Was zahlt man an Steuern im Kleingewerbe?

Was zahlt man an Steuern im Kleingewerbe

Welche Steuern fallen für ein Kleingewerbe typischerweise an?

Du betreibst ein Kleinunternehmen und fragst dich nun, welche Steuern du dafür zu entrichten hast? Dann solltest du unbedingt diesen Artikel lesen!

Allgemeines zur Einkommenssteuer für Kleingewerbe

Du unterhältst zu deinem Vollzeitjob noch ein Kleingewerbe? Dann gibt es eine gute Nachricht: Du musst nur eine einzige Einkommenssteuer zahlen. Bei der Lohnsteuer, die der Arbeitgeber deines Vollzeitjobs Monat für Monat für dich an das Finanzamt entrichtet, handelt es sich um eine Vorauszahlung auf die Einkommenssteuer des gesamten Jahres.

Das Finanzamt rechnet dann deine Einkünfte als Arbeitnehmer mit jenen aus deinem Gewerbe zusammen. Dazu kommen noch etwaige Einkünfte aus einer Tätigkeit als Freiberufler oder Kapitalanlagen, Vermietungen, Renten etc. Die Summe aus all diesen Einkünften, das Gesamteinkommen, wird schließlich versteuert.

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Beeinflussende Faktoren

Durch ein Kleingewerbe im Nebenberuf, also als Ergänzung zu deinem Vollzeitjob, steigt natürlich auch das Einkommen, dass du versteuern musst. Dementsprechend musst du im darauffolgenden Jahr Steuern nachzahlen.
Verluste in deinem Kleingewerbe lassen die Einkommenssteuer hingegen sinken.

Bisweilen kannst du sogar Steuerrückzahlungen erhalten.
Die Steuerpflicht von Gewerbetreibenden ist in § 15 EStG geregelt.
Damit das Finanzamt deine Einnahmen versteuern kann, benötigst du eine Steuernummer für die Zuordnung. Falls du zuvor schon ein zu versteuerndes Einkommen angemeldet hattest, benötigst du für dein Kleingewerbe keine neue Steuernummer.

Die Umsatzsteuer für Kleingewerbe – Kleingewerbe Steuerfreibetrag

Unabhängig davon, ob du deine Tätigkeit als Kleingewerbetreibender haupt- oder nebenberuflich ausübst, kannst du die Vorteile einer Umsatzsteuerbefreiung in Anspruch nehmen. Voraussetzung dafür ist, dass dein jährlicher Umsatz 17.500 Euro nicht überschreitet.

Dabei handelt es sich um den Steuerfreibetrag, in dessen Zuge der Umsatz für das kommende Jahr dann sogar über 50.000 Euro liegen kann. Unter dieser Befreiung versteht man die Kleinunternehmerregelung, die den gesetzlichen Regelfall darstellt. Als Freibetrag für die Einkommenssteuer wurden für 2019 24.500 Euro angesetzt.

Als Kleinunternehmer kannst du dich jedoch auch gegenüber dem Finanzamt dazu entscheiden, auf diese Befreiung zu verzichten. Dazu musst du lediglich eine Umsatzsteuervoranmeldung einreichen, die dich dann für fünf Jahre an den Verzicht auf die Kleinunternehmerregelung bindet.

Vorsicht: Für das Finanzamt besteht keine Aufklärungspflicht hinsichtlich der Kleinunternehmerregelung. Solltest du also das vorgesehene Formular ausgefüllt haben und es versehentlich einreichen, verzichtest du damit fünf Jahre auf die Befreiung von der Umsatzsteuer.

In diesem Fall musst du auf deine Einnahmen 19 Prozent Umsatzsteuer abführen, unabhängig davon, ob du eine Rechnung schreibst oder nicht. Im Gegenzug kannst du diese Umsatzsteuer dafür auch bei der Verrechnung von Käufen gegenüber dem Finanzamt geltend machen.

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Dafür musst du jedoch Rechnungen vorlegen. Daraufhin erstattet dir das Finanzamt die Umsatzsteuer als Betriebseinnahme zurück. Die Umsatzsteuer, die du hingegen an das Finanzamt zahlst, wird als Betriebsausgabe für die Gewinnermittlung erfasst.

Für die genaue Ermittlung der Einkommenssteuer, die du letztendlich zu zahlen hast, ist die Gewinnermittlung ausschlaggebend.

Die Einkommensteuer beim Kleinunternehmer – Kleingewerbe Steuererklärung

Egal, ob du als Kleinunternehmer von der Umsatzsteuer befreit bist oder nicht – du musst für deine Steuererklärung sowohl eine Gewerbesteuererklärung als auch eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) sowie eine Umsatzsteuerjahreserklärung einreichen.

Für die Erklärung gibt es zwei Steuerformulare, einerseits die Anlage S für Selbstständige und Freiberufler und andererseits die Anlage G für Gewerbetreibende.

Vergiss nie, deinen Status als Kleinunternehmer auf dem Formular anzugeben! Solltest du dies nämlich versäumen, ist das Finanzamt nicht dazu verpflichtet, dich auf diesen Fehler hinzuweisen oder ihn gar selbst zu korrigieren.

Die Anlage EÜR

Mit der Anlage EÜR wird der Jahresüberschuss für die Einkommensteuer festgestellt. Dazu vergleicht man sämtliche Einnahmen mit den betriebsrelevanten Ausgaben, also alles, was durch Quittungen belegbar ist.

Im Jahre 2018 wurde eingeführt, dass relevante Dokumente und Belege nur dann beim Finanzamt eingereicht werden müssen, wenn dieses speziell anfragt. Die Wahrscheinlichkeit einer solchen Anfrage ist jedoch sehr hoch, sodass du im besten Fall die folgenden Belege stets griffbereit haben solltest:

  • Bescheide der Bundesagentur für Arbeit (sofern vorhanden)
  • Kirchensteuerbescheide
  • Krankenversicherungsbescheide
  • Nachweise über Sonderausgaben

Gemäß § 147 AO (Abgabenordnung) müssen sämtliche Bescheinigungen über Einnahmen und Ausgaben sowie die dazugehörenden Verträge für zehn Jahre aufbewahrt werden. Diese Frist gilt außerdem für Jahresabschlüsse, Steuererklärungen und Steuerbescheide.
Der schriftliche Geschäftsverkehr muss hingegen nur sechs Jahre lang verwahrt werden.

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Unter den Oberbegriff der betriebsrelevanten Ausgaben fallen auch die buchhalterischen Ausgaben, das heißt Abschreibungen auf Computer, Fahrzeuge für den beruflichen Einsatz oder Mobiliar.

An dieser Stelle gilt es für dich allerdings eine Besonderheit zu beachten. Anschaffungen, deren Wert 410 Euro übersteigt, müssen über mehrere Jahre hinweg abgeschrieben werden. Liegt ihr Wert hingegen zwar über 410 Euro, gleichzeitig jedoch noch unter 1.000 Euro, kannst du sie als Sammelposten anmelden und innerhalb von fünf Jahren abschreiben lassen.

Quartalsmäßige Steuervorauszahlungen

Gemäß § 37 EStG kann das Finanzamt auch von Kleingewerbetreibenden Vorauszahlungen der Einkommensteuer verlangen. Im Gegensatz zur Lohnsteuer für Arbeitnehmer sind diese Vorauszahlungen aber vierteljährlich fällig.

Als Stichtage gelten dabei der 10. März, 10. Juni, 10. September und 10. Dezember des jeweils laufenden Jahres. Eines gilt es dabei allerdings zu beachten: Sofern für deine Einnahmen aus dem Kleingewerbe im Nebenberuf weniger als 400 Euro Einkommenssteuer pro Jahr fällig wären, sind keinerlei Vorauszahlungen erforderlich.

Spezielle Vorschriften für Kleingewerbetreibende

Grundsätzlich unterliegen Gewerbetreibende den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB). Kleinunternehmer sind von dieser Regelung jedoch ausgenommen. Zudem finden die Vorschriften des Handelsgesetzbuches zur Buchführung auf sie keine Anwendung. So musst du weder Inventur noch Bilanzen erstellen.

Doch auch diese vereinfachte Buchführung kann ihre Tücken haben, schließlich gibt es noch einige erweiterte Vorschriften:

Darlehen: Solltest du ein Darlehen aufgenommen haben, bedeutet das keineswegs eine Schmälerung deines Gewinns. Aus diesem Grunde werden Tilgungsraten auch nicht als Betriebsausgaben gewertet. Dafür kannst du aber den mit den Raten verbundenen Zinsanteil als Gewinnminderung anzeigen.

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häusliches Arbeitszimmer: Auch die Nutzung eines häuslichen Arbeitszimmers lässt sich von der Steuer absetzen. Es muss sich dabei um einen geschlossenen Raum handeln, der ausschließlich der gewerblichen Nutzung dient. Für die Berechnung der Betriebsausgaben betrachtest du den Flächenanteil des Arbeitszimmers an der gesamten Wohnung und wendest diesen auf die Miete an.

Kleingewerbe Steuern Beispiel – Kleingewerbe Steuern Rechner

Wenn du als Kleinunternehmer einen Gewinn von 48.000 Euro gemacht hast, liegt der Steuersatz dafür bei 19 Prozent, was Steuern in Höhe von 11.895 Euro ergibt. Hinzu kommt der volle Satz für den Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent, also 654,23 Euro.

Ein weiterer Zuschlag besteht in der Kirchensteuer, die in Baden-Württemberg und Bayern acht, in den restlichen Bundesländern neun Prozent beträgt. Somit macht die Kirchensteuer 1.070,55 Euro bzw. 951,60 Euro aus.
Dies ergibt im Gesamtergebnis Steuern in Höhe von 13.619,78 Euro (Baden-Württemberg, Bayern) bzw. 13.500,83 Euro (sonstige Bundesländer).

Fazit

Die Berechnung der Steuern für dein Kleingewerbe ist keineswegs einfach und auch die genaue Erklärung bietet viele Stolpersteine.

  • Der Status als Kleingewerbe eröffnet dir zwar einige Vorteile bei der Steuererklärung, unterliegt jedoch auch bestimmten Sondervorschriften, die Vorsicht erfordern
  • Das Finanzamt übernimmt deine Fehler die du einreichst! Achte also darauf, perfekte Zahlen abzuliefern
  • Kleinunternehmern wird ein Steuerfreibetrag zugestanden, den du aber nicht in Anspruch nehmen musst.
  • Unter Umständen musst du steuerliche Vorauszahlungen leisten. Beachte dabei unbedingt die angesetzten Fristen
  • In manchen Bundesländern fallen die Steuern aufgrund eines höheren Kirchensteuersatzes kostspieliger aus.

Dank dieses Artikels hast du das nötige Rüstzeug.

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Kleingewerbe – Eigenen Gewerbebetrieb gründen

Gewerbebetrieb gründen

Handelt es sich bei einem Kleingewerbe um einen Gewerbebetrieb?

Wenn du ein Unternehmen gründest, beabsichtigst du wohl kaum, zu Beginn den großen Konzernen Konkurrenz zu machen. Erstmal möchtest du sicher klein anfangen, um dann durch stetiges Wachstum aufzusteigen, bis du vielleicht eines Tages in der Liga der ganz Großen mitspielst.

Wie aber nennst du die Ausgangsform, die es dir erlaubt, auf große Investitionen mit hohem Risiko zu verzichten? Handelt es sich dabei um ein Kleingewerbe oder ein Kleinunternehmen? Und gibt es Unterschiede zwischen den beiden?

Was versteht man unter einem Kleingewerbe?

Eine genaue Definition des Kleingewerbes bietet das Gesetz leider nicht, lediglich ein Ausschlusskriterium ist in § 1 Absatz 2 HGB zu finden. Demnach sind Unternehmer im Sinne des Handelsgesetzbuches Kleingewerbetreibende, wenn ihr Betrieb aufgrund seines Umfangs einen kaufmännischen Geschäftsbetrieb nicht erfordert.

Ein Kleingewerbe stellt somit ein normales Unternehmen dar, dass zwar am gewöhnlichen Wirtschaftsbetrieb teilnimmt und dabei gewerbliche Tätigkeiten betreibt, wegen seiner Form und des geringen Ertrags bedarf es jedoch nicht des kaufmännischen Geschäftsbetriebs.

So müssen Kleingewerbetreibende ihr Unternehmen nicht im Handelsregister eintragen lassen und sich auch nicht an die Vorschriften des Handelsgesetzbuches halten.

Wer darf ein Kleingewerbe gründen?

Ausschließlich natürliche Personen können ein Kleingewerbe ins Leben rufen. Als Unternehmensform kommt zudem nur die GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) infrage. Alle anderen Rechtsformen betreffen nämlich Kaufleute, die den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unterliegen. Sie müssen beispielsweise bestimmte Auflagen hinsichtlich ihrer Buchführung, Handelsrechte und Unternehmensrecht erfüllen.

Kleingewerbetreibende hingegen sind von diesen Vorschriften nicht betroffen, sondern müssen nur das BGB sowie das Steuerrecht beachten.
Möchtest du dich in einem Handwerk selbstständig machen, musst du für die Gewerbeanmeldung eine Handelskarte vorweisen können. Du kannst sie dir von der Handwerkskammer ausstellen lassen, wenn für dein Handwerk eine Zulassungspflicht besteht.

