Welche Kosten entstehen bei einem Kleingewerbe?

Kosten eines Kleingewerbes 

Was kostet ein Kleingewerbe? Erfahre alles rund um Anmeldung, IHK, Krankenversicherung, Steuern, etc.

Kleingewerbe stellen für viele Unternehmer eine gute Möglichkeit dar, eine Geschäftsidee im Nebengewerbe auszuprobieren und den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Doch wie bei jedem anderen Gewerbe ebenfalls fallen bei der speziellen Gewerbeform Kosten an. Anmeldung, Buchführung, Steuern und vieles mehr erwarten den Kleinunternehmer. Doch mit welchen Kosten musst du nun genau bei einem Kleingewerbe rechnen?

Gewerbe im kleinen Ausmaß

Mit einem Klein Gewerbe steht es jedem Unternehmer frei, ein eigenes Gewerbe zu eröffnen und mit einer Geschäftsidee den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Anders als beim normalen Gewerbe unterliegt das Kleingewerbe dabei bestimmten Auflagen, sodass es von vielen Unternehmern vor allem als Nebengewerbe geführt werden. Für die besondere Gewerbeform existieren dabei ebenso Alternativen wie etwa eingetragener Kaufmann oder eine Kapitalgesellschaft. Dennoch besitzen Kleingewerbetreibende zahlreiche Vorteile wie etwa eine einfache Buchführung oder steuerliche Erleichterungen. Zugleich beinhalten der Betrieb und die Führung eines kleinen Gewerbes Kosten, welche bereits bei der Gründung des Betriebs entstehen.

Gewerbeanmeldung als Pflicht

Obwohl das kleine Gewerbe nur ein Gewerbe im verhältnismäßig winzigen Ausmaß ist, muss es aufgrund der Anmeldepflicht für Gewerbe in Deutschland angemeldet werden. Die Anmeldung geschieht standardmäßig beim zuständigen Gewerbeamt in deiner Stadt oder Gemeinde. Für die Anmeldung benötigst du lediglich das Anmeldeformular, welches du vor Ort beim Gewerbeamt oder im Internet als Download bekommst. Manche Ämter bieten dir gleichzeitig die Möglichkeit, die Gewerbeanmeldung vollständig online abzuwickeln. Nach deiner Anmeldung erhältst du den Gewerbeschein. Damit dieser dir ausgestellt wird, musst du die Bearbeitungsgebühr entrichten. Je nach Gemeinde, Stadt oder Bundesland kann diese zwischen 15 Euro und 65 Euro betragen.

Mit der Gewerbeanmeldung gibst du jedoch noch nicht bekannt, dass du nur ein Kleinunternehmer bist. Das Gewerbeamt verständigt nach der Gewerbeanmeldung automatisch das Finanzamt, welches dir den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung zusendet. Auf diesem Fragebogen findest du einen Abschnitt, mit welchem du den Status eines Kleingewerbetreibenden> erlangen kannst. Mit einem Klein Gewerbe darfst du lediglich im ersten Geschäftsjahr einen Umsatz von 22.000 Euro tätigen. In den darauffolgenden Geschäftsjahren erhöht sich dein jährlicher Umsatz auf 60.000 Euro. Die Option „Kleingewerbe“ hingegen ist nicht auf dem Gewerbeanmeldeformular angeführt, sodass du dein Gewerbe nicht als solches beim Gewerbeamt anmelden kannst.

Generelle Kosten für die Gründung eines Kleingewerbes

Kleingewerbetreibende werden nicht nur mit der Anmeldegebühr beim Gewerbeamt als Gründungskosten konfrontiert. Kosten für den Notar sowie für den Eintrag ins Handelsregister entfallenn für dich. Gründest du dein Gewerbe jedoch nicht alleine, solltest du einen GbR-Vertrag über einen Anwalt aufsetzen lassen. Somit musst du mit Anwaltskosten rechnen, welche unterschiedlich hoch ausfallen können. Möchtest oder kannst du den Anwalt nicht bezahlen, kannst du zugleich einen GbR-Mustervertrag verwenden.

Je nach Art deines Kleingewerbes können außerdem weitere kosten anfallen. Wie hoch diese genau sind, lässt sich nicht genau sagen, da sich diese stets von Fall zu Fall unterscheiden. Kannst du dein Gewerbe beispielsweise von zuhause aus leiten, wirst du mit weniger Kosten konfrontiert. Ein Handwerksbetrieb hingegen benötigt meist eine Produktionsstätte, für welche wiederum Miete und Betriebskosten fällig werden. Folglich solltest du dir gut überlegen, welche Art Gewerbe du gründen möchtest und dir mit Hilfe eines Businessplans und eines Finanzplans die genauen Kosten vor Augen führen. Mit unserer praktischen Checkliste hier erfährst du, wie du am besten vorgehst. Ebenfalls kannst du jederzeit uns von Gewerbeanmeldung.com fragen.

