Los Geht’s! – Kleingewerbe nebenberuflich

Ein Kleingewerbe nebenberuflich führen


Ein Nebengewerbe zu eröffnen und sich nebenberuflich selbständig zu machen kann immense Vorteile mit sich bringen. In erster Linie stehst du nicht unter Druck, da du ein Hauptjob hast, und hast so genügend Zeit, um herauszufinden, ob deine nebenberufliche Tätigkeit ein hohes Einnahme-Kapital hat. Gleichzeitig bist du nicht so sehr von diesen Einnahmen abhängig und kannst befreiter an diesem Nebengewerbe arbeiten.

Du kannst auch selbst die Entscheidung treffen, wie lang und wie viel Zeit du in der nebenberuflichen Selbstständigkeit reinstecken willst. Sofern dir eine Arbeitslosigkeit und der Verlust deines Jobs drohen würde, hast du immer noch die Möglichkeit, dein Nebengewerbe in ein Hauptgewerbe umzuwandeln.

Ein weiterer Vorteil der nebenberuflichen Selbstständigkeit ist, dass das bisherige Einkommen durch das Nebengewerbe noch einmal deutlich angehoben wird und es einem Dinge ermöglichen kann, die vorher undenkbar waren. Allerdings hat jede Medaille ihre Kehrseite, genauso auch die nebenberufliche Selbstständigkeit.

Denn du musst dir zunächst einmal vor Augen führen, das du pro Tag nur eine begrenzte Anzahl an Stunden hast. Arbeitsstunden im Hauptjob können nicht reduziert werden, also muss man entweder weniger schlafen oder hat weniger Zeit für die Familie und das Privatleben.

Auch solltest du dir die Frage stellen, ob deine zu investierende Zeit dafür ausreichen könnte, erfolgreich eine nebenberufliche Selbstständigkeit zu starten. Auch solltest du den Umstand in Betracht ziehen, das ein Nebengewerbe in den meisten Augen potenzieller Kunden oder Handelspartnern nicht wie ein Hauptgewerbe anerkannt wird und einige Verbindungen so eben nicht entstehen können.

Da du selbst in einem Hauptjob unterwegs bist, hast du selber nur begrenzte Zeit, dich persönlich um deine Kunden und um deren Wünsche zu kümmern. Darunter leidet die Flexibilität und das Unternehmen kann ein Image verpasst bekommen, welches es nicht mehr so schnell los wird.

Und wenn wir vom Worst-Case ausgehen, du wirst nebenberuflich selbstständig, hast hohe Kosten für die Anschaffung gezahlt oder hast einen Mietvertrag unterschrieben und am Ende merkst du einfach, dass die nebenberufliche Selbstständigkeit nichts für dich ist und sitzt dann auf den Schulden. Diese müsstest du dann mit deinem privatem Vermögen abbezahlen. Dies kann zu Unruhen innerhalb der Familie führen.

Nebenberufliche Tätigkeit – wie viel darf man damit verdienen?

Um von der nebenberuflichen Tätigkeit auch etwas leben zu können, ist es interessant zu erfahren, wie viel man denn so nebenbei verdienen darf. In der nebenberuflichen Selbstständigkeit gibt es an und für sich kein festgelegtes Limit. Grundsätzlich gilt die Kleinunternehmerregelung.

Wenn ein Gewerbe in seinem ersten Geschäftsjahr die Marke von 22.000 Euro und im zweiten 50.000 Euro nicht überschreitet, dann gilt dieser als ein Kleinunternehmen und profitiert von der Regelung. Gewerbesteuern müssen dann nicht mehr gezahlt werden. Vor allem für nebenberuflich selbstständige ist dies ein enormer Gewinn.

Die nebenberufliche Selbstständigkeit kann beginnen – der Weg zum Gewerbeamt

Sich in die nebenberufliche Selbstständigkeit zu wagen ist für viele der erste Schritt in ein neues Leben. Dabei ist es ganz besonders wichtig, die ganzen Abläufe zu kennen, die einen dabei erwarten.