Freiberufler, also jene Personen, die selbständig wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Berufe ausüben, gelten nicht als Gewerbetreibende.

Zwar können sie sich die Kleinunternehmerregelung zunutze machen, wenn ihr jährlicher Umsatz 17.500 Euro nicht übersteigt, sie betreiben jedoch niemals ein Kleingewerbe. Im Hinblick auf die Buchführung sind sie ohnehin von dieser Verpflichtung befreit. Unabhängig von der Höhe ihres Umsatzes müssen sie lediglich eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung vorlegen.

Warum gründet man ein Kleingewerbe?

Die Gründung eines Kleingewerbes bietet sich in erster Linie dann an, wenn du nur wenig Startkapital zur Verfügung hast und planst, nur betriebliche Tätigkeiten in geringem Maße auszuüben. Sofern du beispielsweise als Angestellter, Student oder Rentner Nebeneinkünfte erzielen willst, bietet sich die Gründung eines Kleingewerbes an.

Auch im Rahmen einer Testphase deiner Geschäftsideen eröffnet das Kleingewerbe einen weitgehend risikofreien Spielraum, innerhalb dessen du erste Tätigkeiten aufnehmen kannst, bevor der Betrieb zu einer kaufmännischen Unternehmensform ausgeweitet wird.

Nicht selten entsteht ein Kleingewerbe auch aus Gelegenheitsdienstleistungen, die du als Privatperson sporadisch erbringst. Werden diese unregelmäßigen Leistungen zur Routine, musst du die Nebentätigkeit als Kleingewerbe anmelden.

Die Bedeutung eines Kleingewerbes in der Praxis

Der Status als Kleingewerbetreibender bringt rechtliche Konsequenzen mit sich. So besteht für dich keine Buchführungspflicht und auch steuerliche Vereinfachungen kommen dir zugute.

  • Als Kleingewerbetreibender bist du zwar Unternehmer, aber kein Kaufmann. Folglich bist du nicht gesetzlich zur Buchführung verpflichtet.
  • Im Rahmen deiner Steuererklärung ist es ausreichend, deinen erzielten Gewinn in Form einer Einnahmen-Überschuss-Rechnung anzugeben. Eine Bilanzrechnung musst du nicht präsentieren.
  • Was die Umsatzsteuererklärung angeht, kannst du dich für die sogenannte Ist-Besteuerung entscheiden. Demnach musst du lediglich jene Rechnungen zu versteuern, die du bereits tatsächlich abgeschlossen hast. Eine Soll-Besteuerung würde bedeuten, dass du dem Finanzamt auch noch nicht vereinnahmte Rechnungen angeben musst.

Wie kannst du den Status als Kleingewerbetreibender verlieren?

Wenn die Erträge aus deinem Betrieb die jährliche Umsatzgrenze von 600.000 Euro bzw. die Gewinngrenze von 60.000 Euro übersteigt, kommst du in den Bereich der Buchführungspflicht.

Außerdem verlierst du damit die Begünstigungen, die einem Kleingewerbe zuteilwerden. Darüber hinaus bedeutet die Änderung der ursprünglichen Rechtsform, beispielsweise zu einer GmbH, zur Änderung des Status. Sämtliche Kapitalgesellschaften können keine Kleingewerbe sein.

Worin unterscheiden sich Kleingewerbe und Kleinunternehmen?

So ähnlich diese beiden Begriffe auch klingen mögen, synonym kannst du sie nicht gebrauchen. Der Status als Kleingewerbe betrifft in erster Linie die Buchführungspflicht, während das Kleinunternehmen für das Steuerrecht bedeutsam ist.

So ist von einem Kleinunternehmen nur im steuerlichen Kontext die Rede. Solltest du nur ein geringes Startkapital zur Verfügung haben und außerdem eher niedrige Umsätze erwarten, möchtest du dir wohl kaum regelmäßige Umsatzsteuererklärungen geschweige denn eine horrende Umsatzsteuer aufhalsen.

Aus diesem Grunde können Kleinunternehmer von der Kleinunternehmerregelung profitieren. Sie erlaubt es dir, dich von der Umsatzsteuerpflicht befreien zu lassen, solange dein jährlicher Umsatz 17.500 Euro nicht übersteigt.

Somit entsprechen sich Netto- und Brutto-Betrag auf deinen Rechnungen. Die Umsatzsteuererklärung musst du mit diesem Status nur einmal pro Jahr einreichen, Umsatzsteuervoranmeldungen sogar überhaupt nicht.

Lohnt sich der Status als Kleinunternehmer?

So vorteilhaft die Kleinunternehmerregelung in der Theorie auch sein mag, immer wieder verzichten Gewerbetreibende in der Praxis auf die damit verbundenen Privilegien.

Die Gründe dafür sind vielfältig. Manche Unternehmer befürchten, durch die Bezeichnung als Kleinunternehmer nicht ernst genommen zu werden, da sie suggerieren könnten, größeren Mitbewerbern gegenüber unterlegen zu sein.
Des Weiteren wollen sie bisweilen die Vorsteuer aus Anfangsinvestitionen geltend machen. Da diese für Kleinunternehmer jedoch gar nicht anfällt, ist dieser Trick nur möglich, wenn du auf die Kleinunternehmerregelung verzichtest.

Auch die Umsatzgrenze für die darauffolgenden Jahre bewegt so manchen Unternehmer dazu, die Sonderregelung von vorneherein nicht in Anspruch zu nehmen. Wenn du von Anfang an planst, mit deinem Unternehmen zu expandieren, kann der Status als Kleinunternehmen in dieser Hinsicht hinderlich sein.

Auch lästige Diskussionen über Preiserhöhungen durch den Ausweis der Umsatzsteuer mit deinen Kunden kannst du so aus dem Weg gehen.
Solltest du dich dafür entscheiden, die Kleinunternehmerregelung nicht in Anspruch zu nehmen, gilt diese Verpflichtung für fünf Jahre.

Der Gesetzgeber versucht damit, ein Taktieren mit der Vorsteuer von Jahr zu Jahr zu verhindern. Unternehmer soll damit die Möglichkeit genommen werden, nach Belieben zwischen der Kleinunternehmer-Regelung und Regelbesteuerung zu wechseln, je nachdem, welche Variante steuertechnisch am günstigsten ausfallen würde.

Fazit

  • Ein Kleingewerbe erfordert keinen kaufmännischen Geschäftsbetrieb und muss nicht im Handelsregister eingetragen werden
  • Nur natürliche Personen dürfen ein Kleingewerbe gründen
  • Kleingewerbetreibende unterliegen vereinfachten Vorschriften bei der Buchführung und Steuer
  • Der Begriff des Kleinunternehmens wird nur in einem steuerlichen Kontext verwendet
  • Unter bestimmten Voraussetzungen lohnt sich der Verzicht auf die Kleinunternehmerregelung, beispielsweise, wenn du mit deinem Unternehmen expandieren möchtest

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Wer ist Kleinstunternehmer und wieviel darf man verdienen?

Kleinstunternehmer

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Die Tätigkeit als Kleinstunternehmer ist insbesondere im Bereich der Steuererklärung mit komplexen Herausforderungen verbunden. Damit du diese mühelos meisterst, verraten wir dir hier alles Wissenswerte!

Kleinstunternehmen, Kleinunternehmen und mittlere Unternehmen

Innerhalb der EU stellen KMU das unbestrittene Rückgrat der Wirtschaft dar. Sie machen sage und schreibe 99 Prozent der Unternehmen aus und schaffen zwei Drittel aller neuen Arbeitsplätze.

Was aber versteht man unter den verschiedenen Arten von Unternehmern genau und wie werden sie besteuert?

Kleinstunternehmer

Beim Kleinstunternehmer handelt es sich um einen Begriff aus dem EU-Recht, genauer der EU-Empfehlung 2003/361. Darin wird ein Unternehmen mit dem Zusatz kleinst versehen, wenn es weniger als zehn Mitarbeiter beschäftigt sowie bis zu 2 Millionen Euro Umsatz pro Jahr erwirtschaftet oder einen Bilanzgewinn von unter 2 Millionen Euro jährlich vorweist.

Unter dem Umsatz versteht man dabei den Geldbetrag, der in einem bestimmten Zeitraum eingenommen wurde, der Bilanzgewinn hingegen wird als Aufstellung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten eines Unternehmens definiert.

Kleinunternehmer

Ein Kleinunternehmer ist, wer nicht unter den Tatbestand des Kleinstunternehmer fällt, weniger als 50 Angestellte beschäftigt und einen Umsatz oder einen Bilanzgewinn von 10 Millionen Euro pro Jahr nicht überschreitet.

Mittlerer Unternehmer

Als mittlere Unternehmen gelten jene, die weder als Kleinstunternehmen noch Kleinunternehmen eingeordnet werden können, weniger als 250 Mitarbeiter anstellen und entweder einen Umsatz von jährlich 50 Millionen Euro oder einen Bilanzgewinn von 43 Millionen Euro pro Jahr nicht überschreiten.

Wieviel darf man aber nun als Kleinstunternehmer verdienen?

Der Grundfreibetrag

Steuerlich gesehen fallen Kleinstunternehmer bisweilen unter den Grundfreibetrag. Dabei handelt es sich um das Einkommen, das von der Steuer befreit ist. Der deutsche Staat hat damit ein Existenzminimum festgesetzt, innerhalb dessen eigentlich Steuerpflichtige genug Geld zur Verfügung haben, um sich lebensnotwendige Dinge leisten zu können.

Hier geht der Staat davon aus, dass im Jahr 2019 für Einzelpersonen ein Grundfreibetrag von 9.168 Euro benötigt wird, um die eigene Existenz zu sichern. Im Monat beläuft sich dies also auf 764 Euro. Ehepaare bzw. sogenannte zusammenveranlagte Verheiratete haben ein Anrecht auf den doppelten Betrag, also 18.336 Euro.

Der Grundfreibetrag verändert sich jedes Jahr, um die Entwicklung der Kosten für lebensnotwendige Dinge in Deutschland widerzuspiegeln. Das Bundeskabinett legt alle zwei Jahre einen Bericht zum Existenzminimum vor, auf dessen Grundlage die Politik eine Anpassung des Grundfreibetrags vornehmen kann. So wird der Grundfreibetrag für das Jahr 2020 von 9.168 Euro auf 9.408 Euro angehoben.

Werbungskosten

Da der Staat mit dem Grundfreibetrag sicherstellen möchte, dass Verdienende auch einen Teil ihrer Einkünfte ohne Versteuerung einbehalten dürfen, lassen sich auch bestimmte Nebenkosten, sogenannte Werbungskosten, von der Steuer absetzen. Darunter versteht man drei Arten von Ausgaben:

  • jene, die der Erwerbung, Sicherung und Erhaltung von Einnahmen dienen
  • jene, die bei den Überschusseinkünften entstehen
  • sowie jene, die zur Berechnung der Einkünfte von den Einnahmen abgezogen werden.

Die Werbungskosten sind nicht mit einer Steuervergünstigung zu verwechseln. Vielmehr tragen sie dem Umstand Folge, dass ausschließlich das verfügbare Nettoeinkommen, nicht aber das Bruttoeinkommen besteuert werden darf.

In der Praxis wirkt sich das so aus:
Wer 2019 10.000 Euro verdient, aber 1.500 an Werbungskosten zu stemmen hat, fällt letztendlich ebenfalls unter den Grundfreibetrag.
Für die Werbungskosten vorstellbar sind beispielsweise Ausgaben für Jobbewerbungen. Auch Kosten der Arbeits- oder Dienstbekleidung fallen darunter, sofern es sich nicht um bürgerliche Kleidung, sondern ausschließlich die typische Berufskleidung handelt, also unter anderem eine Richterrobe. Die Aufwendungen für Reinigung und Schneidern betreffen ebenso die Werbungskosten.

Sämtliche Ausgaben für Arbeitsmittel, also beispielsweise Fachliteratur, Bürobedarf oder Arbeitswerkzeuge, lassen sich unter Werbungskosten fassen. Ihre genaue Höhe ist dem Finanzamt durch einen Beleg nachzuweisen.
Wer ein Arbeitszimmer unterhält oder dieses ausstatten lässt, kann die Aufwendungen steuerlich als Werbungskosten absetzen.

Beiträge zu bestimmten Berufsverbänden sind ebenfalls Teil der Werbungskosten.
Alle Fortbildungen sowie die Kosten für eine berufsrelevante Nutzung des Internets fallen auch unter diese Aufwendungen.

Muss man einen Antrag für den Grundfreibetrag stellen oder ihn anderweitig anmelden?

Der Grundfreibetrag steht einem jeden Steuerzahler automatisch zu, wenn er die dafür benötigten Voraussetzungen erfüllt. Es sind darüber hinaus keinerlei besondere Angaben in der Steuererklärung zu machen.

Was passiert, wenn die eigenen Einkünfte den Grundfreibetrag übersteigen?

Wer mehr als 9.168 Euro pro Jahr verdient, erhält dennoch den Grundfreibetrag steuerfrei. Erst ab dem 9.169sten Euro sind Steuern fällig, das heißt, wer 9.169 Euro verdient, muss tatsächlich nur einen einzigen Euro versteuern.