Kleinunternehmer und Rechnungen

Mit einem kleinen Gewerbe unter der Kleinunternehmerregelung giltst du als Kleinunternehmer. Als solcher darfst du deine Rechnungen wie jeder andere Unternehmer ebenso erstellen. Somit musst du alle Pflichtbestandteile wie etwa

  • deinen vollständigen Namen und deine Anschrift
  • die fortlaufende Rechnungsnummer
  • deine Steuer- oder Umsatzsteueridentifikationsnummer
  • das nach Steuersätzen und -befreiungen aufgeschlüsselte Entgelt
  • das Ausstellungsdatum der Rechnung

anführen. Als Kleingewerbetreibender darfst du jedoch nicht vergessen, dass du keine Umsatzsteuer abführen musst. Somit dürfen deine Rechnungen keine Umsatzsteuer aufweisen. Zugleich besitzt du einige Freiheiten bezüglich der Formulierung deiner Rechnungen. Vergisst du Angaben oder führst du die Umsatzsteuer an, meldet sich das Finanzamt bei dir und eine Verzögerung der Zahlung von deinen Kunden tritt ein.

Buchhaltung und Steuern für Kleingewerbetreibende

Die Buchhaltung für kleine Gewerbe unter der Kleinunternehmerregelung fällt anders als jene von einem normalen Betrieb. Für dein Unternehmen genügt es, wenn du eine einfache Buchführung sowie eine Einnahmenüberschussrechnung bzw. EÜR tätigst. Die EÜR ist dabei deine Form der Gewinnermittlung bzw. des Jahresabschlusses. Somit fällt der Buchhaltungsaufwand für dich deutlich geringer aus, da du keine doppelte Buchführung machen musst. Bei der einfachen Buchführung stellst du zudem nur alle betrieblich veranlassten Einnahmen und Ausgaben gegenüber. Durch diese Handhabung ermittelst du den letztendlich zu versteuernden Gewinn. Ergänzend solltest du beachten, dass für dich die Aufbewahrungspflicht gilt. Somit musst du alle Unterlagen, welche für dich Besteuerung relevant sind, aufbewahren. Für Rechnung beispielsweise existiert einer Aufbewahrungspflicht von zehn Jahren.

Kleingewerbetreibende verfügen zudem über einen Grundfreibetrag auf die Einkommenssteuer in der Höhe von 9.168 Euro. Somit musst du keine Einkommensteuer bis zur Einkommensgrenze von 9.168 zahlen. Führst du dein kleines Gewerbe als Nebengewerbe, kannst du dadurch von einer steuerlichen Ersparnis profitieren.

Steuern für Kleingewerbetreibende

Als Kleingewerbetreibender musst du ebenfalls Steuern zahlen. Hierbei unterliegst du bestimmten steuerlichen Regelungen.

Zunächst musst du den Gewinn deines Unternehmens im Rahmen deiner Einkommensteuer versteuern. Für Kleingewerbetreibende existiert dabei keine andere Möglichkeit. Zusätzlich zur Einkommenssteuer zahlst du Gewerbesteuer. Die Gewerbesteuer besitzt zudem einen jährlichen Freibetrag von 24.500 Euro.

Da für dich als Kleingewerbetreibender mit der Kleinunternehmerregelung gilt, musst du außerdem nicht die Umsatzsteuer für dein Gewerbe abführen. Nur Kleingewerbetreibende, welche nicht unter die Kleinunternehmerregelung fallen, müssen die Umsatzsteuer verpflichtend abführen. Hierzu kannst du die IST-Versteuerung beantragen. Durch die besondere Versteuerung wird die Umsatzsteuer für deine Kundenrechnung erst fällig, sobald dein Kunde die Rechnung bezahlt.

Obwohl du ein Klein Gewerbe betreibst, musst du nicht alleine arbeiten. Du kannst Angestellte beschäftigen, welchen du wiederum Lohn zahlen musst. Somit darfst du nicht vergessen, die Lohnsteuer anzumelden und zu bezahlen. Ergänzend fällt eine Kfz-Steuer an, falls dein Unternehmen über ein Firmenfahrzeug verfügt.

Versicherungen für Kleingewerbetreibende

Bist du selbstständig, musst du dich eigenständig versichern. Beim Kleingewerbe wird jedoch nur eine zusätzliche Versicherung fällig, wenn du dein Gewerbe als Hauptgewerbe führst. Handelt es sich um ein Nebengewerbe mit einer hauptberuflichen Tätigkeit, musst du dich nicht noch einmal versichern. In vielen Fällen bist du zudem generell nicht sozialversicherungspflichtig, sodass kein Unterschied zwischen Nebenberuf und Hauptberuf besteht. Ausnahmen bestehen für dich nur, wenn

  • du überwiegend bei einem Auftraggeber tätig bist
  • einer rentenversicherungspflichten Berufsgruppe wie etwa dem Handwerk angehörst

Beschäftigst du Mitarbeiter, musst du diese allerdings versichern. Die Sozialversicherungsbeiträge musst du für jeden Mitarbeiter an die Krankenkasse zahlen.

Neben der Sozialversicherung besteht die Möglichkeit, dass du noch weitere Versicherungen abschließt. Vorwiegend handelt es sich dabei um

  • eine Arbeitslosenversicherung
  • eine Unfallversicherung
  • eine Krankenversicherung
  • eine Rentenversicherung

Viele Kosten für ein kleines Gewerbe

Als Kleingewerbetreibender kommen bei der Gründung und Führung zahlreiche Kosten zu. Unter anderem wirst du mit Kosten für

  • die Gewerbeanmeldung
  • Miete eines Gewerbegebäudes
  • Versicherungen für dich und mögliche Angestellte
  • generelle Steuern

Manche dieser Kosten fallen bereits vor dem eigentlichen Betrieb an, wodurch du schon zu Beginn deiner Selbstständigkeit mit ihnen rechnen musst. Falls du Fragen zu den Kosten für dein Gewerbe hast, kannst du diese jederzeit an uns von Gewerbeanmeldung.com stellen.