Als erstes musst du schauen, welches Gewerbeamt für dich zuständig ist. Je nachdem, ob du ein Termin dafür benötigst, kannst du einen vereinbaren oder eben dort erscheinen und dann einige Zeit warten.

Bei der Anmeldung musst du ein Formular ausfüllen und die Fragen darauf beantworten. Auch wird hier beispielsweise gefragt, ob du in die nebenberufliche Selbstständigkeit möchtest oder als Hauptgewerbe durchstarten willst. Du zahlst bei der Anmeldung eine Gebühr von rund 20 bis 60 Euro und benötigst noch einige Unterlagen, wie zum Beispiel:

  • einen Reisepass oder einen gültigen Personalausweis,
  • eine Melde-Besätigung oder als Nicht-EU-Bürger einen Aufenthaltstitel,
  • je nach Art des Gewerbes können weitere Dokumente verlangt werden wie ein polizeiliches Führungszeugnis oder ein Gesundheitszeugnis.

Kann man ein Gewerbe auch online anmelden?

Eine nebenberufliche Tätigkeit kann man mittlerweile auch ganz einfach Online anmelden. Dabei gibt es allerdings zwei große Probleme. Dies ist noch nicht flächendeckend in ganz Deutschland der Fall und wenn, dann kann es sein, das die elektronische Unterschrift nicht ausreicht und man die eigene Unterschrift noch nachreichen muss, wie es in Hamburg der Fall ist.

Doch trotz allem ist die Online Anmeldung ein Wink in die Zukunft und erhebliche Erleichterung für viele, die aufgrund ihres Hauptjobs gar nicht dazu kommen können, einen Termin beim Gewerbeamt zu arrangieren oder die Öffnungszeiten wahrzunehmen. Es reicht bei der Online Anmeldung ganz einfach aus, wenn man bequem von Zuhause aus die Gewerbeanmeldung vornimmt.

Wie viele Stunden Pro Woche darf man in die nebenberufliche Selbstständigkeit investieren?

Wenn man sich im Internet die ganzen Antworten diesbezüglich durchliest, dann kommt man nämlich auch nicht viel weiter, da einem Dinge angezeigt werden wie: „165 Euro“, „15 Stunden“, „18 Stunden“ oder „20 Prozent vom Hauptjob“ doch was stimmt denn am Ende?

Eine festgelegte Linie hierfür gibt es nicht. Es wird aber empfohlen, nicht mehr wie 16 bis 18 Stunden innerhalb einer Woche nebenberuflich zu arbeiten, da dies zum einen sonst größere Auswirkungen haben kann auf den Hauptjob und zum anderen anderen immer mehr wie ein Hauptgewerbe wird.

Muss ich meinen Arbeitgeber von der nebenberuflichen Selbstständigkeit berichten?

Das Gewerbe anmelden und dem Arbeitgeber davon berichten? In Deutschland kein muss. Es gibt kein Gesetz, welches den Arbeitnehmer dazu verpflichtet, sich dem Arbeitgeber zu offenbaren und von der nebenberuflichen Tätigkeit zu berichten.

Es kann allerdings in einigen Fällen zu Ausnahmen kommen. Beispielsweise wenn es die vertragliche Situation das einem so vorgibt. Achte daher darauf, ob es vielleicht Klauseln in deinem Vertrag gibt, die dich dazu zwingen, von der nebenberuflichen Selbstständigkeit zu erzählen. Auch kann es dazu kommen, das die ausgeübte Tätigkeit zu einem Interessenkonflikt mit dem aktuellen Arbeitgeber führen kann.

Wenn z B beide Gewerbe in der selben Branche operieren und somit zu Konkurrenten werden. Die nebenberufliche Tätigkeit dem Chef nicht zu sagen kann zum Misstrauen seinerseits führen, sei dir daher genau bewusst, was und wie viel von deiner Tätigkeit erzählen möchtest.

Nebenberuflich Selbststaendig – trotzdem bei der IHK?