Was ist besser Kleinstunternehmer oder nicht?

Der Status als Kleinunternehmer kann durchaus einige Vorteile mit sich bringen. Er geht nicht nur aus § 19 UStG und der Tatsache hervor, im vorangegangenen Geschäftsjahr weniger als 17.500 Euro erwirtschaftet zu haben.

Darüber hinaus sind Kleinunternehmer auch vom Kleinunternehmerförderungsgesetz betroffen. Darin finden sich Regelungen, die bürokratische Erleichterungen und vor allem steuerliche Vorteile eröffnen. Beispielsweise befreit das Gesetz die Kleinunternehmer von einer doppelten Buchführung, also der Kontierung auf mindestens zwei Konten, dem Konto sowie dem Gegenkonto.

Die Umsatzsteuer für Unternehmer

Neben der Einkommenssteuer, also der Steuer auf Einkünfte aus gewerblicher (oder privater) Tätigkeit fallen für Unternehmen noch weitere Steuern an. Für Kleinunternehmer im Sinne des § 19 UStG ist dazu in erster Linie die Umsatzsteuer zu nennen.

Sämtliche Kleingewerbe, die im jeweils vorangegangenen Kalenderjahr einen Umsatz erwirtschaftet haben, der 22.000 Euro nicht übersteigt, müssen gemäß § 19 I UStG keine Umsatzsteuer entrichten.

Darüber hinaus darf der voraussichtliche Umsatz für das laufende Kalenderjahr 50.000 Euro nicht überschreiten. Diesen erwarteten Umsatz kann man in einem Fragebogen angeben, den man vom Finanzamt erhält, wenn man sein Gewerbe beim zuständigen Gewerbe- oder Ordnungsamt angemeldet hat. An dieser Stelle ergibt sich eine strategische Frage für den Unternehmer: Macht er von § 19 I UStG Gebrauch oder nicht?

Die Anwendung dieser Norm hat zur Folge, dass keine Umsatzsteuer gezahlt werden muss, gleichzeitig jedoch auch keine gekauften Leistungen mit dieser verrechnet werden können, also beispielsweise Rechnungen für die Mietung von Büroräumen.

Wer auf § 19 I UStG verzichtet, muss zwar die Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen, kann dafür aber verschiedene Leistungen mit der Steuer verrechnen lassen.

Dies lohnt sich insbesondere dann, wenn sich das Unternehmen in der Startphase befindet und hohe Anfangskosten zu stemmen hat.

Die Vorsteuer und tatsächliche Besteuerung

Unter der Vorsteuer versteht man jene Abgaben, die ein Unternehmen als Umsatzsteuer beim Kauf von Waren oder Dienstleistungen anfällt. Sie wird zwar grundsätzlich vom Finanzamt rückerstattet, wer als Kleinunternehmer aber keine Umsatzsteuer entrichtet, kann auch keine Vorsteuer geltend machen.

Die Vorsteuer lässt sich mit der Umsatzsteuer verrechnen. Sollte sie einmal höher ausfallen als die Umsatzsteuer, können Kleinunternehmer sogar Steuern vom Finanzamt zurückbezahlt bekommen.

Die Besteuerung erfolgt nach dem Prinzip der sogenannten Ist-Versteuerung. Darunter versteht man, dass die Versteuerung nach der Vereinnahmung des Entgelts vorgenommen wird. Im Unterschied zur Soll-Versteuerung werden also lediglich jene Leistungen steuerlich erhoben, die von den Kunden bereits bezahlt worden sind.

Diese Vorgehensweise wird auf Kleinunternehmen mit einem Umsatz von weniger als 125.000 Euro pro Jahr angewendet.

Die Buchführung

Das Kleinunternehmerförderungsgesetz hebt des Weiteren die Mindestgrenze des Umsatzes für die Buchführung an. Grundsätzlich gilt die Buchführungspflicht nämlich für alle Unternehmen (auch Kleingewerbe), unabhängig von ihrer Eintragung ins Handelsregister.

Für Kleinunternehmen, die aber einen Umsatz von weniger als 350.000 Euro sowie einen Gewinn von weniger als 30.000 Euro erzielen, gilt die Buchführungspflicht allerdings nicht. Stattdessen dürfen sie ihren Gewinn auf Grundlage einer Einnahme-Überschuss-Rechnung (EüR) berechnen.

Sonderabschreibungen für Existenzgründer

Die seit 2004 geltende Neuregelung des Kleinunternehmerförderungsgesetzes begünstigt vor allem Existenzgründer. So wird ihnen beispielsweise die Möglichkeit eröffnet, Sonderabschreibung bei der Anschaffung von beweglichen Wirtschaftsgütern durchzuführen.

Fazit

Der Status als Klein(st)unternehmer macht deine Steuererklärung nicht nur (verwaltungstechnisch) einfacher, er bringt dir auch erhebliche Steuervorteile ein.
Selbst, wenn du diese nicht in Anspruch nehmen möchtest, ist es zumindest äußerst hilfreich, über die genauen steuerlichen Möglichkeiten Bescheid zu wissen, die der Gesetzgeber dir einräumt.

Weitere Gewerbe Themen:

Ist jeder Gewerbebetrieb ein Handelsgewerbe und Handelsgewerbetreibender

Ist ein Gewerbebetrieb ein Handelsgewerbe
Stellt jeder Gewerbebetrieb auch ein Handelsgewerbe dar?

Als Existenzgründer ist es unerlässlich, genau über den rechtlichen Status deines Unternehmens Bescheid zu wissen. Um dabei alles richtig zu machen, solltest du diesen Artikel lesen!
Weitere wichtige Informationen findest du unter: https://gewerbeanmeldung.com

Was versteht man unter einem Gewerbebetrieb?


Bei einem Gewerbe handelt es sich um eine Tätigkeit, die auf Dauer ausgerichtet ist, selbstständig durchgeführt wird und eine Gewinnerzielungsabsicht verfolgt. Von diesen Tätigkeiten ausgeschlossen sind die folgenden:

  • Freie Berufe, also beispielsweise Tätigkeiten als Architekt, Arzt, Rechtsanwalt oder Steuerberater
  • Tätigkeiten, die lediglich ideelle Zwecke verfolgen und somit keine Gewinnerzielung beabsichtigen
  • die Verwaltung deines Vermögens
  • wissenschaftliche und künstlerische Tätigkeiten

Was versteht man unter einem Handelsgewerbe?

Grundsätzlich kann jeder Gewerbebetrieb zum Handelsgewerbe werden, wenn der Betrieb nach Art und Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert (§ 1 II HGB). Das einzige Kriterium, das darüber hinaus erfüllt sein muss, ist, dass das Gewerbe eine bestimmte Größe erreicht.

Eine Eintragung ins Handelsregister begründet nicht den Status als Handelsgewerbe, vielmehr kommt es darauf an, dass der Betrieb eine kaufmännische Einrichtung erfordert. Man spricht hier auch von einer deklaratorischen Wirkung der Eintragung ins Handelsregister, das heißt, du stellst eine rechtliche Situation klar bzw. zeigst sie an, begründest sie jedoch nicht.

Für die Beurteilung des Status als Handelsgewerbe ist jedoch lediglich das Gesamtbild entscheiden, das heißt, die Betrachtung aller relevanten Aspekte. Quantitative Faktoren, zahlenmäßig zu bezifferende Grenzwerte gibt es dazu also nicht.

Folglich lässt sich so nicht feststellen, welche Gewerbebetriebe zählengemäß nach dem HGB als Handelsgewerbe gelten.
Irrelevant ist des Weiteren, ob du als Inhaber tatsächlich auch diese kaufmännische Einrichtung vorgenommen hast.

Wann wird eine GbR zur OHG?

Die Entstehung der GbR

Eine Gemeinschaft bürgerlichen Rechts (GbR) entsteht, wenn sich zwei oder mehr Personen zur Verfolgung eines gemeinsamen Zwecks zusammenschließen. Für die Gründung ist ein schriftlicher Vertrag nicht erforderlich, die GbR entsteht automatisch.

Beispiele aus der Praxis haben gezeigt, dass bereits die Planung eines gemeinsamen Urlaubs oder die Aufteilung der Kosten für einen Mietwagen eine GbR begründen können.

Vielleicht ist diese Tatsache auch für dich überraschend, doch zahlreiche Urteile bestätigen sie. Ebenso bist du dir möglicherweise nicht des Umstands bewusst, dass so manche dieser Interessengemeinschaften sogar als Offene Handelsgesellschaft eingestuft werden können.

Die Entstehung der OHG

Im klassischen Fall bedarf die OHG der bewussten Neugründung durch mehrere Gesellschafter, die damit gemeinsam ein Handelsgewerbe ausüben möchten. Abgesehen davon kann sie sich jedoch auch aus einer GbR ableiten, und zwar ganz automatisch bzw. unbewusst.

Dazu muss die Gemeinschaft bürgerlichen Rechts eine gewerbliche Tätigkeit verfolgen und einen bestimmten Umfang erreichen. An dieser Stelle besteht also der Unterschied zwischen einer OHG und einem Kleingewerbe. Letzteres kann in Form der GbR ausgeübt werden, solange es sich im gesetzlich vorgesehenen Rahmen bewegt.

Die Kriterien eines Handelsgewerbes

Von einem Handelsgewerbe und damit einer OHG kann ausgegangen werden, wenn deine Gesellschaft eine gewerbliche Tätigkeit ausübt, du also nicht freiberuflich arbeitest. In § 18 I Nr.1 EStG (Einkommensteuergesetz) ist ein Katalog an freiberuflichen Tätigkeiten aufgeführt.

Noch dazu muss das Unternehmen eine gewisse Größe erreicht haben. Dazu gibt es grobe Orientierungskriterien, darunter einen Umsatz von mindestens 250.000 Euro, mehr als fünf Mitarbeiter zu beschäftigen sowie über ein Betriebsvermögen von mindestens 120.000 Euro zu verfügen.

Was versteht man unter einem Kleingewerbe? Kleingewerbe – Was ist das?

Der Begriff des Kleingewerbes bezeichnet ein Unternehmen, das seine gewerbliche Tätigkeit in geringem Umfang ausübt. So kann es die sogenannte Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen.

Gemäß der Definition des § 1 II HGB versteht man darunter alle Unternehmensformen, die nach Art oder Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb nicht erfordern. So ominös diese Legaldefinition für dich klingen mag, gemeint ist damit, dass nur natürliche Personen oder Gesellschaften bürgerlichen Rechts ein Kleingewerbe unterhalten können.

Wenn das Kleinunternehmen wächst, kann es zu einer GmbH umfirmiert oder aber auch eine neue Firma mit der Rechtsform der GmbH gegründet werden. Damit wird aus dem Kleingewerbe als GbR eine OHG in Form der GmbH. Anschließend wird das Unternehmen auch im Handelsregister eingetragen.

Die Anmeldung des Kleingewerbes

Für die Anmeldung deines Kleingewerbes musst du dich an dein zuständiges Gewerbeamt wenden. Bei dieser Stelle kannst du dich zu einem späteren Zeitpunkt auch ab- oder ummelden.

Als nächster wichtiger Ansprechpartner gilt das Finanzamt. Es kommt meist auf dich zu, damit du einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausfüllst und so eine Steuernummer zugewiesen bekommen kannst.

Nur mit einer Umsatzsteuer-Identifikationsnummer kannst du innerhalb der EU Waren und Dienstleistungen steuerfrei kaufen und verkaufen.
Der nächste Schritt ist die Wendung ans Arbeitsamt. Es stellt dir eine Betriebsnummer aus, sofern du Mitarbeiter in deinem Kleingewerbe beschäftigst.

In der vierten Etappe der Anmeldung musst du die Station der IHK (Industrie- und Handelskammer) bzw. der HWK (Handwerkskammer)durchlaufen. Die IHK ist für dich zuständig, falls du weder Freiberufler bist noch ein Handwerk oder eine landwirtschaftliche Tätigkeit ausübst.

Schließlich muss noch die Eintragung bei der Berufsgenossenschaft erfolgen, und zwar binnen einer Woche nach der Gründung deines Kleingewerbes.

Die Vor- und Nachteile eines Kleingewerbes

Wenn du dich selbstständig machen möchtest, ist es natürlich auch wichtig, genau abwägen zu können, ob das Kleingewerbe auch die geeignetste Unternehmensform für dich ist. Bist du beispielsweise als Freiberufler tätig, erhältst du einen Sonderstatus, der mit bestimmten Vorteilen verbunden ist.

So musst du dich weder beim Gewerbeamt anmelden noch im Handelsregister eintragen lassen. Die Anmeldung eines Kleingewerbes hängt nicht von deiner Branche oder Tätigkeit ab. Meldest du das Kleingewerbe jedoch in deinem Namen an, musst du es auch nach außen hin repräsentieren.

Außerdem obliegt dir die Zahlung der Einkommenssteuer, der Gewerbesteuer und der Umsatzsteuer.

Wie sehen aber ganz konkret die Vor- und Nachteile des Status als Kleingewerbe aus?