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Einen Flohmarkt anmelden und einen Trödelladen eröffnen als Kleingewerbe

Flohmarkt anmelden und Trödelladen eröffnen Kleingewerbe 

Muss man einen Flohmarkt anmelden um einen Trödelladen zu eröffnen?

Immer mehr Menschen sind auf der Suche nach Ware aus Second Hand. Der klassische Flohmarkt bietet hierbei die optimale Chance, verschiedenste Dinge gewinnbringend zu verkaufen. Mit der Anmeldung für ein Kleingewerbe kannst du dabei nicht nur einen Flohmarktstand betreiben, sondern ebenso einen Trödelladen eröffnen. Wir verraten dir, wie du dein Gewerbe richtig anmeldest und was du am Flohmarkt wie bei einem Trödelladen beachten musst.

Pflicht zur Gewerbeanmeldung

In Deutschland herrscht eine Anmeldepflicht für alle Gewerbe und gewerblichen Tätigkeiten. Betreibst du beispielsweise einen eigenen Flohmarktstand oder verkaufst du Trödel in einem Laden, handelt es sich um eine gewerbliche Tätigkeit. Damit du deine Sachen aus Second Hand legal verkaufen darfst, musst du bei deinem zuständigen Amt deinen Handel anmelden. Je nach Bundesland erfolgt die Gewerbeanmeldung in der Regel beim Gewerbeamt, kann aber ebenso unter Umständen in einigen Gemeinden beim Ordnungsamt durchgeführt werden.

Beim Verkauf von Ware aus Second Hand, wie es bei einem Flohmarktstand der Fall ist, wird jedoch unterschieden, wie häufig du die Tätigkeit ausübst. Verkaufst du dauerhaft deinen Trödel und andere Dinge aus Second Hand mit dem Anspruch der Gewinnerzielung, liegt bei dir eine gewerbliche Tätigkeit und somit eine Anmeldepflicht für ein Gewerbe vor. Besuchst du hingegen nur hin und wieder den Flohmarkt und hast dort einen Stand, betreibst du keine Gewinnerzielungsabsicht und musst deinen Stand nicht als Gewerbe melden. Mit der Gewerbefreiheit in Deutschland kannst du somit einen Flohmarktstand in unregelmäßigen Abständen betreiben, solange du ihn nicht zur Gewinnerzielung nutzt. Der Besitz eines Trödelladens sowie der laufende Verkauf von Flohmarktware mit einem Stand hingegen sind gewerbepflichtig. Genaue Auskünfte findest du zu diesem Thema in der Gewerbeordnung bzw. GewO.

Ein Kleingewerbe anmelden und ein Geschäft eröffnen

Möchtest du nicht nur einen Flohmarktstand betreiben, sondern ein eigenes Geschäft eröffnen, kannst du dies in Form eines Kleingewerbes jederzeit tun. Um ein Kleingewerbe anzumelden, musst du lediglich das Anmeldeformular ausfüllen. Dieses bekommst du entweder direkt bei deinem zuständigen Amt oder per Download zur Verfügung gestellt. Manche Bundesländer und Gemeinden bieten zudem inzwischen die Möglichkeit, die Anmeldung vollständig online abzuwickeln. Wir von Gewerbeanmeldung.com helfen dir gerne, das Formular richtig auszufüllen. Zugleich stehen wir dir jederzeit bei Fragen zur oder Problemen mit der Anmeldung bereit. Mit unserer praktischen Checkliste für Unternehmen hier bekommst du zusätzlich einen leichten Überblick, welche Schritte du beachten musst.

Damit du dein Geschäft eröffnen und dein Gewerbe anmelden kannst, musst du alle notwendigen Unterlagen und das Formular einreichen. Unter anderem werden von dir

  • ein gültiger Personalausweis
  • ein Nachweis der Arbeitsgenehmigung bei Personen mit einer anderen Staatsbürgerschaft
  • ein Gewerberegisterzentralauszug
  • ein polizeiliches Führungszeugnis
  • gegebenenfalls eine finanzielle Unbedenklichkeitserklärung

benötigt. Welche Unterlagen und Nachweise du tatsächlich einreichen musst, verrät dir dein zuständiges Amt. Letztendlich musst du beachten und ebenfalls angeben, welche Ware du verkaufen möchtest. Bei Geräten mit vertraulichen Informationen und sensiblen Daten wie etwa Notebooks, Smartphones und gebrauchten PCs musst du zum Beispiel einen Nachweis bringen. Bei typischer Flohmarktware wie Einrichtungsgegenständen oder Kleidung hingegen werden entsprechende Nachweise eher nicht gebraucht.

Die richtige Gewerbeform auswählen

Bereits bei der Anmeldung deines Gewerbes musst du angeben, um welche Art Gewerbe es sich handelt und ob du es als Haupt- oder Nebentätigkeit betreibst. Auch der Bereich wie etwa Handel oder Handwerk wird bei der Anmeldung für dein Geschäft benötigt. Erst mit dem Gewerbeschein darfst du letztendlich offiziell ein Geschäft eröffnen und am Handel teilnehmen. Somit solltest du dein Gewerbe in der Regel als Kleingewerbe anmelden und einen Eröffnungstermin in der Zukunft wählen. Hast du dein Geschäft jedoch schon vor einiger Zeit eröffnet, kannst du unter Umständen mit Nachfragen oder Nachforderungen konfrontiert werden. Beachtest du diese nicht, begehst du eine Ordnungswidrigkeit. Manchmal wird in der Praxis die Eröffnung in einem Zeitraum von ein bis zwei Wochen vor der Gewerbeanmeldung noch toleriert.