Jeder, der ein Gewerbe besitzt, unabhängig davon, ob dies eine nebenberufliche Selbstständigkeit ist, ist dazu gesetzlich verpflichtet, bei der IHK Mitglied zu sein. Es gibt da kein entkommen. Die jährlichen Beträge für Kleinunternehmen belaufen sich dabei auf rund 30 bis 70 Euro und für Unternehmen die im Handelsregister eingetragen sind sogar auf 150 bis 300 Euro.

Die jährliche Gebühr kann weiter steigen, abhängig von dem Jahresumsatz. Bei einer jährlichen Summe von unter 5200 Euro ist man von dem Beitrag befreit. Die IHK bietet aber zum Ausgleich viele Weiterbildungsprogramme und Zertifikate an, um das Unternehmen aufwerten zu können.

Es kann allerdings auch Mal vorkommen, das man von der Handelskammer eine Beitragsrechnung erhält, die es in sich hat und vor allem für Leute, die nebenberuflich selbstständige sind finanziell weh tun kann. Wenn beispielsweise eine Neuanschaffung her muss und dann solch eine Rechnung auftaucht, kann dies sogar den Ruin bedeuten.

Innerhalb einer festgelegten Satzung hat man Zeit, dem zu widersprechen. Damit du dies nicht allein tun musst und von Experten unterstützt wirst, haben wir auf GewerbeAnmeldung.com eine IHK-Gebührenberatung, in der wir für dich prüfen, ob die Möglichkeit besteht, die Kosten auf ein Mindestmaß von 0 Euro zu senken.

Du hast richtig gehört, bis zu 0 Euro sind drin. Zwar gibt es dafür keine Garantie, doch die bisher zahlreichen positiven Erfahrungen und Bewertungen der Tester spricht eine ganz deutlich positive Sprache. Sofern du weitere Informationen benötigst, klicke ganz einfach hier.

Fazit:

Nebenberuflich durchstarten? Das geht – und wie! Nebengewerbe anmelden ist nicht schwer bzw. der ganz normale Prozess wird auch hier vollzogen, wie bei jedem anderen Gewerbe auch. Du solltest dir von vorneherein klar werden, wie viel Zeit, Geld und Kraft du in diese Unternehmung investieren möchtest, denn sie wird an deiner Zeit zehren und dich von deiner Familie fernhalten.

Wenn du den Mut beweist und an deine Idee glaubst, dann kannst du diesen Schritt wagen, vor allem mit dem Hintergrund, das du dieses zu jederzeit beenden kannst, dein Gehalt ausbessern kannst oder bei einem Jobverlust als Hauptgewerbe weiter fortführen kannst.

Welche Kosten entstehen bei einem Kleingewerbe?

Kosten eines Kleingewerbes

Was kostet ein Kleingewerbe?

Erfahre alles rund um Anmeldung, IHK, Krankenversicherung, Steuern, etc.

Kleingewerbe stellen für viele Unternehmer eine gute Möglichkeit dar, eine Geschäftsidee im Nebengewerbe auszuprobieren und den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Doch wie bei jedem anderen Gewerbe ebenfalls fallen bei der speziellen Gewerbeform Kosten an. Anmeldung, Buchführung, Steuern und vieles mehr erwarten den Kleinunternehmer. Doch mit welchen Kosten musst du nun genau bei einem Kleingewerbe rechnen?

Gewerbe im kleinen Ausmaß

Mit einem Klein Gewerbe steht es jedem Unternehmer frei, ein eigenes Gewerbe zu eröffnen und mit einer Geschäftsidee den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Anders als beim normalen Gewerbe unterliegt das Kleingewerbe dabei bestimmten Auflagen, sodass es von vielen Unternehmern vor allem als Nebengewerbe geführt werden.

Für die besondere Gewerbeform existieren dabei ebenso Alternativen wie etwa eingetragener Kaufmann oder eine Kapitalgesellschaft. Dennoch besitzen Kleingewerbetreibende zahlreiche Vorteile wie etwa eine einfache Buchführung oder steuerliche Erleichterungen. Zugleich beinhalten der Betrieb und die Führung eines kleinen Gewerbes Kosten, welche bereits bei der Gründung des Betriebs entstehen.