Die Vorteile eines Kleingewerbes

  • der Nachweis einer einfachen Buchführung in Form einer Einnahmen-Überschuss-Rechnung ist ausreichend
  • die Anmeldung erfolgt formlos und ist vergleichsweise kostengünstig
  • du brauchst kein Startkapital für die Gründung deines Kleingewerbes

Die Nachteile eines Kleingewerbes

  • ein Kleingewerbe eröffnet bei der Firmierung nur geringen Gestaltungsspielraum, da Kleingewerbetreibende mit Vor- und Nachnamen bezeichnet werden, aber keine firmenähnlichen Zusätze tragen dürfen
  • als Kleingewerbetreibender haftest du mit deinem Privatvermögen

Fazit

  • eine Gewerbetätigkeit muss auf Dauer ausgelegt sein, selbstständig durchgeführt werden und eine Gewinnerzielungsabsicht verfolgen
  • der Status als Handelsgewerbe richtet sich nach Art und Umfang des Geschäftsbetriebs und erfordert eine Einrichtung in kaufmännischer Weise
  • die Eintragung ins Handelsregister hat deklaratorische Wirkung
  • eine GbR entsteht durch den Zusammenschluss von mindestens zwei Personen, die einen gemeinsamen Zweck verfolgen
  • eine OHG erfordert die bewusste Neugründung durch mehrere Gesellschafter zur Ausübung eines Handelsgewerbes
  • ein Kleingewerbe unterliegt weniger strengen Auflagen als ein Handelsgewerbe, bietet jedoch bisweilen weniger Freiräume und sieht die Haftung mit deinem Privatvermögen vor

welche gewerbebetriebe zählen gemäß hgb zu einem handelsgewerbe

Weitere Gewerbe Themen:

Was muss man tun, um ein Kleingewerbe online anmelden zu können?

Kleingewerbe online anmelden

Möchtest du dein Kleingewerbe anmelden, kannst du dies auf den herkömmlichen Weg mit Formular und Gang zum zuständigen Amt tun. Inzwischen bieten aber viele Gemeinden und Bundesländer einen eigenen Onlineservice zur Gewerbeanmeldung an. Die Anmeldung benötigt dieselben Unterlagen wie das Standardverfahren. Mit unserer Hilfe und Tipps erledigst du die Anmeldung deines Kleingewerbes online einfach und schnell.

Anmeldemöglichkeiten für ein Kleingewerbe


Möchtest du ein Kleingewerbe anmelden, kannst du dies inzwischen auf verschiedene Weise erledigen. Standardmäßig kannst du das Anmeldeformular direkt vor Ort bei deinem zuständigen Amt ausfüllen.

Manche Gewerbeämter verlangen, dass die Person, welche das Gewerbe betreiben möchte, persönlich bei ihnen erscheint. Andere Ämter hingegen ermöglichen dir, dass du das Formular sowie alle notwendigen Unterlagen schriftlich per Post einsendest. Somit musst du nicht immer persönlich beim Gewerbeamt auftreten.

Grundsätzlich bieten inzwischen viele Gewerbeämter das Anmeldeformular für ein Gewerbe online an. Dadurch kannst du das Formular zuhause in Ruhe ausfüllen, ausdrucken, unterschreiben und abschicken.

Die persönliche Unterschrift ist bei jeder Vorgehensweise notwendig, da die Anmeldung sonst nicht akzeptiert wird. Kannst du nicht zum zuständigen Gewerbeamt fahren oder ist der Postweg für dich nicht möglich, kannst du gegebenenfalls ebenso eine Onlinemeldung durchführen.

Die Onlineanmeldung eines Kleingewerbes ist aber nicht überall möglich. Nicht alle Gemeinden und Bundesländer akzeptieren eine reine Onlineanmeldung, da beim Onlineformular eine persönliche Unterschrift benötigt wird.

Möchtest du wissen, in welchen Bundesländern du dein Gewerbe online anmelden kannst, kannst du entweder selbst recherchieren oder unsere Dienste in Anspruch nehmen. Wir helfen dir, deine Onlineanmeldung durchzuführen und geben dir Tipps, wo es möglich ist.

Ist eine Anmeldepflicht vorhanden?

In Deutschland gilt generell eine Anmeldepflicht für alle Unternehmen. Somit musst du verpflichtend dein Klein Gewerbe anmelden. Lediglich eine Ausnahme besteht bei den sogenannten Freien Berufen.

Diese unterliegen nicht der Gewerbeordnung, wodurch bei ihnen eine Anzeigepflicht einer Gewerbeausübung per Gesetz entfällt. Freiberufler müssen somit weder ihr Gewerbe anmelden noch eine Gewerbesteuer zahlen. Unter anderem zählen zu den Freiberufen

  • Apotheker
  • Schriftsteller
  • Ärzte
  • Berater
  • Designer
  • Rechtsanwälte
  • Künstler

Bist du dir nicht sicher, ob du zu den Freiberufen gehörst, kannst du beim zuständigen Finanzamt hinterfragen. Selbstverständlich kannst du dich auch an uns wenden. Wir erklären dir, was ein freier Beruf ist und ob deine Tätigkeit somit unter die Anmeldepflicht fällt oder ob du das Gewerbe nicht anmelden musst.

Neben den freien Berufen gibt es die Gruppe der sogenannten Urproduktion. Gleichzeitig entfällt für diese eine Anmeldepflicht als Gewerbe. Die Urproduktion beinhaltet vorwiegend

  • Landwirtschaft
  • Fischzucht
  • Fischerei sowie ähnliche Tätigkeiten
  • Viehzucht

Auch hier musst du dein Gewerbe weder vor Ort noch online anmelden. Jedoch ist eine Anmeldung beim Finanzamt und eigenen Kassen notwendig.

Kosten für eine Gewerbeanmeldung

Die Anmeldung eines Gewerbes in Deutschland ist nicht kostenlos. Hierbei wird nicht unterschieden, ob es sich um ein großes oder ein kleines Unternehmen handelt. Möchtest du dein Kleingewerbe offiziell anmelden, fallen allerdings keine hohen Kosten an.

Die tatsächlichen Gebühren unterscheiden sich allerdings je nach Gemeinde. Manche Gemeinden verrechnen eine Gebühr zwischen 10 und 20 Euro. In ganz Deutschland können zugleich maximal 60 Euro an Anmeldegebühr verrechnet werden, wobei dies eher die Ausnahme ist.

Mit den Anmeldekosten ist die Gewerbeanmeldung jedoch häufig nicht abgeschlossen. In manchen Fällen bzw. je nach Art des Gewerbes kann es möglich sein, dass du bei der Anmeldung mit Mehrkosten durch zusätzliche Unterlagen rechnen musst.

Benötigst du beispielsweise ein polizeiliches Führungszeugnis oder einen Auszug aus dem Gewerbezentralregister, musst du diese extra bezahlen. Sämtliche Unterlagen musst du gesondert anfordern und auch extra bezahlen. Folglich können die tatsächlichen Kosten für die Anmeldung deines Kleingewerbes die Anmeldegebühr überschreiten.

Vorteile einer Onlinenanmeldung

Mit der Gewerbeanmeldung online bekommst du im Gegensatz zur Standardanmeldung einige Vorteile. Vorwiegend handelt es sich bei der Anmeldung über das Internet über ein äußerst zeitsparendes Verfahren.

Während du bei der Standardanmeldung direkt zum Amt fahren und somit viel Zeit allein für den Fahrtweg investieren musst, kannst du dein Gewerbe ganz einfach und schnell zuhause in deiner Freizeit und zu jeder beliebigen Tageszeit anmelden. Vor allem musst du nicht auf einen schnellen Termin hoffen, da eine Vielzahl an Ämter die Anmeldung nur mit vorgemerktem Termin durchführen.

Zugleich umgehst du mit der Onlineanmeldung die verschiedenen Vorgehensweisen der einzelnen Ämter, Städte und Regionen. Während manche Ämter einen fixen Termin mit dir vereinbaren, benötigst du bei anderen wiederum keinen.

Bist du berufstätig, hilft dir die Anmeldung deines Gewerbes über das Internet folglich, den Amtsweg leicht zu umgehen. Hast du beispielsweise nur abends oder am Wochenende Zeit, kannst du die Anmeldung auch zu diesen Zeitpunkten ohne Termin durchführen.

Kleingewerbe anmelden online Schritt für Schritt

Um ein Klein Gewerbe anmelden zu können, solltest du schrittweise vorgehen. Bei Fragen und Problemen stehen wir dir mit unseren Service jederzeit zur Verfügung. Somit solltest du nicht zögern und dich an uns wenden.

Mit unserer Checkliste hier erhältst du bereits zu Beginn einen Leitfaden, an welchen du dich halten kannst. In unserem Leitfaden sind sämtliche wichtigen Punkte für Jungunternehmer vermerkt, welche zu einer erfolgreichen Anmeldung führen.

Bist du unsere Checkliste durchgegangen und hast dich im Vorfeld erkundigt, welche Unterlagen du benötigst, um dein Kleingewerbe anmelden online zu können, musst du das Anmeldeformular ausfüllen. Bei der Gewerbeanmeldung online müssen sämtliche benötigten Unterlagen vor der Durchführung vorliegen.

Folglich musst du alle Dokumente und anderen Unterlagen im Vorfeld besorgen und einscannen. Wir und dein zuständiges Amt helfen dir, falls du nicht wissen solltest, welche Dokumente und Nachweise für dein Gewerbe notwendig sind.

Kleingewerbe mit einer juristischen Person als Geschäftsführer beispielsweise benötigen einen Registerauszug. Führungszeugnisse oder sonstige Nachweise werden ebenso des Öfteren angefordert.

Bei Gewerbe mit Eintrag im Vereins-, Handels- oder Genossenschaftsregister musst du die Dokumente und Unterlagen als Anhang bei der Onlineanmeldung beifügen. Auch bei einem erlaubnispflichtigen Gewerbe darfst du auf die Dokumente nicht vergessen, da sonst deine Anmeldung nicht bearbeitet werden kann.

Meldest du dein Gewerbe ohne eine deutsche Staatsbürgerschaft an, musst eine Aufenthaltsgenehmigung vorliegen. Diese kannst du als Bild- oder PDF-Datei anfügen.

Neben den bereits erwähnten Unterlagen benötigst du für eine Onlineanmeldung in der Regel einen Personalausweis, die Zustimmungserklärung der Gesellschafter, das Beiblatt über die Vertretungsberechtigungen.

Gleichzeitig kann ein Meisterbrief oder ein anderer Nachweis der beruflichen Qualifikation angefordert werden. Du musst anschließend nur das Onlineformular alleine oder mit unserer Hilfe ausfüllen und mitsamt allen Dokumenten und Nachweisen abschicken. Fehlen dir einige Dokumente, kannst du sie gegebenenfalls per Post oder persönlich nachreichen.

Die Anmeldung eines Kleingewerbes online ist aktuell noch nicht überall möglich. Unter anderem ist es dir erlaubt, dein Gewerbe über das Internet in folgenden Bundesländern anzumelden:

  • Bayern
  • Berlin
  • Brandenburg
  • Hamburg
  • Hessen
  • Niedersachsen
  • Sachsen
  • Saarland
  • Thüringen
  • Schleswig-Holstein

Kleingewerbe online anmelden mit Leichtigkeit

Planst du, ein Kleingewerbe zu gründen, musst du es in Deutschland verpflichtend anmelden. Hierzu stehen dir der Postweg, die Anmeldung vor Ort im zuständigen Amt sowie in manchen Bundesländern online zur Verfügung.

Bei der Onlineanmeldung musst du das Anmeldeformular über das Internet ausfüllen und alle notwendigen Dokumente beifügen. Anders als bei der Anmeldung beim Amt kannst du diese zwar ohne festen Termin an einem beliebigen Datum oder zu einer beliebigen Uhrzeit durchführen.

Allerdings hast du keine Hilfe zur Verfügung. Treten trotzdem Fragen oder Probleme auf oder benötigst du eine Hilfe beim Ausfüllen oder generellen Anmeldung, kannst du dich an uns wenden. Wir helfen dir, deine Onlineanmeldung für dein Gewerbe ordnungsgemäß abzuwickeln.

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Gewerbeanmeldung in Siegen – Bequem und einfach!

Das Siegerland ist seit langem als Erzabbaugebiet bekannt. Zwei große Bronzestatuen stehen in der Nähe des Bahnhofs. Sie tragen den Namen „Hüttenmann und Bergmann“ und gelten als Erinnerung  an die eigentliche Industriegeschichte der Stadt.

In der Oberstadt stehen viele Kirchen sowie das untere und obere Schloss. Vom Oberen Schloss und seinem großen Park hast Du einen wunderbaren Blick! Hier findest Du imposante Sammlungen des Siegerlandmuseums und den Rubenssaal.

Siegen ist der Geburtsort des berühmten Barockmalers Peter Paul Rubens. Deshalb wird sie oft als die „Stadt der Rubens“ benannt. Der Rubenssaal enthält neun Originalgemälde des Malers.

Allgemeines zur Gewerbeanmeldung in Siegen

Beinahe jeder, der den Schritt in die Selbstständigkeit wagen will, muss ein Gewerbe beim Gewerbeamt Siegen anmelden. Doch aber was ist überhaupt eine Gewerbeanmeldung? Wie funktioniert sie? Welche Dokumente werden gebraucht, um sein eigenes Gewerbe anzumelden? Alle Antworten auf offene Frage kommen nachfolgend:

Die Gewerbeanmeldung ist ein bürokratischer Vorgang, bei dem das eigene Unternehmen in Siegen registriert wird. Bei der Gewerbeanmeldung wird auch geprüft, ob man alle Voraussetzungen für die Ausübung einer bestimmten Tätigkeit erfüllt oder nicht. Gleichzeitig wird der Begriff ebenfalls für das Dokument verwendet, das man bei der Registrierung ausfüllt und eingereicht werden muss.