Das Formular zur Gewerbeanmeldung sieht des Weiteren dein Leistungsspektrum vor. Du solltest es möglichst umfassend und detailliert angeben. Wir von Gewerbeanmeldung.com helfen dir gerne, dein Leistungsspektrum mit dir zu ermitteln und zu vermerken. Nur wenn du dein Leistungsspektrum korrekt angibst, ist dein Sachbearbeiter in der Lage, dir mitzuteilen, ob noch weitere Nachweise für die Eröffnung deines Trödelladens benötigt werden. Spätere Änderungen des Leistungsspektrums sind zugleich anzeigepflichtig. Verkaufst du zunächst nur Gebrauchtware am Flohmarkt oder in deinem Trödelladen und weitest du dein Angebot auf neu produzierte Ware aus, musst du dies verpflichtend angeben.

Einen Trödelladen führen

Hast du dein Kleingewerbe angemeldet und dein Geschäft eröffnet, wodurch du jetzt sowohl einen Flohmarktstand wie einen Trödelladen führen kannst, musst du dich entscheiden, ob du deiner Tätigkeit als Hauptberuf oder nebenberuflich nachgehen möchtest. Das Gesetz macht hierbei keine Unterschiede zwischen Gewerbe, Hauptgewerbe, Nebengewerbe oder Kleingewerbe. Entscheidest du dich dafür, dein Geschäft im Nebenerwerb zu führen, bist du an bestimmte Regelungen gebunden. Dadurch kannst oder musst du

  • fast keine Fördermöglichkeiten nutzen
  • maximal 15 Wochenstunden arbeiten
  • den jährlichen Freibetrag beachten
  • die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen

Wächst dein Geschäft und verdienst du im Nebengewerbe letztendlich mehr als im Hauptgewerbe, sieht dies für dich keine Konsequenzen vor. Der jährliche Freibetrag der Gewerbesteuer von rund 24.500 Euro sorgt für einen Ausgleich. Dennoch musst du immer Gewerbesteuer abführen.

Die Finanzen im Blick behalten

Sobald du dein Geschäft eröffnet hast, musst du nur noch darauf achten, dass es gewinnbringend geführt wird. Obwohl Trödel und Gebrauchtware immer beliebter wird, hast du mit anderen Flohmarktständen und Gebrauchtwarenläden eine starke Konkurrenz und somit viele Wettbewerber. Deine Gewinnspanne sollte

  • die Kosten für deinen Laden decken
  • mögliches Personal bezahlen können
  • deinen Lebensunterhalt langfristig sichern

Damit dein Geschäft oder dein Stand letztendlich Gewinn abwirft, musst du darauf achten, dass deine Ware zu höheren Preisen als der Ankaufspreis verkauft werden. Nur mit gutem Verhandlungsgeschick mit Privatkunden oder deinen Händlern ist es dir möglich, die Einkaufspreise niedrig und die Verkaufspreise für deine Ware hoch zu halten. Der Flohmarkt bietet dir hierbei im Gegensatz zum Ladengeschäft den Vorteil, dass du mit deinen Kunden über den Verkaufspreis verhandeln kannst. Selbstverständlich kannst du ebenfalls in deinem Laden Ware auf Verhandlungsbasis anbieten.

Wie du an deine Ware gelangst, bleibt zugleich letztendlich dir selbst überlassen. Bei der Eröffnung eines Trödelladens oder für deinen ersten Flohmarktstand lohnt es sich, an möglichst viel günstige und gleichzeitig verkaufbare Ware zu gelangen. Wohnungsauflösungen beispielsweise bieten dir die Chance, Ware preiswert zu beschaffen. Beim Abkauf von Privatpersonen und Händlern hingegen musst du gut verhandeln und günstige Preise erzielen.

Erfolgreich im Second-Hand-Handel werden

Während der Flohmarkt bereits seit Jahren die Chance zum Handel mit günstiger Ware bietet, boomen Trödelladen und der Second Hand Handel inzwischen immer mehr. Um einen Trödelladen führen zu können, musst du dein Gewerbe anmelden. Hierzu benötigst du vorwiegend

  • das Anmeldeformular
  • einen Personalausweis
  • Nachweise und Genehmigungen

Sobald du dein Geschäft eröffnest oder deinen Flohmarktstand gewinnerzielend betreibst, muss die Anmeldung verpflichtend durchgeführt werden. Wie du jedoch letztendlich an deine Ware kommst und wie du sie verkaufst, bleibt dir allein überlassen. Wir von Gewerbeanmeldung.com helfen dir gerne, dein Kleingewerbe richtig anzumelden und alle Unterlagen zu bekommen.

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Muss ein Kleinunternehmen Umsatzsteuer zahlen und was ist die Kleinunternehmerregelung?

Kleinunternehmerregelung und Umsatzsteuer  

Zahlreiche Betriebe, die sich die umsatzsteuerliche Kleinunternehmerregelung zunutze machen, bevölkern die hiesige Wirtschaftslandschaft. Wann aber gilt die Umsatzsteuerpflicht und welche Vorteile bietet der Status als Kleinunternehmer?

Was versteht man unter der Kleinunternehmerregelung?