Gewerbeanmeldung als Pflicht

Obwohl das kleine Gewerbe nur ein Gewerbe im verhältnismäßig winzigen Ausmaß ist, muss es aufgrund der Anmeldepflicht für Gewerbe in Deutschland angemeldet werden. Die Anmeldung geschieht standardmäßig beim zuständigen Gewerbeamt in deiner Stadt oder Gemeinde.

Für die Anmeldung benötigst du lediglich das Anmeldeformular, welches du vor Ort beim Gewerbeamt oder im Internet als Download bekommst. Manche Ämter bieten dir gleichzeitig die Möglichkeit, die Gewerbeanmeldung vollständig online abzuwickeln.

Nach deiner Anmeldung erhältst du den Gewerbeschein. Damit dieser dir ausgestellt wird, musst du die Bearbeitungsgebühr entrichten. Je nach Gemeinde, Stadt oder Bundesland kann diese zwischen 15 Euro und 65 Euro betragen.

Kleingewerbe anmelden beim Finanzamt

Mit der Gewerbeanmeldung gibst du jedoch noch nicht bekannt, dass du nur ein Kleinunternehmer bist. Das Gewerbeamt verständigt nach der Gewerbeanmeldung automatisch das Finanzamt, welches dir den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung zusendet.

Auf diesem Fragebogen findest du einen Abschnitt, mit welchem du den Status eines Kleingewerbetreibenden> erlangen kannst. Mit einem Klein Gewerbe darfst du lediglich im ersten Geschäftsjahr einen Umsatz von 22.000 Euro tätigen.

In den darauffolgenden Geschäftsjahren erhöht sich dein jährlicher Umsatz auf 60.000 Euro. Die Option „Kleingewerbe“ hingegen ist nicht auf dem Gewerbeanmeldeformular angeführt, sodass du dein Gewerbe nicht als solches beim Gewerbeamt anmelden kannst.

Generelle Kosten für die Gründung eines Kleingewerbes

Kleingewerbetreibende werden nicht nur mit der Anmeldegebühr beim Gewerbeamt als Gründungskosten konfrontiert. Kosten für den Notar sowie für den Eintrag ins Handelsregister entfallenn für dich.

Gründest du dein Gewerbe jedoch nicht alleine, solltest du einen GbR-Vertrag über einen Anwalt aufsetzen lassen. Somit musst du mit Anwaltskosten rechnen, welche unterschiedlich hoch ausfallen können. Möchtest oder kannst du den Anwalt nicht bezahlen, kannst du zugleich einen GbR-Mustervertrag verwenden.

Je nach Art deines Kleingewerbes können außerdem weitere kosten anfallen. Wie hoch diese genau sind, lässt sich nicht genau sagen, da sich diese stets von Fall zu Fall unterscheiden. Kannst du dein Gewerbe beispielsweise von zuhause aus leiten, wirst du mit weniger Kosten konfrontiert.

Ein Handwerksbetrieb hingegen benötigt meist eine Produktionsstätte, für welche wiederum Miete und Betriebskosten fällig werden. Folglich solltest du dir gut überlegen, welche Art Gewerbe du gründen möchtest und dir mit Hilfe eines Businessplans und eines Finanzplans die genauen Kosten vor Augen führen. Mit unserer praktischen Checkliste hier erfährst du, wie du am besten vorgehst. Ebenfalls kannst du jederzeit uns von Gewerbeanmeldung.com fragen.

Kleinunternehmer und Rechnungen

Mit einem kleinen Gewerbe unter der Kleinunternehmerregelung giltst du als Kleinunternehmer. Als solcher darfst du deine Rechnungen wie jeder andere Unternehmer ebenso erstellen. Somit musst du alle Pflichtbestandteile wie etwa

  • deinen vollständigen Namen und deine Anschrift
  • die fortlaufende Rechnungsnummer
  • deine Steuer- oder Umsatzsteueridentifikationsnummer
  • das nach Steuersätzen und -befreiungen aufgeschlüsselte Entgelt
  • das Ausstellungsdatum der Rechnung

anführen. Als Kleingewerbetreibender darfst du jedoch nicht vergessen, dass du keine Umsatzsteuer abführen musst. Somit dürfen deine Rechnungen keine Umsatzsteuer aufweisen.