Viele denken womöglich, dass die Gewerbeanmeldung ein komplizierter Prozess ist. Aber demnach ist nicht so. Es sind nur wenige Schritte, die einem von seinem eigenen Gewerbeschein trennen.

Im ersten Schritt ist es vorteilhaft sich das Formular „Gewerbeanmeldung“ von der Homepage der Stadt Siegen herunterzuladen. Man muss sich also nicht unbedingt den Weg zum Gewerbeamt machen, um sich das Formular zu besorgen.

Wer sich das Formular besorgt hat, muss anschließend alle wichtigen Daten eintragen. Hierbei ist die Wahrheitspflicht gefragt. Für den Gewerbeschein sind die Angaben über Person, Name des Unternehmen, die Adresse, die gewünschte Rechtsform und die Tätigkeitsbeschreibung vonnöten.

Im Allgemeinen musst man endgültig für die Gewerbeanmeldung den Reisepass oder den Personalausweis vorlegen. Außerdem muss bei den Unterlagen darauf geachtet werden, dass, je nach Rechtsform und Gewerbeart noch zusätzliche Dokumente eingereicht werden müssen.

Dazu zählen unter anderem Handelsregisterauszug sowie der Meisterbrief (Handwerk), spezielle Zulassungen und Genehmigungen oder polizeiliches Führungszeugnis. In welchem Umfang und welche Dokumente neben der Gewerbeanmeldung eingereicht werden müssen, ist davon abhängig, welche Art von Gewerbe ausgeübt werden möchte. Dazu gibt es die Differenzierung des überwachungbedürftiges oder erlaubnispflichtiges Gewerbe. Mehr Informationen davon gibt es beim Gewerbeamt Siegen.

Sobald die Gewerbeanmeldung wahrheitsgemäß ausgefüllt ist und die erforderlichen Unterlagen beisammen sind, dann kommen die Dokumente an das Gewerbeamt Siegen in die Bahnhofstraße 4 oder unter Fax: 0271-205 34.

Alternativ ist es denkbar, dass man sich bei einer persönlichen Gewerbeanmeldung vertreten lässt. Dazu braucht man eine schriftliche Vollmacht als Vertreter zur Vorlage beim Gewerbeamt Siegen sowie eine Kopie vom Ausweis des Vollmachtgebers. .

Was kommt nach der Gewerbeanmeldung?

Das Gewerbeamt Siegen bekommt die jeweiligen Gewerbeanmeldungen mitsamt den wichtigsten Unterlagen und kann sodann eine Überprüfung einleiten, um sicherzustellen, ob alle Voraussetzungen erfüllt sind, die man für die Ausübung des gewünschten Gewerbes haben muss. Für den Fall, dass das Gewerbeamt Siegen „grünes Licht“ gibt, werden die Daten des Gründers an unterschiedliche Behörden und Ämter weitergegeben. Dazu zählen zum Beispiel die IHK / Handwerkskammer, Finanzamt, Krankenkasse und die Agentur für Arbeit.

Nach kürzester Zeit bekommt man als Gründer einen Brief von dem Finanzamt mit der Bitte den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung auszufüllen. Das ist wichtig, um letztendlich die Steuernummer zu erhalten. Von der IHK / Handwerkskammer kommen per Post einige Informationen über die jeweilige Pflichtmitgliedschaft.

Zusätzlich wird die Gewerbeanmeldung von den jeweiligen Gründer automatisch in das Gewerberegister eingetragen. Danach kommt mit einem Brief eine Kopie der Gewerbeanmeldung mit einem Stempel nach Hause, um endlich mit der Arbeit beginnen zu dürfen. Diese Kopie ist der sogenannte Nachweis dafür, dass es nunmehr losgehen kann. Der bedeutendste Aspekt für einen Gründer ist ganz klar die Gewerbeanmeldung, um offiziell mit den angemeldeten Tätigkeiten zu beginnen.

Die Verpflichtung zur Gewerbeanmeldung

In Deutschland besteht nach GewO §14 eine generelle Pflicht zur Anmeldung eines Gewerbes. Das bedeutet, dass jeder, der eine selbständige gewerbliche Tätigkeit mit Gewinnerzielungsabsicht aufnimmt, diese beim Gewerbeamt anmelden muss. Diese Regelung gilt unabhängig von der Größe und Rechtsform Ihres Unternehmens. Wenn man der Pflicht zur Gewerbeanmeldung nicht nachkommt, riskiert Bußgelder und hohe Steuernachzahlungen. Im schlimmsten Fall darf man in der Branche, die man gründen will, kein Gewerbe mehr anmelden.

Das ist gut zu wissen: Lediglich Selbstständige und Unternehmen, die der sogenannten Primärproduktion (Land- und Forstwirtschaft, Garten- und Weinbau) angehören, sind nicht meldepflichtig.

Eine Gewerbeanmeldung ist in der Regel eine schnelle Sache. Wer hervorragend vorbereitet ist und die angegebenen Schritte beachtet, ist die eigentliche Anmeldung für das eigene Gewerbe in wenigen Minuten Geschichte.

Die Anzeigepflicht für ein Nebengewerbe hängt nicht vom Unternehmen ab und wie klein oder groß es ist. Ein Gewerbe, auch wenn als Nebenjob dient, um noch etwas zum Haupteinkommen dazuzuverdienen, muss beim Gewerbeamt Siegen angemeldet werden. Neben der eigentlichen Gewerbeanmeldung muss noch die Zustimmung des Arbeitgebers hinzugefügt werden.

Kosten für die Gewerbeanmeldung

Was man sich als Gründer noch fragt, was kostet eigentlich eine Gewerbeanmeldung? Bei dem Gewerbeamt Siegen kostet die Gewerbeanmeldung für natürliche Personen sowie für Gesellschafter  einer Personengesellschaft mindestens 26,00 Euro, bei juristischen Personen, wenn man als vertretungsberechtigter Gesellschafter von Personengesellschaften tätig ist, sind mit Kosten von 33,00 Euro zu rechnen und für alle weiteren gesetzliche Vertreter bei juristischen Personen sind nochmals je 13,00 Euro zu zahlen.

Rückwirkende Gewerbeanmeldung

Eine rückwirkende Gewerbeanmeldung ist grundsätzlich nicht möglich. Wenn man jedoch ein paar Tage zu spät t wird das Gewerbeamt Siegen kaum sofort ein Bußgeld verhängen. Trotzdem muss man das Risiko nicht unbedingt eingehen. Wer die Gewerbeanmeldung (absichtlich oder unabsichtlich) versäumt und damit die Gewerbeordnung nicht einhält, riskiert hohe Geldstrafen.

Fazit

Die Firmenregistrierung ist etwas, das die große Mehrheit der Gründer nicht vermeiden kann. Aber auch wenn die Prozedur zunächst einschüchternd wirkt, kann man sich sicher sein: Es ist nur „als Spaß anzusehen“.

Denn die Gewerbeanmeldung ist nur ein winziger Schritt. Sobald man die Schritte des Unternehmensgründungsprozesses durchlaufen hat (Eröffnung eines Geschäftskontos, Einholung von Genehmigungen, eventuell Inanspruchnahme eines Notars usw.), kann sein eigenes Unternehmen anmelden.

Wie gründet man in Deutschland eine Reinigungsfirma?

Reinigungsfirma gründen Kleingewerbe anmelden

Gebäude und Grundstücke benötigen in regelmäßigen Abständen eine Reinigung. Kann diese nicht allein durchgeführt werden, wenden sich viele Personen und Unternehmen an Reinigungsfirmen.

Möchtest du in Deutschland eine Reinigungsfirma gründen und für Privat- wie Gewerbekunden arbeiten, kannst du dies jederzeit tun. Um ein Reinigungsunternehmen zu eröffnen und eigene Putzauftrage annehmen zu können, musst du dabei ein paar wesentliche Schritte beachten.

Persönliche Qualifikationen für die Führung eigenen Reinigungsfirma


Generell steht es dir jederzeit frei, dich in Deutschland selbstständig zu machen und ein eigenes Unternehmen zu führen. Um eine Reinigungsfirma gründen zu können, musst du jedoch nicht nur die gesetzlichen Bestimmungen berücksichtigen. Vor allem solltest du gewisse persönliche Voraussetzungen mitbringen, da du mit den Kunden in Kontakt treten und dich körperlich betätigen musst.

Zunächst solltest du mit Kritik professionell umgehen können. Da du sowohl mit deinen Kunden wie mit deinen Mitarbeitern direkt in Kontakt stehst und ihr Ansprechpartner bist, musst du auf Reklamationen und Nachfragen angemessen reagieren und mit ihnen ebenfalls umgehen können.

Somit solltest du gute kommunikative Fähigkeiten besitzen. Als Leiter eines eigenen Reinigungsunternehmens arbeitest du jeden Tag viel mit Menschen. Eine gute Kommunikation ist nicht nur für dein Betriebsklima notwendig, sondern sorgt gleichzeitig dafür, dass du bei deinen Kunden einen positiven Eindruck hinterlässt. Ergänzend solltest du über körperliche Fitness verfügen.

Die Arbeit als Reinigungskraft kann des Öfteren körperlich sehr anstrengend sein. Zugleich ist die Gründungsphase für dich als Unternehmer bereits sehr stressig. Dadurch solltest du besonders am Anfang deiner Selbstständigkeit mit langen Arbeitszeiten und wenig Freizeit rechnen.

Voraussetzungen, um ein Reinigungsfirma gründen zu können

Von gesetzlicher Seite aus kannst du jederzeit in Deutschland eine Gebäudereinigung gründen. Grundsätzlich kannst du die Firma

  • ohne fachliche Qualifikationen und Ausbildung
  • als ausgebildeter Gebäudereiniger

eröffnen.

Um eine Reinigungsfirma zu gründen, existieren keine Einschränkungen. Somit kannst du dich ohne Ausbildung oder einen Meistertitel mit deinem eigenen Reinigungsunternehmen selbstständig machen.

Reinigungsfirmen zählen in Deutschland zu den zulassungsfreien Handwerksberufen. Dadurch unterliegst du keinen formalen Qualitätsanforderungen, wodurch du für die Gründung keine speziellen Zertifikate oder Ausbildungen vorweisen musst.

Planst du hingegen, als ausgebildeter Gebäudereiniger ein Reinigungsunternehmen zu gründen, musst du zunächst eine staatlich anerkannte Ausbildung zum Gebäudereiniger absolvieren.

Der Bundesverband des Gebäudereiniger-Handwerks gibt dir diesbezüglich gerne Informationen. Während du nämlich den Begriff „Reinigungskraft“ frei verwenden kannst, ist die Bezeichnung „Gebäudereiniger“ geschützt. Folglich darfst du sie nur mit einer entsprechenden Qualifikation tragen.

Wie sollen sie die Zielgruppe ihre Reinigungsfirma auswählen?

Privat, gewerblich oder öffentlich?

Als Unternehmer mit einem eigenen Reinigungsunternehmen solltest du schon von Beginn an festlegen, was deine Zielgruppe ist. Im Reinigungsbereich wird zwischen

  • Privatkunden
  • Gewerbekunden
  • Öffentlichen Auftraggebern

unterschieden. Während es dir freisteht, alle drei Gruppen zu bedienen, solltest du dich jedoch auf eine Zielgruppe festlegen. Dies bringt den großen Vorteil mit sich, dass deine Arbeitsplanung und -organisation wesentlich von ihr beeinflusst wird und du folglich bereits von Beginn an feste Arbeitsabläufe und die Bezahlung auf sie ausrichten kannst.

Privatkunden bieten dir eine Mischung aus dauerhaften Aufträgen sowie Einzelaufträgen in Kombination mit einem stetigen Kundenwechsel. Somit kann es sein, dass du dauerhaft einen fixen Kunden hast, während deine restlichen Kunden in unregelmäßigen Abständen wechseln.

Die Zahlung bei Privatkunden geschieht normalerweise regelmäßig. Dadurch musst du mit deinen Kunden festlegen, ob die Zahlung monatlich oder nach jedem einzelnen Auftrag erfolgt. Zahlt ein Kunde seine Rechnung nicht, fällt wiederum nur ein niedriger Betrag weg. Die Arbeitszeiten für dich und deine Mitarbeiter sind vorwiegend tagsüber. Der Auftrag wird im Haus des Kunden durchgeführt.

Gewerbekunden hingegen beauftragen dich häufig mit Großaufträgen. Diese betreffen wiederum mehrere Geschäftsaufträge und können über längere Zeit hinweg andauern. Die Zahlungen von Gewerbekunden werden in der Regel zuverlässig getätigt.

Treten jedoch wirtschaftliche Schwierigkeiten beim Auftraggeber ein, können sehr hohe Zahlungsausfälle passieren. Zudem solltest du beachten, dass die Gebäudereinigung von Gewerbekunden oft einen größeren Mitarbeiterstamm benötigt.