Wenn du als Gewerbetreibender dein Unternehmen beim zuständigen Gewerbeamt anmeldest, leitet deine Gemeinde die Anmeldung umgehend an das Finanzamt weiter. Dieses wiederum lässt dir in der Folge einen Gründerfragebogen zukommen, in dem du erstmals mit der umsatzsteuerlichen Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG und der potenziellen Umsatzsteuerpflicht konfrontiert wirst. So vorteilhaft diese Regelung für dich bisweilen auch sein mag, ist sie mit einigen Tücken verbunden.
Sofern du beim Finanzamt eine umsatzsteuerliche Einstufung als Kleinunternehmer im Sinne des § 19 UStG beantragt hast, kannst du in den Rechnungen für deine Kunden keine Umsatzsteuer mehr ausweisen. Außerdem darfst du für Rechnungen, die du an andere Unternehmen zahlen musstest, keine Erstattung der Vorsteuer beantragen.
Eine Umsatzsteuer-ID oder sonstige Umsatzsteuernummer brauchst du selbstverständlich nicht.

Wer gilt als Kleinunternehmer?

Gemäß § 19 I Satz 2 UStG dürfen Gewerbetreibende die Kleinunternehmerbesteuerung wählen, sofern ihr Umsatz

  • im vorangegangenen Kalenderjahr 17.500 Euro nicht überstiegen hat und
  • im laufenden Kalenderjahr 50.000 Euro voraussichtlich nicht übersteigen wird.

Diese beiden Voraussetzungen sind dabei kumulativ, das heißt, sie müssen beide gleichzeitig erfüllt sein, um den Status als Kleinunternehmer und damit die entsprechende Regelung in Anspruch nehmen zu dürfen.

Wie wird die Umsatzsteuergrenze ermittelt?

Die Ermittlung der beiden Umsatzsteuergrenzen nach § 19 I Satz 2 UStG geschieht nach bestimmten Regeln.
Die Umsatzgrenzen werden auf Grundlage der sogenannten Ist-Besteuerung berechnet. So kann es durchaus vorkommen, dass du im ersten Jahr zwar mehr als 17.500 Euro Umsatz gemacht hast, aber im darauffolgenden Jahr wieder die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen kannst. Voraussetzung dafür ist, dass du deinen Umsatz bislang nach vereinbarten Entgelten versteuert hast.
Hier ein Rechenbeispiel, um die Fallkonstellation zu veranschaulichen:

Im Jahr 2018 hast du mit deinem Unternehmen einen Umsatz von 25.000 Euro zzgl. weiterer 4.750 Euro gemacht. Die Besteuerung dieses Umsatzes ist nach auf der Basis von vereinbarten Entgelten erfolgt, also der Sollbesteuerung. Dementsprechend ist die Umsatzsteuer bereits bei der Ausführung der Umsätze fällig. 10.000 Euro ebendieser Umsätze wurden dir jedoch erst im Jahre 2019 ausgezahlt. Folglich liegt der Gesamtumsatz für 2018 im Sinne des § 19 UStG nur bei 10.000 Euro zzgl. 1.900 Euro Umsatzsteuer. Damit bleibst du unter der Umsatzsteuergrenze von 17.500 Euro und kannst für 2019 die Kleinunternehmerregelung beantragen. Voraussetzung dafür ist dann lediglich, dass dein Umsatz für 2018 die Grenze von 50.000 Euro nicht überschreitet.

6 Fehler, die du als Kleinunternehmer unbedingt vermeiden solltest

1. Die Kleinunternehmerregelung beanspruchen, obwohl sie unvorteilhaft ist

Aufgrund der Tatsache, dass du als Kleinunternehmer keine Mehrwertsteuer berechnest, kannst du deinen Kunden auch niedrigere Preise bieten. Statt auf günstigere Konditionen für die Kundschaft zu setzen, kannst du selbstverständlich auch die Preise beibehalten und höhere Gewinne einstreichen, da du keine Umsatzsteuer abführen musst.
Wer sein Geld mit privaten Kunden oder anderen Kleinunternehmern verdient, für den ist besagte Regelung durchaus vorteilhaft. Sobald du aber vor allem mit umsatzsteuerpflichtigen Geschäftskunden zu tun hast, sieht das Ganze anders aus. Diese müssen nämlich stets auf den Nettopreis achten, wird ihnen die Umsatzsteuer doch vom Finanzamt im Zuge des Vorsteuerabzugs erstattet. Somit fallen Preise, die denen der mehrwertsteuerberechnenden Konkurrenz entsprechen, höchstwahrscheinlich sogar negativ für dich aus.

2. Die Befreiung von der Umsatzsteuer nicht auf Rechnungen aufführen

Falls du als Kleinunternehmer regelmäßig Rechnungen ausstellst, musst du unbedingt die Vorschriften des § 14 Abs. 4 UStG beachten. Danach hast du auf der Rechnung bestimmte Pflichtangaben zu machen. Ausgenommen ist lediglich der Ausweis der Umsatzsteuer, schließlich bist du zu deren Zahlung gemäß des §19 UStG nicht verpflichtet.
Dennoch solltest du gerade darauf hinweisen, dass du keine Umsatzsteuer entrichtest. Vergisst du sie nämlich, sind oftmals Zahlungsverzögerungen die Folge, da der Empfänger der Rechnungen beanstanden kann, dass du die Umsatzsteuer nicht ausgewiesen hast. Zwar kannst du diesen Fehler mit einer Rechnungskorrektur aus der Welt schaffen, einfacher ist es jedoch, von vorneherein alles richtig zu machen, beispielsweise mit einem solchen Zusatz:

Aufgrund der Anwendung der Kleinunternehmerregelung im Sinne des §19 UStG wird die Umsatzsteuer nicht ausgewiesen

3.Die Mehrwertsteuer auf Rechnungen ausweisen

Ebenso wie die Umsatzsteuer solltest du als Kleinunternehmer auch die Mehrwertsteuer auf Rechnungen nicht ausweisen. Bist du von der Umsatzsteuer befreit und berechnest deinen Kunden dennoch sieben oder gar neunzehn Prozent Mehrwertsteuer, riskierst du nicht nur großen bürokratischen Aufwand, sondern auch beträchtliche Nachzahlungen. Weist du die Mehrwertsteuer ohne Berechtigung aus, bist du gemäß § 14c Abs. 2 UStG zu einer Abführung des jeweiligen Steuerbetrags an das Finanzamt verpflichtet.
Außerdem musst du den Rechnungsempfänger über deinen Fehler informieren und eine Korrektur beim Finanzamt erbitten. Das bedeutet nicht nur Aufwand, sondern einen Schaden deiner Seriosität aus Sicht des Kunden.

4. Den Umsatz falsch schätzen

Als Existenzgründer hast du für das erste Geschäftsjahr nur wenige Anhaltspunkte, auf deren Grundlage du deinen Umsatz voraussagen kannst. So ist es nicht abwegig, dass du mit deiner Schätzung letztendlich ein wenig daneben liegst. Brisant wird diese Angelegenheit, wenn du einen Umsatz geschätzt hast, der sich unter der Grenze für die Kleinunternehmerregelung befindet, dann aber mehr als 17.500 Euro einnimmst. In einem solchen Falle musst du dem Finanzamt nachweisen, dass mit dem zusätzlichen Umsatz tatsächlich nicht zu rechnen war. Auf diese Weise bleibt dir der Status als Kleinunternehmer für das laufende Jahr bewahrt, im darauffolgenden jedoch ist er umsatzsteuerpflichtig, egal, wie hoch er ausfällt. Wichtig beim Nachweis für das Finanzamt ist die Glaubwürdigkeit deines Vortrags. Hast du deinen Umsatz absichtlich zu niedrig geschätzt, gilt die Umsatzsteuerpflicht rückwirkend, sodass du ausstehende Steuern nachzahlen musst.

5. Den Übergang in die Regelbesteuerung übersehen

Sobald du den Status als Kleinunternehmer verlierst, wirst du auch umsatzsteuerpflichtig. Auf diesen Wechsel musst du jedoch selbst achten, denn das Finanzamt weist dich nicht darauf hin. Überprüfe daher stets gegen Jahresende, wie es um die Höhe deines Umsatzes steht und ob du die Kleinunternehmerregelung noch beanspruchen kannst. Solltest du nämlich in den Bereich eines regulären Unternehmers gelangen, aber weiterhin keine Mehrwertsteuer auf deinen Rechnungen ausweisen, zieht das kostspielige Konsequenzen nach sich. Dann schuldest du dem Finanzamt die Umsatzsteuer, ganz egal, ob du sie auf deinen Rechnungen nicht verlangt hast.
Sollte dir dieser Fehler unterlaufen, ist Schadensbegrenzung angesagt. Weise deine Kunden darauf hin und korrigiere deine Rechnungen. Möglicherweise werden dir jene Kunden den Differenzbetrag überweisen, die umsatzsteuerpflichtig sind, schließlich können sie diesen Betrag von der Steuer absetzen können.
Gegenüber Privatkunden und Kleinunternehmen wirkt sich der Fehler jedoch dramatischer aus. Achte darum stets darauf, ob du noch als Kleinunternehmer giltst und die damit verbundenen Privilegien in Anspruch nehmen kannst.

6. Die Kleinunternehmerregelung für mehrere Unternehmen beanspruchen

Die Kleinunternehmerregelung ist stets an eine Person gebunden, nicht an ein Unternehmen. Solltest du also beispielsweise als Friseur 10.000 Euro jährlich als Umsatz verzeichnen und gleichzeitig als Nachhilfelehrer ebenfalls 10.000 Euro einnehmen, so liegst du mit beiden Tätigkeiten unter der Umsatzgrenze für die Kleinunternehmerregelung. In der Summe überschreitest du sie jedoch und musst die Steuer ausweisen.
Für die Regelung der Personenbindung gilt eine einzige Ausnahme. Bist du neben deiner Tätigkeit als Kleinunternehmer außerdem Teil einer GbR, ist diese in ihrer Gesamtheit für den Kleinunternehmerstatus entscheidend, nicht jeder einzelne Gesellschafter. Somit kannst du neben deinem Friseurbetrieb theoretisch Mitglied beliebig vieler GbR sein und die Kleinunternehmerregelung beanspruchen, solange du unter der Umsatzgrenze bleibst.

Fazit

Die Steuerzahlung als Kleinunternehmer ist einfacher als gedacht, vor allem dann, wenn du auf die Tipps unter https://gewerbeanmeldung.com baust.