Zugleich besitzt du einige Freiheiten bezüglich der Formulierung deiner Rechnungen. Vergisst du Angaben oder führst du die Umsatzsteuer an, meldet sich das Finanzamt bei dir und eine Verzögerung der Zahlung von deinen Kunden tritt ein.

Buchhaltung und Steuern für Kleingewerbetreibende

Die Buchhaltung für kleine Gewerbe unter der Kleinunternehmerregelung fällt anders als jene von einem normalen Betrieb. Für dein Unternehmen genügt es, wenn du eine einfache Buchführung sowie eine Einnahmenüberschussrechnung bzw. EÜR tätigst.

Die EÜR ist dabei deine Form der Gewinnermittlung bzw. des Jahresabschlusses. Somit fällt der Buchhaltungsaufwand für dich deutlich geringer aus, da du keine doppelte Buchführung machen musst.

Bei der einfachen Buchführung stellst du zudem nur alle betrieblich veranlassten Einnahmen und Ausgaben gegenüber. Durch diese Handhabung ermittelst du den letztendlich zu versteuernden Gewinn.

Ergänzend solltest du beachten, dass für dich die Aufbewahrungspflicht gilt. Somit musst du alle Unterlagen, welche für dich Besteuerung relevant sind, aufbewahren. Für Rechnung beispielsweise existiert einer Aufbewahrungspflicht von zehn Jahren.

Kleingewerbetreibende verfügen zudem über einen Grundfreibetrag auf die Einkommenssteuer in der Höhe von 9.168 Euro. Somit musst du keine Einkommensteuer bis zur Einkommensgrenze von 9.168 zahlen. Führst du dein kleines Gewerbe als Nebengewerbe, kannst du dadurch von einer steuerlichen Ersparnis profitieren.

Kleingewerbe Steuererklärung

Als Kleingewerbetreibender musst du ebenfalls Steuern zahlen. Hierbei unterliegst du bestimmten steuerlichen Regelungen.

Zunächst musst du den Gewinn deines Unternehmens im Rahmen deiner Einkommensteuer versteuern. Für Kleingewerbetreibende existiert dabei keine andere Möglichkeit. Zusätzlich zur Einkommenssteuer zahlst du Gewerbesteuer. Die Gewerbesteuer besitzt zudem einen jährlichen Freibetrag von 24.500 Euro.

Da für dich als Kleingewerbetreibender mit der Kleinunternehmerregelung gilt, musst du außerdem nicht die Umsatzsteuer für dein Gewerbe abführen. Nur Kleingewerbetreibende, welche nicht unter die Kleinunternehmerregelung fallen, müssen die Umsatzsteuer verpflichtend abführen.

Hierzu kannst du die IST-Versteuerung beantragen. Durch die besondere Versteuerung wird die Umsatzsteuer für deine Kundenrechnung erst fällig, sobald dein Kunde die Rechnung bezahlt.

Obwohl du ein Klein Gewerbe betreibst, musst du nicht alleine arbeiten. Du kannst Angestellte beschäftigen, welchen du wiederum Lohn zahlen musst. Somit darfst du nicht vergessen, die Lohnsteuer anzumelden und zu bezahlen. Ergänzend fällt eine Kfz-Steuer an, falls dein Unternehmen über ein Firmenfahrzeug verfügt.

Versicherungen für Kleingewerbetreibende

Bist du selbstständig, musst du dich eigenständig versichern. Beim Kleingewerbe wird jedoch nur eine zusätzliche Versicherung fällig, wenn du dein Gewerbe als Hauptgewerbe führst. Handelt es sich um ein Nebengewerbe mit einer hauptberuflichen Tätigkeit, musst du dich nicht noch einmal versichern.

In vielen Fällen bist du zudem generell nicht sozialversicherungspflichtig, sodass kein Unterschied zwischen Nebenberuf und Hauptberuf besteht. Ausnahmen bestehen für dich nur, wenn

  • du überwiegend bei einem Auftraggeber tätig bist
  • einer rentenversicherungspflichten Berufsgruppe wie etwa dem Handwerk angehörst

Beschäftigst du Mitarbeiter, musst du diese allerdings versichern. Die Sozialversicherungsbeiträge musst du für jeden Mitarbeiter an die Krankenkasse zahlen.