Die Arbeitszeiten finden häufig nachts sowie am Wochenende statt, da nur zu diesen Zeitpunkten die Geschäftsräume leer sind. Folglich musst du eine enge Zeitplanung ansetzen, um die Aufträge zeitgerecht abzuschließen.

Öffentliche Auftraggeber besitzen dieselben Anforderungen wie Gewerbekunden. Unter öffentliche Auftraggeber werden unter anderem Gemeinden und Städte verstanden. Bei diesen besteht kein Risiko bezüglich eines Zahlungsausfalls. Dennoch musst du häufig mit einer sehr verzögerten Zahlung rechnen. Dadurch können Geldprobleme deinerseits entstehen, da du erst zu einem späteren Zeitpunkt die Bezahlung für deine Arbeit oder die Arbeit deiner Mitarbeiter erhältst.

Einen Businessplan für dein Reinigungsunternehmen erstellen

Viele Unternehmen benötigen einen Businessplan, um ihre Geschäftsidee erfolgreich umsetzen zu können. Um ein Reinigungsunternehmen gründen zu können, solltest du deshalb alle notwendigen Schritte in deinem Businessplan dokumentieren.

In Kombination mit einem Finanzplan hilft er dir, an das notwendige Kapital für die Unternehmensgründung zu kommen. Vor allem bei der Finanzierung durch Investoren oder bei der Beschaffung von Fremdkapital in Form von Darlehen oder Förderungen brauchst du in vielen Fällen einen gut ausgearbeiteten Businessplan.

Benötigst du Hilfe bei der Erstellung eines Finanz- oder Businessplans, solltest du dich an uns von Gewerbeanmeldung.com wenden. Wir bieten dir hier eine praktische Checkliste, in welche du die notwendigen Punkte sofort siehst. Ebenso kannst du uns jederzeit für ein persönliches Gespräch kontaktieren.

Gewerbeanmeldung für deine Reinigungsfirma

Wenn du eine Gebäudereinigung gründen möchtest, kannst du dies im ersten Schritt mit der Planung abschließen. Der Betrieb ist dir jedoch nur mit einer Gewerbeanmeldung gestattet. In Deutschland gilt eine generelle Anmeldepflicht für alle gewerblichen Unternehmen. Die Anmeldung führst du bei deinem zuständigen Gewerbeamt in deiner Stadt oder Gemeinde durch. Für die Anmeldung benötigst du

  • das ausgefüllte Anmeldeformular
  • einen Personalausweis
  • gegebenenfalls weitere Unterlagen, z.B. Qualifikation als Gebäudereiniger

Das Anmeldeformular bekommst du entweder vor Ort beim Gewerbeamt oder per Download online auf der Webseite deines zuständigen Gewerbeamtes.

Zudem kannst du dein Gewerbe in manchen Bundesländern vollständig online anmelden. Nach der Bearbeitung der Gewerbeanmeldung stellt dir das Gewerbeamt den Gewerbeschein aus, mit welchem du dein Reinigungsunternehmen legal betreiben darfst.

Nach der Anmeldung beim Gewerbeamt verständigt dieses automatisch weitere Ämter. Dies sind vor allem

  • das Finanzamt
  • die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft, kurz BG BAU
  • die Handwerkskammer
  • die Industrie- und Handelskammer
  • das Amtsgericht
  • die Gewerbeaufsicht

Das Finanzamt schickt dir den Fragebogen zur steuerlichen Erklärung zu und vergibt dir deine Steuernummer. Mit dem Fragebogen wird abgefragt, ab wann du deinen Reinigungsbetrieb führen wirst und mit welchen Einnahmen du rechnest.

Am Fragebogen kannst du zudem die Kleinunternehmerregelung vermerken, falls du planst, deine Reinigungsfirma lediglich als Kleingewerbe zu betreiben. Beschäftigst du zudem Mitarbeiter, musst du eine Betriebsnummer beantragen. Diese bekommst du bei der Bundesagentur für Arbeit, indem du den Antrag elektronisch einreichst. Die Betriebsnummer macht dich für Sozialversicherungsträger eindeutig identifizierbar.

Erfolgreich eine Reinigungsfirma gründen in nur wenigen Schritten

Um in Deutschland erfolgreich eine Reinigungsfirma gründen zu können, benötigst du nicht viel. Generell kannst du jederzeit ein eigenes Reinigungsunternehmen führen. Hierzu benötigst du

  • eine gute Geschäftsidee
  • eine passende Zielgruppe
  • die passenden Qualifikationen
  • eine Gewerbeanmeldung

Mithilfe eines Businessplans gelingt es dir in Deutschland leicht, eine Gebäudereinigung gründen und führen zu können. Wir von Gewerbeanmeldung.com helfen dir jederzeit gerne bei Problemen und Fragen weiter.

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Wie mit Bildern und Fotos im Internet Geld verdienen

Im Internet Geld verdienen mit Bilder und Fotos

Das Internet ist heutzutage einer der wichtigsten Darstellungsmöglichkeiten zahlreicher Personen. Mit eigenen Bildern und Fotos lassen sich dabei nicht nur andere User unterhalten, sondern auch Geld verdienen.

Ob hierbei Schnappschüsse mit dem eigenen Smartphone oder Bilder mit einer professionellen Kamera gemacht werden, macht keinen Unterschied. Möchtest du deine Bilder und Fotos über das Internet verkaufen und Geld verdienen, musst du jedoch gewisse Voraussetzungen und Möglichkeiten beachten.

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Den Fokus auf die eigenen Ziele richten


Wenn du hobbymäßig gerne Bilder schießt, hast du dir möglicherweise bereits Gedanken darüber gemacht, ob du mit ihnen nicht Geld verdienen kannst.  Wie kann man im Internet Geld verdienen?

Das Internet bietet hierzu zahlreiche Möglichkeiten. Jedoch hängt dein Neben- oder gar Hauptverdienst nicht nur von der Qualität deiner Fotos, deinem Equipment oder deinem Fachwissen ab. Verkaufst du deine Bilder über das Internet, betreibst du ein eigenes Gewerbe und bist somit eine Art Selbstständiger.

Folglich musst du deinen geschäftlichen Fokus bereits am Anfang klar ausrichten. Vor allem als lukrativer Nebenverdienst mit flexibler Methode und auf mobilen Weg kannst du mit deinen Bildern ein bisschen Geld verdienen.

Für einen Hauptberuf solltest du dich jedoch auf einen stark nachgefragten Bereich konzentrieren. Der Bereich kann jedoch wiederum fundierte Kenntnisse sowie Erfahrung von dir verlangen, damit du überhaupt einen Auftrag erhältst.

Hast du dich für eine Richtung entschieden oder lässt du dich einfach so auf das Abenteuer ein, solltest du ergänzend die finanzielle Seite deines Vorhabens begutachten. Die Digitalisierung von Fotos bringt zwar laufend neue Chancen, aus Pixeln Bares zu machen.

Doch vor allem Anfänger mit nur wenig oder keinem Equipment müssen sich erst mit allen notwendigen Anschaffungen eindecken, bevor es losgehen kann. Manche Profifotografen besitzen sogar häufig das doppelte Equipment, falls ein Gerät oder eine Software plötzlich nicht mehr funktionieren sollte. Für einen netten Nebenverdienst hingegen kannst du weiterhin dein bisheriges Equipment nutzen, sodass du mit keinen hohen Startkosten rechnen musst.

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Stockfotografie – Geld verdienen mit verschiedensten Fotos

Der Begriff „Stockfotografie“ ist typisch für Verdienste mittels Fotos über das Internet. Unter Stockfotografie wird verstanden, dass zahlreiche Festplatten mit Tausenden Bildern online zur Verfügung gestellt werden und diese dann auf Abruf bereitstehen.

Während manche Portale mit Stockfotografie kostenlos zugänglich sind, können auf anderen die User die Bilder nur ansehen. Möchten sie deine Bilder beispielsweise benutzen, müssen sie über die Plattform eine Gebühr oder einen Preis pro Bild oder für den gesamten Service entrichten. Grundsätzlich lassen sich die Bilder auf den Festplatten generell abrufen, aber nur gegen Bezahlung in den eigenen Besitz bringen.

Falls du dich fragen solltest, wie hoch die Verdienstmöglichkeiten für deine Bilder auf Stockbilderportalen sind, solltest du die einzelnen Plattformen gut durchsehen. Mit einem Bild erscheinen die Verdienstmöglichkeiten nämlich nahezu unendlich, da ein Motiv aus verschiedenen Blickwinkeln wiederum neue Einsatzmöglichkeiten beinhaltet.

Stockfotografie bietet dir gleichzeitig die Chance, dich nicht auf einen Bereich an sich zu spezialisieren. Du kannst Bilder machen von verschiedensten Objekten, Personen, Landschaften, Gebäuden und Ähnlichem.

Eine Spezialisierung wie etwa Hochzeits- oder Kinderfotografie hingegen beinhaltet, dass du immer wieder dieselben Motive und Hintergründe verwendest. Vor- bzw. speziell produzierte Bilder werden wiederum über spezielle Plattformen sowie Agenturen verkauft. Möchtest du nur Bilder aus einem bestimmten Bereich verkaufen, musst du somit die angesprochenen Agenturen und Plattformen finden.

Lizenzen bei Bildern

Das Wort „Lizenz“ wird bei Bildern zwar nicht häufig verwendet. Dennoch unterliegen Fotos ebenso Lizenzen. Generell lassen sich Bilder in

  • Lizenzfreie
  • Lizenzpflichtige

unterteilen. Lizenzfreie Bilder werden meistens gratis vergeben und stehen allen Interessenten kostenfrei zur Verfügung. Lizenzpflichtige Bilder jedoch sorgen für die angestrebten Einnahmen.

Möchtest du mit lizenzpflichtigen Bildern Geld verdienen, musst du auf die Nutzungsart achten. Die Plattformen für Stockfotografie oder spezielle Bilder zeigen gut, wie viel du mit einem Bild verdienen kannst. Während viel verbreitete Themen wie etwa Urlaubsfotografie sich wenig bis gar nicht verkaufen, kannst du mit anderen Themen wie etwa Alltag oder spezieller Mode wiederum ein gutes Geschäft machen.

Rechtliche Hinweise für Fotografen

Geld mit Bildern und Fotos im Internet zu verkaufen, klingt für viele Hobby- und Profifotografen zunächst nach einem schnellen und einfachen Verdienst. Dennoch darfst du nicht einfach so deine Fotos zum Verkauf anbieten. Bei all deinen Aufnahmen musst du strikt auf die Persönlichkeitsrechte sowie den Markenrechtschutz achten.

Der Markenrechtschutz sieht den Schutz von eingetragenen Marken vor, während die Persönlichkeitsrechte die Rechte der abgebildeten Personen beschützen. Machst du beispielsweise ein Bild von einem lizenzierten Markenprodukt oder einer gut erkennbaren Person ohne deren Einverständnis, können Probleme auftreten.

Vor allem deutlich sichtbare Markenlogos auf deinen Bildern können Schadenersatzforderungen hervorrufen, wenn du die Bilder zum Verkauf anbietest. Am besten holst du dir immer die Zustimmung für ein Bild mit sichtbarer Marke. Bei Personen hingegen empfiehlt sich ein sogenannter Model Release Vertrag. Nur mit Erlaubnis bzw. Vertrag kannst du die Bilder verkaufen, ohne dass dir rechtliche Schritte drohen.

Jetzt Freiberuflich anmelden

Formale Aspekte für Fotografen

Um in Deutschland als Selbstständiger Geld zu verdienen, musst du generell dein Gewerbe anmelden. Jedoch wird zwischen

  • gewerblicher Tätigkeit
  • freiem Beruf

unterschieden. Für die sogenannten Freien Berufe entfällt die Pflicht, ihr Gewerbe anzumelden. Vorwiegend handelt es sich bei ihnen um künstlerische Berufe, unter welche auch der Fotograf fällt. Dennoch kannst du als Fotograf zugleich Gewerbebetreibender sein.

Möchtest du als Fotograf und Freiberufler gelten, arbeitest du als Künstler oder Bildjournalist. Ästhetische Bilder, welche keine Auftragsarbeiten sind, werden für dich als Kunst interpretiert. Freiberufler können ebenso Bildberichterstatter oder Bildjournalisten sein.

Gewerbetreibender bist du jedoch nicht automatisch, wenn du deine Bilder nur gegen Auftrag annimmst. Letztendlich entscheidet das zuständige Finanzamt, welcher Kategorie der Fotografen du angehörst.

Zugleich ist die Berufsbezeichnung „Fotograf“ seit einigen Jahre nicht mehr geschützt. Jeder darf sich somit als Fotograf bezeichnen, selbst wenn er keinen Meisterbrief besitzt. Sobald du Auftragsarbeiten ausführst, erledigst du eine handwerkliche Tätigkeit. Hochzeits-, Produkt- oder Porträtfotografen sind somit Gewerbetreibende und müssen eine Neugründung eines Gewerbes inklusive einer Gewerbeanmeldung durchführen.

Die Anmeldepflicht für dein Gewerbe musst du dadurch beim Gewerbeamt absolvieren. Ob es sich bei deiner Neugründung um ein Gewerbe mit Mitgliedschaft in der Handwerkskammer handelt, entscheidet der Einzelfall.