  • Als Kleinunternehmer darfst du weder die Umsatz- noch die Mehrwertsteuer ausweisen
  • Eine Erstattung der Vorsteuer ist nicht möglich
  • Die Umsatzgrenze für Kleinunternehmer liegt bei 22.000 Euro für das erste und bei 50.000 Euro für das zweite Jahr

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Das offizielle Formular zur Gewerbeabmeldung richtig ausfüllen

Gewerbe abmelden 

Aus verschiedenen Gründen müssen Unternehmer ihr Gewerbe abmelden. Hier findest du alle wichtigen Informationen sowie Tipps zur korrekten Gewerbe Abmeldung:

Warum wird ein Gewerbe abgemeldet?

Wer seine gewerbliche Tätigkeit aufgeben möchte, muss sein Gewerbe offiziell abmelden. Dazu ist jeder Gewerbetreibende nach § 14 Absatz 3 Gewerbeordnung verpflichtet. Dabei spielt es keine Rolle, ob du die Abmeldung für ein Kleingewerbe oder ein Vollgewerbe durchführst.

Die Gründe für eine Gewerbeabmeldung sind vielfältig. Nicht immer erfolgt die Abmeldung auf Wunsch des Unternehmers. Manchmal wird er aufgrund von Schwierigkeiten zu diesem Schritt gezwungen.

Mögliche Gründe für eine Gewerbe Abmeldung:

  • Wirtschaftliche Gründe: Die Firma hat finanzielle Schwierigkeiten oder rentiert sich nicht bzw. nicht mehr. Im schlimmsten Fall muss der Gewerbetreibende in Insolvenz gehen, weil er zahlungsunfähig ist.
  • Gesundheitliche Gründe: Eine schwere Erkrankung macht es vielen Unternehmern unmöglich, das Gewerbe aufrechtzuerhalten. Kann der Gewerbeinhaber die Tätigkeit nicht mehr ausüben oder fällt er für längere Zeit bzw. immer wieder aus, ist die Firma oft nicht mehr zu retten. Auch das Alter sowie der Tod des Gewerbetreibenden sind Gründe für eine Gewerbe Abmeldung.
  • Persönliche Gründe: Möglicherweise war der Schritt in die Selbstständigkeit doch nicht die richtige Entscheidung. Man hat sich das Leben als Unternehmer einfacher vorgestellt. Die gewerbliche Tätigkeit lässt sich nicht mit den persönlichen Bedürfnissen des Gewerbetreibenden vereinbaren.

In den folgenden Fällen musst du dein Gewerbe verpflichtend abmelden:

  • Du verlegst den Sitz deiner Firma in eine andere Gemeinde.
  • Du wechselst die Rechtsform deines Betriebs.
  • Du verkaufst oder verpachtest dein Unternehmen.
  • Du möchtest nicht mehr gewerblich tätig sein.

Egal, aus welchen Gründen du über eine Gewerbeabmeldung nachdenkst, es gibt einiges zu beachten. Je nach Region gelten andere Auflagen. In manchen Gewerbemeldestellen musst du persönlich erscheinen, damit die Abmeldung offiziell ist. In anderen Regionen kann der komplette Abmelde-Vorgang online durchgeführt werden.

Mach es dir einfach und lasse dich bei der Gewerbe Abmeldung von Dienstleistern wie Gewerbeanmeldung.com unterstützen. Die Profis in Sachen Selbständigkeit wissen genau, wie du dein Gewerbe einfach, rasch und ordnungsgemäß abmelden kannst. Alle Unterlagen werden für dich vorbereitet und dir per Post zugeschickt. Du musst nur noch unterschreiben. Ein paar Klicks und schon geht es los.

Das brauchst du für eine korrekte Gewerbeabmeldung

Um dein Gewerbe abzumelden, musst du das Formular zur Gewerbeabmeldung wahrheitsgemäß und vollständig ausfüllen. Auf die geforderten Angaben und eventuelle Stolpersteine werden wir weiter unten in diesem Ratgeberartikel näher eingehen.

Außerdem musst du bei einer Gewerbeabmeldung folgende Dokumente und Unterlagen vorlegen:

  • gültiger Identitätsnachweis (Personalausweis oder Reisepass)
  • aktuelle Meldebestätigung
  • Gewerbeschein
  • Registerauszug, falls dein Gewerbe im Handels-, Genossenschafts- oder Vereinsregister eingetragen ist
  • eventuell weitere Unterlagen, Zertifikate, Erlaubnisse und Bestätigungen

Je nach Region, in der dein Unternehmen liegt, können unterschiedliche Bestimmungen gelten. Deshalb ist es nicht möglich, hier eine deutschlandweit einheitliche gültige Regelung anzuführen. Am besten erkundigst du dich im Gewerbeamt oder auf www.gewerbeanmeldung.com, welche Unterlagen für die Gewerbeabmeldung erforderlich sind.

Gewerbeabmeldung korrekt ausfüllen

Grundvoraussetzung dafür, dass du dein Gewerbe abmelden kannst, ist die Gewerbeabmeldung nach § 14 und § 55 c Gewerbeordnung. Du erhältst das Formular in jeder Gewerbemeldestelle oder auch online zum Download.

In dem Formular geht es um die gewerbliche Tätigkeit, die du abmelden möchtest. Experten wie Gewerbeanmeldung.com raten dazu, den betreffenden Gewerbeschein griffbereit zu halten, wenn das Formular ausgefüllt wird. Hier findest du schon viele grundlegende Daten.