Neben der Sozialversicherung besteht die Möglichkeit, dass du noch weitere Versicherungen abschließt. Vorwiegend handelt es sich dabei um

  • eine Arbeitslosenversicherung
  • eine Unfallversicherung
  • eine Krankenversicherung
  • eine Rentenversicherung

Viele Kosten für Kleingewerbe

Als Kleingewerbetreibender kommen bei der Gründung und Führung zahlreiche Kosten zu. Unter anderem wirst du mit Kosten für

  • die Gewerbeanmeldung
  • Miete eines Gewerbegebäudes
  • Versicherungen für dich und mögliche Angestellte
  • generelle Steuern

Manche dieser Kosten fallen bereits vor dem eigentlichen Betrieb an, wodurch du schon zu Beginn deiner Selbstständigkeit mit ihnen rechnen musst. Falls du Fragen zu den Kosten für dein Gewerbe hast, kannst du diese jederzeit an uns von Gewerbeanmeldung.com stellen.

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Wie kann man ein Nebengewerbe anmelden?

Nebengewerbe anmelden

Wie kann ich ein Nebengewerbe anmelden?

Selbstständigkeit bedeutet, eigenständig einen Beruf nachzugehen und Geld zu verdienen. Während manche Selbstständige ihrer Tätigkeit als Hauptberuf durchführen, birgt dieses Vorhaben zahlreiche Risiken. Die nebenberufliche Selbstständigkeit hingegen bietet jedem Interessenten die Möglichkeit, einen angemeldeten Hauptberuf auszuüben und im Nebengewerbe einen zusätzlichen Verdienst zu erhalten. Doch wie meldet man ein Nebengewerbe in Deutschland richtig an?

Unterschied zwischen Hauptgewerbe und Nebengewerbe


Entscheidest du dich, nebenberuflich selbstständig zu machen, musst du dein Gewerbe dementsprechend anmelden. In Deutschland existiert für jedes Gewerbe eine Anmeldepflicht.

Die Anmeldung für ein Gewerbe als Haupt- oder Nebengewerbe findet standardmäßig beim zuständigen Gewerbeamt in deiner Stadt oder Gemeinde statt. Dort erhältst du ein Anmeldeformular, welches du entweder allein oder gemeinsam mit uns von Gewerbeanmeldung.com ausfüllen musst.

Viele Gemeinden und Städte bieten zusätzlich das Formular per Download an. Ebenfalls kannst du dein Gewerbe immer öfter sogar gänzlich über das Internet anmelden.

Auf dem Anmeldeformular musst du zahlreiche Fakten zu dir und deinem Gewerbe bekannt geben. Vor allem ist es wichtig, ob du ein Hauptgewerbe anmeldest und deine Selbstständigkeit als Hauptberuf ausgeübt wird oder ob du nur ein Nebengewerbe betreiben möchtest und dadurch nebenberuflich selbstständig bist.

Der wesentliche Unterschied zwischen Haupt- und Nebengewerbe liegt bei den wöchentlichen Arbeitsstunden. Du führst nur dann ein Nebengewerbe, wenn deine Wochenarbeitsstunden und somit dein gesamter Arbeitsaufwand nicht mehr als 18 Stunden beträgt.

Zudem existiert die Faustregel, dass dein Nebenerwerb sowohl wirtschaftlich wie zeitlich deinen Haupterwerb nicht überschreiten darf. Außerdem beschränkt sich der Begriff Nebengewerbe nicht auf eine Rechtsform, wodurch du Einzelunternehmer sein kannst oder eine GbR sowie eine GmbH gründen kannst.

Muss man den Arbeitgeber informieren?

Wenn du nebenbei selbstständig bist oder sein möchtest, übst du noch immer einen Hauptberuf aus. Dies bedeutet, dass du zum Beispiel hauptberuflich bei einer Firma angestellt bist.