Wir von Gewerbeanmeldung.com helfen dir gerne, falls du als Fotograf ein Gewerbe betreiben möchtest. Mit unserer praktischen Checkliste hier bekommst du einen schnellen Überblick, ob du dein Gewerbe anmelden musst und welche Unterlagen du benötigst.

Jetzt Freiberuf starten

Deinen Verdienst selbst bei einem Nebenverdienst musst du bei der jährlichen Steuererklärung an das Finanzamt angeben. Geringe Hinzuverdienste sind meistens steuerfrei.

Damit dein Nebenverdienst auch weiterhin steuerfrei bleibt, solltest du auf die jährlichen Freibeträge achten. Als Gewerbetreibender kannst du dir durch Freibeträge viele Steuern ersparen. Die Höhe des Freibetrags kannst du jederzeit beim Finanzamt oder bei uns von Gewerbeanmeldung.com nachfragen.

Fotografie als lukrativer Nebenverdienst

Hobby- wie Profifotografen können mit ihren Bildern im Internet ein lukratives Nebeneinkommen erzielen. Grundsätzlich unterteilen sie sich in

  • Gewerbetreibende
  • Freiberufler

sodass sie nicht immer ohne ein angemeldetes Gewerbe Geld verdienen können. Zusätzlich musst du als Fotograf auf die Qualität und die Nachfrage deiner Bilder achten. Wir von Gewerbeanmeldung.com helfen dir gerne, wenn du dich als Fotograf selbstständig machen und mit deinen Bildern und Fotos im Internet Geld verdienen möchtest.

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Gewerbe anmelden Hannover – Gewerbeanmeldung in Hannover

Wie lange dauert eine Gewerbeanmeldung- Hannover?


In der Regel dauert die Gewerbeanmeldung in Hannover rund 30 bis 50 Minuten, je nachdem, wie viele Fragen man selbst noch hat und mit dem Mitarbeiter vor Ort besprechen muss.

Gewerbeanmeldung: Haupt- oder Nebengewerbe

Man sollte sich für die Beantwortung der Fragen allerdings ausreichend viel Zeit lassen, da die meisten Fragen über einen Neugründer noch sehr kompliziert klingen können.

Unter anderem muss man nämlich Angaben zum Gewerbetreibenden und zum Betrieb selbst machen. Beispielsweise auch, welche Rechtsform man gründen will und ob dieses als Haupt- oder Nebengewerbe geführt werden soll.

Denn je nachdem, wie man das Unternehmen führen möchte, entstehen für den Gewerbetreibenden mehr Kosten, da bei einem Hauptgewerbe dieser die Krankenkasse aus der eigenen Tasche bezahlen muss. Daher ist es, wie bereits erwähnt, sich ausreichend viel Zeit zu nehmen und gegebenenfalls mit dem Mitarbeiter abzuklären.

Wo kann man ein Gewerbe anmelden?

Um ein Gewerbe in Hannover anmelden zu können, muss man beim Gewerbeamt vorstellig werden. Dieses liegt am Schützenplatz 1 30169 Hannover.

Gewerbe anmelden vor Ort oder mit Termin

Beim Gewerbeamt muss man entweder einen Termin vereinbaren oder einfach vor Ort erscheinen. Bei einem Termin hat man den Vorteil, dass man nicht allzu lange im Wartezimmer verbringen muss. Man muss bei der Gewerbeanmeldung damit rechnen, dass man etwas Geld dabei haben muss.

Die Bearbeitungsgebühr liegt in der Landeshauptstadt Niedersachsens bei 40 Euro. Diese Gebühr bezahlt man allerdings unabhängig von der Rechtsform des Gewerbes. Das muss jeder Gründer bezahlen. Außerdem ist es wichtig, dass man noch einige Unterlagen bei sich hat. 

Welche Unterlagen benötige man zur Gewerbeanmeldung?

  • einen Personalausweis oder Reisepass,
  • eine Meldebescheinigung oder Aufenthaltstitel,
  • je nach Art des Gewerbes kann es sein, dass noch weitere Unterlagen benötigt werden, wie beispielsweise eine Handwerkskarte oder ein polizeiliches Führungszeugnis,
  • eventuell einen Handelsregisterauszug,
  • Minderjährige benötigen noch zudem die Erlaubnis eines Erziehungsberechtigten.

 Wie soll man das Formular für die Gewerbeanmeldung ausfüllen?

Nachdem man diese Unterlagen vorgezeigt hat, erhält man ein Gewerbeformular. Dieses Formular sollte man vor Ort ausfüllen, da der Mitarbeiter vor Ort bei Fragen helfen kann.

Auf diesem Formular muss man unter anderem Angaben zum Gewerbetreibenden und zum Gewerbe selbst machen. Hat man dies erledigt, wartet man bis zu drei Tage, dann erhält man den Gewerbeschein.

Was ist ein Gewerbeschein?

Der Gewerbeschein selbst ist nur die unterschriebene Version des Formulars. Diesen benötigt man, da dieser die Bescheinigung für die gewerbliche Tätigkeit ist. Jedoch darf man mit diesem noch nicht sofort anfangen Gewinne zu erwirtschaften.

Das darf man nämlich erst dann, wenn man den Bogen zur steuerlichen Erfassung vom Finanzamt erhalten und ausgefüllt zurückgeschickt hat. Beim Finanzamt selbst muss man nicht vorstellig werden.

Das übernimmt das Gewerbeamt in Hannover für einen. Dieses informiert die weiteren Behörden, darunter das Finanzamt, die Industrie und Handelskammer, eventuell die Handwerkskammer und die Berufsgenossenschaft.

Was wird wenn man die Gewerbeanemldung verspätet oder nicht vornimmt?

Wann man die Gewerbeanmeldung vornehmen muss, ist in Deutschland ganz klar geregelt. Wenn man ein Gewerbe nämlich nicht anmeldet, dann droht ein Bußgeld, welches bis zu 1000 Euro und mehr kosten kann!

Man hat allerdings die Möglichkeit, das Gewerbe auch noch rückwirkend, bis zu 60 Monate später, noch anmelden zu können. Dann muss man allerdings damit rechnen, das man die bisher ausgelassenen Steuern nachzahlen muss. Auf diese Steuern käme dann noch ein vorher festgelegter Zinssatz drauf, den man dann ebenfalls noch bezahlen müsste.

Fazit:

In der Landeshauptstadt Niedersachsens gründen? Na klar doch, wo denn auch sonst? Man muss beim Gewerbeamt in der Stadt vorstellig werden, welches am Schützenplatz 1 30169 liegt.

 

Gewerbeanmeldung beantragen wo

Gewerbeanmeldung beantragen:


Noch bevor man ein Kleingewerbe anmelden kann, muss man zunächst beim Gewerbeamt vorstellig werden und ein normales Gewerbe anmelden. In einigen Städten und Gemeinden kann es sein, dass man die Gewerbeanmeldung auch beim Ordnungsamt oder bei der Handwerkskammer beantragen kann. Bei manchen Gewerbeämtern muss man einen Termin vereinbaren, die meisten akzeptieren es auch, wenn man einfach vor Ort erscheint.

Wie lange dauert eine Gewerbeanmeldung?

Die Anmeldung beim Amt des Gewerbes dauert rund 40 bis 50 Minuten. Vor Ort bezahlt man eine Gebühr für die Bearbeitung, die rund 20 bis 60 Euro kostet und sich je nach Stadt und Gemeinde unterscheiden kann. Außerdem sollte man paar Unterlagen dabei haben.

Welche Unterlagen benötige man zur Gewerbeanmeldung?

  • einen gültigen Personalausweis bzw. Reisepass,
  • eine Melde Bestätigung oder als Nicht EU Bürger einen Aufenthaltstitel,
  • je nach Art des Gewerbes kann es sein, das man weitere Dokumente benötigt, wie ein polizeiliches Führungszeugnis, eine Handwerkskarte oder ein Gesundheitszeugnis,
  • falls das Gewerbe im Handelsregister ist, einen Auszug davon,
  • als Minderjähriger benötigt man zudem die Erlaubnis der Erziehungsberechtigten,
  • sofern man selber nicht vor Ort erscheinen kann, dann muss man einer Person eine Vollmacht erteilen. Diese Person muss dann selbst auch einen Personalausweis und eine Melde Bestätigung dabei haben.

Wie soll man das Formular für die Gewerbeanmeldung ausfüllen?

Nachdem man die benötigten Unterlagen vorgezeigt hat, erhält man ein Formular, welches man ausfüllen muss. Unter anderem muss man da Angeben, ob man das Gewerbe nebenberuflich oder hauptberuflich führen möchte. Bei einem hauptberuflich geführtem Gewerbe müsste man die Krankenversicherung aus der eigenen Tasche bezahlen.

Gewerbeanmeldung Formular ausgefüllt– was folgt nun?

Sofern alle erforderlichen Felder ausgefüllt worden sind, wird das Formular unterschrieben, gestempelt und kopiert. Die Kopie erhält dann der Gewerbetreibende. Diese Kopie dient dann als Gewerbeschein. Nach diesem Ablauf werden weitere Behörden wie das Finanzamt, die Industrie und Handelskammer, sowie die Berufsgenossenschaften informiert. Die Kleingewerbe Anmeldung beispielsweise findet nicht beim Amt des Gewerbes, sondern beim Finanzamt statt.

Wo kann man ein Kleingewerbe anmelden?

Ein Kleingewerbe anmelden kann man nur beim Finanzamt. Dieses meldet sich innerhalb von sieben bis zehn Tagen nach der Gewerbeanmeldung. Falls sich innerhalb dieser Zeitspanne allerdings niemand melden sollte, dann kann man selbst aktiv werden und einmal nachfragen.

Vom Finanzamt erhält man dann den Bogen zur steuerlichen Erfassung. Auf diesem kann man die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen, welches die Voraussetzung dafür ist, um ein Kleingewerbe gründen zu können. Diese Regelung ist eine Hilfe für Kleingewerbetreibende, um keine Umsatzsteuer zahlen zu müssen, sofern einige Bedingungen erfüllt worden sind.

Diese sehen wie folgt aus: man darf im ersten Geschäftsjahr nicht mehr wie 22.000 Euro und im zweiten Jahr nicht mehr wie 50.000 Euro Umsatz erwirtschaften. Falls diese Bedingungen erfüllt worden sind, zahlt man sowohl keine Umsatzsteuer, ist nicht mehr dem HGB untergeordnet, sondern dem BGB und es kommt nicht zur doppelten Buchführung. Stattdessen reicht eine einfache Einnahme Überschuss Rechnung vollkommen aus. Dadurch ist der Verwaltungsaufwand sehr gering. Falls man die Option nicht zieht, dann kann man für die kommenden fünf Jahre das Unternehmen nicht mehr als Kleingewerbe anmelden.

Außerdem muss man auf dem Bogen angeben, wie die gewerbliche Tätigkeit aussieht. Hierbei sollte man darauf achten, die Tätigkeit so ausführlich wie möglich zu beschreiben, da das Finanzamt im Nachhinein sehr genau kontrolliert, ob die Angaben denn auch soweit stimmen und auch eingehalten werden. Da der Bogen sieben Seiten lang ist, empfiehlt es sich, sich genug Zeit zu nehmen und alle relevanten Fragen mit größter Aufmerksamkeit auszufüllen.

Nachdem man den Bogen abgeschickt hat, kann man als Kleingewerber mit der gewerblichen Tätigkeit beginnen, Gewinne zu erwirtschaften. Kleingewerbe benötigen keine eigene Steuernummer. Gründer nutzen ihre eigene Nummer, die jeder Bürger seit Geburt an hat, auf Rechnungen.

Wann muss man ein Kleingewerbe anmelden?

Wenn man bereits von vorneherein weiß, dass man eine nebenberufliche Tätigkeit beginnen möchte, dann sollte man so schnell wie möglich das Gewerbeamt aufsuchen. Jeder, der eine nebenberufliche Tätigkeit ausübt, mit der klaren Absicht, mit dieser einen Gewinn zu erwirtschaften, ist dazu verpflichtet, die Gewerbeanmeldung durchzuführen. Wann genau man anfangen möchte, ist ebenfalls klar geregelt.

Was wird wenn man die Kleingewerbe nicht anmeldet?

Man sollte die Gewerbeanmeldung vor dem Start der gewerblichen Tätigkeiten anmelden. Ansonsten kann ein Bußgeld in Höhe von rund 1000 Euro und mehr drohen. Beispielsweise ist es sogar in München so, das Bußgelder in Höhe von bis zu 50.000 Euro ausgesprochen werden können. Das würde für viele nicht nur den absoluten Worst Case bedeuten, sondern auch den finanziellen Ruin. Unwissenheit schützt nicht vor Bußgeldern.

Kann man rückwirkend Gewerbe anmelden?

Man kann eine gewerbliche Tätigkeit auch noch rückwirkend anmelden lassen. Dafür hat man bis zu 60 Monate Zeit. Dann müsste man die bisher nicht gezahlten Steuern nachzahlen und zusätzlich darauf würde dann noch ein gewisser Zinssatz dazukommen. Bei eher kleineren Beträgen drücken die meiste Ämter noch ein Auge zu und verhängen dann keine Strafe, doch allein darauf vertrauen sollte man nicht und die Anmeldung so schnell wie möglich beantragen bzw. vornehmen.