Diese Angaben sind in das Formular zur Gewerbeabmeldung einzutragen:

  • Angaben zum Betriebsinhaber
  • Persönliche Daten des Betriebsinhabers
  • Betriebliche Angaben
  • Tätigkeiten, die du abmelden möchtest
  • Gründe für die Gewerbeanmeldung und für die Betriebsauflösung

Angaben zum Betriebsinhaber

Dieser Teil des Formulars beschäftigt sich mit dem Betriebsinhaber. Wer ist der Inhaber des Betriebs? Welche Rechtsform hat das Unternehmen? Wie lautet der Name des Betriebs?

Am besten übernimmst du die Daten aus dem Handels-, Genossenschafts- oder Vereinsregister bzw. im Stiftungsverzeichnis. Hast du ein Kleingewerbe angemeldet, sind die Daten aus dem Gewerbeschein hilfreich.

Persönliche Daten des Betriebsinhabers

Im Anschluss gibst du deine persönlichen Daten bekannt:

  • Name
  • Vornamen
  • Geschlecht laut Geburtsurkunde
  • Geburtsname, falls dieser vom jetzigen Namen abweicht
  • Geburtsdaten (Datum, Ort und Land)
  • Staatsangehörigkeit(en)

Angaben zum Betrieb

In diesem Abschnitt werden folgende Angaben zum Betrieb abgefragt:

  • Daten der geschäftsführenden Gesellschafter bzw. gesetzlichen Vertreter
  • Anschriften und Kontaktdaten der Betriebsstätten
  • Ausübung der Tätigkeit im Voll- oder Nebengewerbe
  • Datum der Betriebsaufgabe
  • Art des abgemeldeten Betriebs
  • Zahl der Mitarbeiter bei Geschäftsaufgabe bzw. -übergabe
  • Name des künftigen Gewerbetreibenden oder künftiger Firmenname

Tätigkeiten, die du abmelden möchtest

Besonders viel Platz auf dem Formular wurde für die Tätigkeiten, die du abmelden möchtest, freigehalten. Die Angaben müssen möglichst genau sein, damit die Abmeldung korrekt durchgeführt werden kann.

Gib hier alle Tätigkeiten an, die nun mit dem Gewerbe abgemeldet werden sollen. Achte darauf, dass du die Tätigkeiten vollständig anführst. Vergisst du eine Tätigkeit, bleibt die erteilte Gewerbeberechtigung bestehen. Die Abmeldung kann also nicht in vollem Umfang abgewickelt werden und auch die Kosten, die in diesem Fall weiterhin entstehen, müssen vom Gewerbeinhaber bezahlt werden.

Gründe für Gewerbeanmeldung und Betriebsauflösung

Die Gewerbebehörde möchte wissen, warum du dein Gewerbe abmeldest und den Betrieb aufgibst. Führe an, welche Gründe für deine Entscheidung ausschlaggebend waren.

Abmeldeformular einreichen

Hast du alle Daten angegeben, ist noch das aktuelle Datum einzusetzen und das Formular handschriftlich zu unterschreiben. Du kannst das Formular mit den benötigten Unterlagen persönlich, per Post bzw. Fax oder auch elektronisch einreichen.

Im Falle einer persönlichen Gewerbe Abmeldung bringst du alle Unterlagen in das Gewerbeamt der Firmensitz-Gemeinde. Nach der Überprüfung deiner Angaben erhältst du eine Abmeldebescheinigung. Damit ist dein Gewerbe rechtsgültig und unwiderruflich abgemeldet und du bist von allen Pflichten eines Gewerbeinhabers befreit.

Übermittelst du die Unterlagen per Post sind Kopien beizulegen, während bei der elektronischen Abmeldung die Dokumente digital anzuhängen sind. Die Bearbeitung des Formulars dauert einige Tage. Danach wird dir die Abmeldebescheinigung per Post zugestellt.

Beachte: Die meisten Gewerbemeldestellen bieten die Gewerbe Abmeldung kostenlos an. In einigen Regionen wird für den Verwaltungsakt eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von ca. 20 bis 25 Euro eingehoben.

Gut zu wissen: Meldest du dein Gewerbe nicht unverzüglich ab, wie es das Gesetz vorsieht, ist das eine Ordnungswidrigkeit, die Bußgelder zur Folge haben kann. Lass dich am besten von Dienstleistern wie Gewerbeanmeldung.com bei der Gewerbe Abmeldung unterstützen. Mit den Profis an der Seite funktioniert die Abmeldung rasch, korrekt und einfach. Spare dir Zeit, Geld und Nerven und überlasse das Gewerbe abmelden den Experten.

Fazit

Die Gewerbeordnung hat in § 14 geregelt, wann ein Gewerbe offiziell abgemeldet werden muss. Der Gewerbetreibende hat in diesen Fällen die Abmeldung unverzüglich durchzuführen. Obwohl es in Deutschland keine einheitliche Regelung zum Gewerbe abmelden gibt, ist in jedem Fall das Formular zur Gewerbe Abmeldung auszufüllen.

Daneben sind Unterlagen und Dokumente wie ein gültiger Identitätsnachweis, eine aktuelle Meldebescheinigung und der betreffende Gewerbeschein erforderlich. Je nach Gewerbeart und Region können weitere Unterlagen zur Abmeldung gefordert werden.

Mit dem Einreichen und Bestätigen des Formulars, wird die gewerbliche Tätigkeit ordnungsgemäß abgemeldet. Die Bescheinigung, die von der Gewerbemeldestelle abgestempelt und unterschrieben wird, gilt als Abmeldebestätigung und kann bei weiteren Behörden und Ämtern vorgelegt werden.

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