Viele Personen, welche eine nebenberufliche Selbstständigkeit planen, fragen sich hierbei häufig, ob sie ihren Arbeitgeber über ihr Vorhaben informieren müssen.

Grundsätzlich steht es dir frei, dich im Nebengewerbe selbstständig zu machen. Dennoch darf dein eigenes Gewerbe nicht deine Pflichten als Arbeitnehmer verhindern, sodass du diese nicht vernachlässigen darfst.

Zugleich darfst du mit deinem eigenen Gewerbe nicht zur Konkurrenz deines Arbeitgebers werden, da dir sonst Abmahnungen, Kündigungen oder gar eine Klage vor Gericht drohen können.

Falls du dir sicher bist, dass dies nicht auf dein eigenes Unternehmen zutrifft, kannst du jederzeit ein Nebengewerbe anmelden. Dennoch ist es ratsam, den eigenen Arbeitgeber von diesem Schritt zu benachrichtigen. In manchen Arbeitsverträgen sind bestimmte Regelungen zu diesem Vorhaben festgehalten, welche du beachten und einhalten musst.

Nebengewerbe anmelden in der Arbeitslosigkeit

Falls du arbeitslos sein solltest, steht es dir trotzdem, zu ein Nebengewerbe anzumelden. Anders als bei einem bestehenden Arbeitsverhältnis können hierbei allerdings Probleme auftreten, falls du den Gründungszuschuss beantragst.

Möchtest du dein Vorhaben dennoch umsetzen, solltest du am besten mit einem Gründercoach sprechen. Das Gespräch kann dir helfen, die Förderung zu erhalten. Zudem solltest du ebenfalls

  • die wöchentlichen Arbeitszeiten
  • die monatliche Zuverdienstgrenze

beachten. Gleich wie bei einem Hauptberuf und einer nebenberuflichen Tätigkeit ist das Nebengewerbe bei einer Arbeitslosigkeit an einen maximalen wöchentlichen Arbeitsaufwand gebunden.

Du darfst maximal 15 Stunden pro Woche dein Nebengewerbe betreiben. Arbeitest du regelmäßig über die Grenze drüber, giltst du nicht mehr als arbeitslos. Als Folge bekommst du auch keine Leistungen mehr zugesprochen.

Gleichfalls gilt für dich eine Zuverdienstgrenze. Pro Monat darfst du höchstens 165 Euro verdienen, um dein Arbeitslosengeld weiterhin in voller Höhe beziehen zu können. Überschreiten die Einkünfte aus deinem Nebengewerbe die Grenze, werden sie deinem Arbeitslosengeld angerechnet.

Krankenversicherung – ein wichtiges Thema für Selbstständige

Alle deutschen Bürger unterliegen einer Krankenversicherungspflicht. Dies bedeutet, dass du dich entweder bei einer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung anmelden musst.

Als Selbstständiger besitzt du grundsätzlich die Wahl, welche Art der Versicherung du wählst. Dennoch besteht ein Unterschied zwischen einem Nebengewerbe und einem Hauptgewerbe. Als Arbeitnehmer bist du standardmäßig über den Arbeitgeber versichert. Im Hauptgewerbe musst du dich hingegen selbst versichern.

Bist du durch eine nebenberufliche Selbstständigkeit gesetzlich versichert, kannst du deine Versicherung nicht wählen. Die Wahlfreiheit besteht bei dir erst, sobald deine Einkünfte die Versicherungspflichtgrenze überschreiten.

Frage am besten bei deinem ausgewählten Versicherungsträger nach, wie hoch diese Grenze ist. Zugleich solltest du beachten, dass deine Einkünfte sich auf die Versicherungskosten auswirken können. Während diese für eine private Krankenversicherung nicht relevant sind, bilden sie die Grundlage bei der gesetzlichen Krankenversicherung.

Der Amtsweg für ein Nebengewerbe

Der Amtsweg, um ein Nebengewerbe anmelden zu können, beschränkt sich nicht nur auf das Gewerbeamt. Je nach Gewerbe musst du gegebenenfalls mehrere Ämter aufsuchen und dein Gewerbe dort vermerken.

