuf muss mit einem passenden Zeitaufwand und einer gerechten Entlohnung angeboten werden.

Nur wenn deine Tätigkeit unter die freien Berufe fällt, entgehst du zugleich einer Gewerbeanmeldung, welche wiederum mit Kosten verbunden ist. Benötigst du Hilfe, um dich als Freiberufler anmelden zu können und deine Selbstständigkeit zu starten, solltest du dich an uns von Gewerbeanmeldung.com wenden.

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Was tun gegen Scheinselbstständigkeit?

Scheinselbstständigkeit
Viele Kleinunternehmer kennen das Problem: Wenn man nur für einen einzigen Auftraggeber arbeitet, läuft man schnell Gefahr, zum Scheinselbstständigen zu werden.

Der Rechtsschein der Selbständigkeit wird erweckt, obwohl du dich eigentlich eher in einem Arbeitsverhältnis befindest.
Um die Tücken der Scheinselbstständigkeit sicher zu umschiffen, solltest du diesen Artikel lesen.

Scheinselbstständigkeit und Abhängigkeit


Als Scheinselbstständigen gerät man schnell in den Bereich der Weisungsgebundenheit bzw. der Abhängigkeit von einem einzigen Arbeitgeber. Dieser Status wird in der Folge nicht selten teuer.

Erschwerend kommt außerdem hinzu, dass die Scheinselbstständigkeit nur mit wenigen eindeutigen Kriterien, dafür aber mit einem umso größeren Ermessensspielraum verbunden ist.

Dies kann sich nicht nur für dich selbst als Kleinunternehmer, sondern auch für deinen Arbeitgeber negativ auswirken. Selbstständige unterliegen nämlich nicht der gesetzlichen Versicherungspflicht bezüglich Kranken-, Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung.

Darüber hinaus haben sie keinen Anspruch auf die typischen Arbeitnehmerrechte wie beispielsweise Kündigungsschutz, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder Urlaub.

ACHTUNG: Selbstständige, die regelmäßig und im Wesentlichen nur für einen Auftraggeber tätig sind und gleichzeitig keine versicherungspflichtigen Arbeitnehmer mit einem Verdient von mehr als 450 Euro pro Monat beschäftigen, unterliegen zumindest der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht. Davon können sie sich innerhalb der ersten drei Jahren ihrer Tätigkeit per Antrag befreien lassen (siehe unten).

Befindet sich ein vermeintlicher Kleinunternehmer jedoch in einer Scheinselbstständigkeit und damit einem Abhängigkeitsverhältnis von seinem Auftraggeber, so müssen beide horrende Summen an Sozialversicherungsbeiträgen nachzahlen, da die Befreiung von den Beiträgen keine Geltung hatte.

Damit du nicht in die Bredouille kommst und Nachzahlungen vermeiden kannst, haben wir für dich alles Wichtige zusammengestellt, dass du zur Vermeidung der Scheinselbstständigkeit wissen musst.

Die Unterscheidung zwischen Selbstständigem und Beschäftigtem in der Praxis

Die Unterscheidung zwischen Selbständigem und Beschäftigtem im Sinne des § 7 Abs. 1 SGB IV ist in der Praxis von entscheidender Bedeutung.
Ausschlaggebend ist dafür das Gesamtbild der Verhältnisse: Die Beurteilung der sozialversicherungsrechtlichen Umstände muss der Auftraggeber selbst vornehmen.

Der Selbstständige

Eine selbstständige Tätigkeit zeichnet sich durch drei Aspekte aus:

  • die freie Gestaltung der Tätigkeit
  • die Selbstbestimmung der Arbeitszeit
  • die Verfügbarkeit über die eigene Arbeitskraft

Des Weiteren haben Selbstständige eine unternehmerische Entscheidungsfreiheit und tragen das unternehmerische Risiko. Darunter wird auch verstanden, Eigenverantwortung bei der Wahrnehmung unternehmerischer Chancen an den Tag zu legen. Merkmale einer solchen Praxis sind unter anderem die folgenden:

  • selbstständige Entscheidung bezüglich der Einkaufs- und Verkaufspreise
  • den Bezug von Waren
  • die Einstellung von Personal
  • der Einsatz von Kapital
  • der Einsatz von Maschinen
  • die Werbemaßnahmen des Unternehmens

Wie wird die Scheinselbstständigkeit geprüft? – Scheinselbständigkeit prüfen

Wenn ein Verdacht auf eine scheinselbstständige Tätigkeit besteht, entsendet die Deutsche Rentenversicherung Bund einen Prüfer, um den Umständen auf den Grund zu gehen. Auch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FSK), eine Dienststelle des Deutschen Zolls, kann eine Prüfung durchführen, ebenso wie ein Arbeitsgericht, das Finanzamt oder ein Auftraggeber oder Auftragnehmer.

Die letzten beiden Fälle kommen vor allem dann vor, wenn ein Auftragnehmer beispielsweise seinen Kündigungsschutz einklagen oder der Auftraggeber das Vertragsverhältnis kündigen möchte. Dennoch bleibt es den Parteien verwehrt, die Prüfung der Scheinselbstständigkeit selbst zu veranlassen. Vielmehr tritt eine dritte Instanz auf den Plan, beispielsweise eine Krankenkasse, die diese Prüfung einfordert, zum Beispiel, um ausstehende Beiträge einzufordern.

Was wird in der Prüfung untersucht? – Scheinselbständigkeit Kriterien

Im Rahmen seiner Durchsicht stellt der Prüfer gleichermaßen auf geschlossene Verträge wie auch auf die tatsächlichen Verhältnisse und Umstände des Berufsalltags des Betroffenen ab. Bei der Suche nach Beweisen achtet der Prüfer insbesondere auf drei Kriterien, die eine Scheinselbstständigkeit begründen würden:

  • der Selbstständige beschäftigt selbst regelmäßig keine versicherungspflichtigen Mitarbeiter,
  • er ist auf Dauer für nur einen einzigen Auftraggeber tätig und
  • dieser Auftraggeber bringt ihm mindestens 5/6 seines Umsatzes ein.

Wer kann von der Scheinselbstständigkeit betroffen sein?

Grundsätzlich besteht für alle Selbstständigen, die Auftragsarbeiten annehmen, die Gefahr einer Scheinselbstständigkeit. Vor allem Freiberufler und freie Mitarbeiter sehen sich einem hohen Risiko ausgesetzt, da sie meist genaue Weisungen von ihren Auftraggebern erhalten.

Freie Mitarbeiter unterscheiden sich von Freiberuflern insofern, dass sie oftmals ein genaues Vertragsverhältnis mit dem Auftraggeber eingehen, auch wenn darin kein Arbeitsverhältnis besteht. Zudem haben sie für gewöhnlich ein Gewerbe angemeldet und müssen dementsprechend eine Gewerbesteuer entrichten.

In der Regel sind Personen, die in wissenschaftlichen, künstlerischen, erzieherischen oder unterrichtenden Berufen arbeiten, besonders häufig betroffen. Gefährdete Berufe sind dabei die folgenden:

  • Ärzte
  • Architekten
  • Berater
  • Beschäftigte in der Film- und Fernsehindustrie
  • Grafikdesigner
  • Handwerker
  • Immobilienmakler
  • Ingenieure
  • Journalisten
  • Lehrkräfte
  • Programmierer
  • Rechtsanwälte
  • Spediteure
  • Übersetzer

Der Test: Die eigene Scheinselbständigkeit prüfen

Du möchtest überprüfen, wie es um den Status deiner Selbständigkeit steht? Dann solltest du die folgende Scheinselbstständigkeit Checkliste anwenden:

  • Bist du als Auftragnehmer an die Weisungen eines Auftraggebers gebunden?
  • Wird dir die Einteilung deiner Arbeitszeiten vorgegeben?
  • Überschneiden sich deine Aufgaben als Auftragnehmer mit denen von Festangestellten?
  • Musst du regelmäßig Berichte über deine Leistungen erstellen?
  • Wird dir ein bestimmter Arbeitsplatz vorgegeben?
  • Kontrolliert der Auftraggeber deine Arbeit mithilfe bestimmter Soft- oder Hardware?
  • Präsentierst du dich nach außen hin nicht als selbständig?
  • Verfügst du nicht über eigene Visitenkarten, Briefpapier und ähnliche?
  • Betreibst du Kundenakquise für ein anderes Unternehmen?