Gewerbeanmeldung beantragen: Wer muss überhaupt die Anmeldung eines Gewerbes beantragen?

Nicht jeder, der Selbstständig ist, muss auch ein Kleingewerbe anmelden. Es gibt einige Ausnahmen, die von dieser Pflicht befreit sind. Zum einen gibt es diejenigen, die unter die Hobbyregelung fallen. Diese Leute dürfen mit einer Tätigkeit bzw. einem Hobby bis zu 410 Euro pro Jahr verdienen, ohne dabei das Gewerbeamt aufsuchen zu müssen. Auch kein Kleingewerbe gründen müssen Freiberufler. Diese sind genauso Selbstständig, wie Kleingewerbetreibende auch, müssen allerdings nur beim Amt der Finanzen den Bogen ausfüllen und abgeben. Zu den Freiberuflern gehören Berufe wie:

  • Ärzte,
  • Zahnärzte,
  • Ingenieure,
  • Fotografen,
  • Designer,
  • Schriftsteller,
  • Journalisten,
  • und viele weitere.

Gewerbeanmeldung beantragen: Was ist der Kleingewerbeschein?

Wenn man bei dem Gewerbeamt in der Stadt vorstellig wird, erhält jeder Gewerbetreibende ein Formular vorgelegt. Es gibt auch nur dieses eine Formular. Demnach gibt es auch nur einen Gewerbeschein, den jeder erhält. Warum sich trotzdem das Gerücht mit dem Kleingewerbeschein so hartnäckig fällt, liegt unter anderem daran, weil man auf dem Gewerbeformular nicht angeben kann, ein Kleingewerbe anmelden zu wollen. Daher vermuten viele, dass ein Kleingewerbe ein ganz eigenes Formular besitzen muss. Doch das stimmt nicht.

 

Ein Kleingewerbe anmelden muss man beim Finanzamt, indem man auf dem Bogen zur steuerlichen Erfassung angibt, die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen zu wollen.

Gewerbeanmeldung beantragen: Vorteile eines Kleingewerbes im Gegensatz zu anderen Unternehmen?

Kleingewerbe sind nicht dazu verpflichtet, das Handelsgesetzbuch als Grundlage ihres Handelns zu nutzen, sondern nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch, der Gewerbeordnung und der Steuer- und Sozialgesetze. Die HGB ist sehr umfangreich und komplex, deshalb ist es ein großer Vorteil, wenn man als Kleingewerbe sich nicht so tief in die Materie einlesen muss. Das Kleingewerbe hat den entscheidenden Vorteil, das man für dieses kein Mindestkapital benötigt.

Muss ein Kleigewerbe im Handelregister eintragen?

Das Kleingewerbe muss nicht im Handelsregister eingetragen werden. Das bedeutet im Umkehrschluss, das die IHK Gebühren pro Jahr dann geringer ausfallen. Bei einem Kleingewerbe kommt es nicht zur doppelten Buchführung und auch die Veröffentlichung eines Jahresabschlusses entfällt. Außerdem kann man unter bestimmten Voraussetzungen keine Umsatzsteuer zahlen. Wenn man dabei noch berücksichtigt, dass man einen Gewinn von bis zu 24.500 Euro erwirtschaften kann, ohne die Gewerbesteuer abführen zu müssen, dann ist dies umso besser für einen.

Gewerbeanmeldung beantragen: Wie hoch darf der Umsatz beim Kleingewerbe sein?

Man kann jede Menge Geld mit einem Kleingewerbe verdienen. Pro Jahr darf man bis zu 500.000 Euro Umsatz oder 50.000 Euro Gewinn. Diese Summen dürften sicherlich bei dem einen oder anderen bedeuten, dass damit die eigene Haupteinnahmequelle überflügelt werden könnte.

Kann man mit einem Kleingewerbe leben?

Wer hauptberuflich ein Kleingewerbe führen möchte, fragt sich sicherlich des öfteren, ob es möglich ist, durch die Einnahmen aus dem Kleingewerbe den gesamten Lebensunterhalt finanzieren zu können. Das ist durchaus im Bereich des Möglichen, doch die Situation kann sich von Person zu Person unterscheiden. Jemand, der alleine lebt, wird mitnichten überhaupt keine Probleme bekommen, über die Runden zu kommen. Vielmehr kann diese Person sogar noch einen satten Gewinn beiseite legen für die Zukunft.

Ein kleiner Familienhaushalt mit vier Personen kann da eher schon Probleme bekommen. Weniger aufgrund der Einnahmen, die bei 50.000 Euro sehr hoch sind. Dennoch kann der Wunsch irgendwann nach einem Haus oder einem größerem Wagen entstehen, falls man das gesamte Geld nicht bereits beiseite hat, dann wird es schwierig bis nahezu unmöglich, einen Kredit von der Bank zu bekommen. Über diese Tatsache sollten sich die meisten Kleingewerbetreibenden bewusst sein.

Außerdem muss man berücksichtigen, dass man auch Steuern zahlen muss. Auch wenn man bis zu 50.000 Euro verdienen kann, was auch erst einmal verdient werden muss, so muss man auch einiges an Steuern bezahlen. Kleingewerbetreibende zahlen nämlich Umsatzsteuer, Gewerbesteuer und Einkommensteuer.

Gewerbeanmeldung beantragen: Welche Steuern zahlt ein Kleingewerbe?

Ein Kleingewerbe zahlt die beantragen Einkommensteuer, die Umsatzsteuer und die Gewerbesteuer. Doch hierbei gibt es viele Ausnahmen, wo man am Ende fast nichts versteuern muss. Unter anderem darf man nämlich bis zu 24.500 Euro Gewinn im Jahr erwirtschaften, ohne Gewerbesteuern abführen zu müssen. Wenn man dann noch die Bedingungen für die Kleinunternehmerregelung erfüllt, dann zahlt man am Ende auch keine Umsatzsteuer. Am Ende bleiben für den Kleingewerbetreibenden nur noch die Einkommenssteuer.

Welche Kosten verursacht ein Kleingewerbe aufs Jahr verteilt?

Ein Kleingewerbe hat den großen Vorteil, dass dieser ohne Stammkapital gegründet werden kann. Das bedeutet, das man im Gegensatz zu einer Kapitalgesellschaft, wie bei einer GmbH, keinen hohen Betrag nachweisen muss. Die Markteintrittsbarriere ist demnach sehr gering, was zumindest den Aspekt des Geldes angeht.

Gewerbeanmeldung: Bearbeitungsgebühr

Man muss lediglich die einmaligen Kosten für die Bearbeitungsgebühr bezahlen, die rund 20 bis 60 Euro kosten und sich je nach Stadt unterscheiden können. Als Gewerbetreibender ist man dazu verpflichtet, die Mitgliedschaft bei der Industrie und Handelskammer anzutreten. Man hat hier keine Möglichkeit, dem zu widersprechen.

Gewerbeanmeldung: IHK

Die IHK verlangt eine jährliche Gebühr, die für Kleingewerbe rund 30 bis 70 Euro betragen. Falls man ein Kleingewerbe hat, dieses dennoch beim Handelsregister eingetragen ist, dann muss man, ähnlich wie große Unternehmen, einen Betrag von rund 150 bis 300 Euro bezahlen. Die Gebühren können weiter ansteigen und sind abhängig von dem erzielten Einkommen. Sofern das Kleingewerbe einen Umsatz von unter 5200 Euro vorweist, ist man von den Gebühren befreit.

Auch können weitere Kosten entstehen, wenn das Gewerbe wächst. Wenn man beispielsweise

  • Mitarbeiter einstellt und deren Lohn und Versicherung abzahlen muss,
  • ein Patent anmelden lässt,
  • eine Partnerschaft eingeht,
  • eine Räumlichkeit anmietet,
  • Kurse besucht und Zertifikate macht oder auch Mal Neuanschaffungen anstehen.

Das sind allerdings Kosten, die man gerne zahlt, denn diese bedeuten nichts anderes, als dass das Gewerbe weiter wächst. Die Kosten sind demnach Investitionen, die sich auf langer Sicht einen wirtschaftlichen Profit bedeuten.

Muss man auch als Kleingewerbe die Zwangsmitgliedschaft bei der Industrie und Handelskammer antreten?

Jeder, der in Deutschland ein Gewerbe besitzt, hat die Pflicht, die Mitgliedschaft bei der IHK anzutreten. Dem kann man auch gar nicht widersprechen und muss man so hinnehmen. Die jährlichen Gebühren für ein Kleingewerbe betragen rund 30 bis 70 Euro. Für Gewerbe, die im Handelsregister eingetragen sind, gilt, das diese eine Summe von 150 bis 300 Euro aufbringen müssen.

Wofür ist die IHK aber eigentlich gut?

Sie fördert die regionale Wirtschaft. Vor allem Kleingewerbe können sich von dem breiten Spektrum an Angeboten bei der IHK bedienen. Man kann nämlich viele Zertifikate oder Kurse in Anspruch nehmen. Diese wiederum können dem Kleingewerbe zugute kommen und dem Ansehen helfen oder durch das Wissen dem Unternehmer helfen, sein GewerbGewerbeanmeldung beantragen woe weiterzuentwickeln. Nicht immer muss eine verpflichtende Anmeldung auf Anordnung des Staates schlecht sein. Doch eine Sache gibt es dann doch bei der IHK zu bemängeln. Es kann nämlich gut und gerne Mal vorkommen, dass man als Kleingewerbe direkt im ersten Jahr ein Schreiben erhält, wegen einer Beitragsrechnung, die es in sich haben kann.

Als kleines Gewerbe, welches die Anmeldung erst noch vor wenigen Monaten abgeschlossen hat, kann dies für irritierte Gesichter sorgen. Warum gerade jetzt? Warum so viel? Etwaige Neuanschaffungen oder Koorperationen können für diesen Augenblick dann nicht mehr realisiert und auf die kommenden Monate geschoben werden. Doch noch ist nicht aller Tage Abend, denn du bist gerade auf der richtigen

Seite gelandet… Als Personengesellschaft hat man nämlich die Möglichkeit, innerhalb einer festgelegten Frist, der Beitragsrechnung zu widersprechen. Genau dann kannst du unsere Hilfe in Anspruch nehmen. Wir von GewerbeAnmeldung.com bieten nämlich die in Deutschland einmalige IHK-Gebühren-Beratung an. Bei dieser Beratung prüfen Experten für dich, ob die Möglichkeit besteht, das der Betrag auf ein Minimum auf bis zu 0 Euro gesenkt werden kann.

Ja, du hast richtig gelesen, die Möglichkeit einer 100% Minderung besteht. Zwar gibt es dafür keine Garantie, wie bei vielem im Leben nicht, doch auch wenn die Summe nur einen erheblichen Teil sinken würde, wäre dies für die meisten Gründer schon ausreichend.

Die bisher zahlreichen positiven Erfahrungen und Bewertungen rund um die IHK-Gebühren-Beratung sprechen dabei eine deutliche Sprache. Sofern du ebenfalls von diesem einzigartigem Angebot profitieren möchtest, dann klicke hier ->

Gewerbeanmeldung beantragen: Dem Arbeitgeber vom Kleingewerbe erzählen?

In Deutschland herrscht keine Pflicht, wo der Arbeitnehmer seinem Arbeitgeber von gewerblichen Tätigkeiten unterrichten muss. Ausnahmen kann es dennoch geben. Wenn beispielsweise die vertragliche Situation das von einem so verlangt, da bestimmte Klauseln einen dazu verpflichten, von gewerblichen Tätigkeiten zu berichten.

Auch muss man dem Arbeitgeber von dem Kleingewerbe erzählen, wenn diese im Interessenkonflikt mit dem aktuellen Unternehmen ist, da beide in der selben Branchen aktiv sind. Wenn man zudem durch die nebenberufliche Selbstständigkeit sehr erschöpft ist und auf der Arbeit nicht mehr die gleiche Leistung erbringen kann, ja auch dann muss man dem Arbeitgeber bescheid geben. Zudem sollte man berücksichtigen, vielleicht auch einfach von selbst von der Gewerbeanmeldung zu erzählen.

Es kann auch durchaus Mal vorkommen, dass der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer ein gewisses Misstrauen entgegenbringt, wenn dieser nichts von der nebenberuflichen Tätigkeit erwähnt. Diese kleinen Spannungen können das Arbeitsklima erheblich schwächen, sodass am Ende dann eine schlechte Leistung wegen dem Kleingewerbe angegeben wird und nicht daher, weil die Motivation aufgrund des Behandelns des Chefs ungerecht war.

Fazit:

Beim Kleingewerbe handelt es sich nicht nur um DAS beliebteste Gewerbe der Deutschen überhaupt, sondern auch um ein Unternehmen, welches sehr kostengünstig ist und dem Gewerbetreibenden viele Optionen gibt, sehr viele Steuern einsparen zu können und dabei auch noch jede Menge Geld zu verdienen. Gepaart mit dem Fakt, dass das Kleingewerbe nur einen geringen Verwaltungsaufwand bedeutet und mit wenigen Pflichten Verbunden ist, bietet ein Kleingewerbe einen ideal Start in die Selbstständigkeit.