Mit unserer praktischen Checkliste hier bekommst du einen ersten Überblick, welche Schritte du wann tätigen musst und welche Unterlagen du benötigst.

Einen wesentlichen Einfluss auf deinen Amtsweg bildet die gewählte Rechtsform deines Gewerbes. Sie entscheidet letztendlich, ob du nur den Eintrag beim Gewerbeamt durchführen musst oder auch einen Eintrag im Handelsregister machen musst. Grundsätzlich kann es passieren, dass du dein Nebengewerbe

  • beim Gewerbeamt
  • beim Finanzamt
  • bei der Industrie- oder Handelskammer
  • beim Arbeitsamt
  • bei der Berufsgenossenschaft

melden musst.

Verpflichtet ist der Eintrag beim Gewerbeamt. Mit deiner Anmeldung bekommst du dort ebenso deinen Gewerbeschein. Bei der Anmeldung beim Gewerbeamt wirst du stets zwecks Neben- und Hauptgewerbe gefragt.

Falls du dir nicht sicher bist, ob du zuvor einen Eintrag im Handelsregister machen musst, solltest du bei uns von Gewerbeanmeldung.com nachfragen.

Machst du dich nebenbei selbstständig, schickt dir das Finanzamt nach der Anmeldung beim Gewerbeamt einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung zu. Diesen musst du verpflichtend ausfüllen und zurückschicken.

Zugleich teilt dir das Finanzamt deine Steuernummer zu. Falls du von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen möchtest, kannst du dies ebenso am Fragebogen vom Finanzamt angeben. Gerne füllen wir von Gewerbeanmeldung.com den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung gemeinsam mit dir aus, falls du Hilfe benötigen solltest.

Planst du, in deinem Nebengewerbe Angestellte zu beschäftigen, musst du zusätzlich beim Arbeitsamt eine Betriebsnummer beantragen. Die Bundesagentur für Arbeit vergibt die Nummern.

Du musst sie bereits besitzen, bevor du deinen ersten Mitarbeiter einstellst. Gleichzeitig ist sie für die Anmeldung bei der Krankenkasse und für die Sozialversicherung relevant. Im Nebengewerbe treten Mitarbeiter jedoch eher selten auf.

Als Gewerbetreibender musst du verpflichtendes Mitglied bei der IHK werden. Diese Pflicht entfällt für Personen mit einem Nebengewerbe nicht. Du musst dich eigenständig bei deiner zuständigen IHK melden.

Nach der Meldung bekommst du von der Kammer weitere Informationen mit einem eigenen Schreiben. Hingegen musst du nicht unbedingt Mitglied bei der HWK werden, da diese ausschließlich für Handwerksberufe zuständig ist. Zählt dein Nebengewerbe zu einem Handwerksberuf, must du dich auch bei der HWK melden.

Ergänzend musst du dich mit deinem Nebengewerbe bei der Berufsgenossenschaft eintragen. Für zahlreiche Branchen existiert eine eigene Berufsgenossenschaft, wobei sie alle grundsätzlich für die gesundheitlichen Aspekte in einem Unternehmen zuständig sind.

Bereits innerhalb einer Woche nach der Gründung deines Unternehmens musst du dich bei deiner zuständigen Berufsgenossenschaft melden. Lediglich besteht eine Ausnahme bei landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften sowie bei Unfallversicherungsträgern der öffentlichen Hand.

Ein Nebengewerbe einfach anmelden

Falls du ein Nebengewerbe eröffnen möchtest, musst du nahezu dieselben Schritte wie bei einem Hauptgewerbe durchführen. Somit musst du unter anderem

  • dich beim Gewerbeamt anmelden
  • den Fragebogen des Finanzamts ausfüllen
  • die IHK bzw. HWK sowie die Berufsgenossenschaft verständigen

Gerne helfen wir von Gewerbeanmeldung.com dir, wenn du nebenbei selbstständig werden möchtest und unterstützen dich beim Amtsweg sowie bei der Abgabe der Formulare und Unterlagen.

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