Solltest du diesen Fragenkatalog überwiegend mit einem Ja beantwortet haben, liegt der Verdacht nahe, dass du scheinselbständig bist.

Die Scheinselbständigkeit vermeiden

Wie wir bereits festgestellt haben, sind die Konsequenzen der Scheinselbständigkeit gravierend und können bisweilen sogar deine Existenzgrundlage zerstören. Umso wichtiger ist es für dich, über alle Scheinselbständigkeit Kriterien genau Bescheid zu wissen.

Die gute Nachricht: Den ersten Schritt hast du schon gemacht, indem du diesen Artikel liest und dich zum Thema informierst. Denn eines ist sicher, Unwissenheit schützt vor Strafe nicht!

Als Selbständiger obliegt dir umso mehr die Pflicht, in allen rechtlichen und finanziellen Belangen stets auf dem Laufenden zu sein. Im Zweifelsfall solltest du auch nicht zögern und lieber einen sachverständigen Anwalt oder Berater engagieren.
Hier aber einige Tipps für deine Scheinselbstständigkeit Checkliste, mit der du ganz sicher bist: Ich kann die Scheinselbständigkeit vermeiden!

Besonderes Augenmerk auf den Dienstvertrag

Falls du einen Dienstvertrag unterschreiben musst, prüfe genau, ob dadurch deine unternehmerische Entscheidungsfreiheit eingeschränkt werden könnte. Falls du nicht länger das unternehmerische Risiko tragen solltest, liegt der Verdacht eines Abhängigkeitsverhältnisses und damit einer Scheinselbständigkeit nahe.

Der Vertrag muss darüber hinaus explizit zum Ausdruck bringen, dass du nicht an Weisungen des Auftraggebers gebunden bist.
Sichere dir des Weiteren die Verantwortlichkeit für die Abführung von Steuern und den Beiträgen für die Sozialversicherung zu.

Unbedingt zu vermeiden ist eine exklusive Ausübung deiner Dienste für den Auftraggeber. Stets solltest du auch Aufträge anderer Kunden annehmen und jene des Auftraggebers ablehnen dürfen. Ebenso darf er dir nicht verbieten, Hilfskräfte, das heißt eigene Mitarbeiter, zu beschäftigen.

Die Bedeutung der Räumlichkeiten

Entscheidende Freiheiten sicherst du dir zu, indem du dir einen eigenen Arbeitsplatz einrichtest.

Der Antrag bei der Deutschen Rentenversicherung Bund

Wenn du bei der Deutschen Rentenversicherung Bund den entsprechenden Antrag stellst, kannst du dich innerhalb der ersten drei Jahre nach Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht befreien lassen.

Fazit

Wie eingangs erwähnt, ist das Gebiet der Selbstständigkeit von Grauzonen geprägt, klare Verhältnisse bestehen nur in den seltensten Fällen.
Damit du dennoch rechtlich immer auf der sicheren Seite bist, solltest du bestimmte Dinge setzen:

  • Im Zweifel ist es unerlässlich, dass du deinen Auftraggeber auf das Thema der Scheinselbstständigkeit aufmerksam machst. Setze auf klare Kommunikation!
  • Angesichts der Tatsache, dass dieser Status für euch beide ausgesprochen negativ wäre, besteht natürlich auch ein Interesse seitens des Auftraggebers, dieses Risiko zu minimieren.
  • Trefft klare Vereinbarungen im Dienstvertrag!
  • Bewahre deine unternehmerische Freiheit!
  • Grenze dich deutlich von den Tätigkeiten deines Arbeitgebers ab!

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