Ist jeder Gewerbebetrieb ein Handelsgewerbe und Handelsgewerbetreibender

Ist ein Gewerbebetrieb ein Handelsgewerbe
Stellt jeder Gewerbebetrieb auch ein Handelsgewerbe dar?

Als Existenzgründer ist es unerlässlich, genau über den rechtlichen Status deines Unternehmens Bescheid zu wissen. Um dabei alles richtig zu machen, solltest du diesen Artikel lesen!
Weitere wichtige Informationen findest du unter: https://gewerbeanmeldung.com

Was versteht man unter einem Gewerbebetrieb?


Bei einem Gewerbe handelt es sich um eine Tätigkeit, die auf Dauer ausgerichtet ist, selbstständig durchgeführt wird und eine Gewinnerzielungsabsicht verfolgt. Von diesen Tätigkeiten ausgeschlossen sind die folgenden:

  • Freie Berufe, also beispielsweise Tätigkeiten als Architekt, Arzt, Rechtsanwalt oder Steuerberater
  • Tätigkeiten, die lediglich ideelle Zwecke verfolgen und somit keine Gewinnerzielung beabsichtigen
  • die Verwaltung deines Vermögens
  • wissenschaftliche und künstlerische Tätigkeiten

Was versteht man unter einem Handelsgewerbe?

Grundsätzlich kann jeder Gewerbebetrieb zum Handelsgewerbe werden, wenn der Betrieb nach Art und Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert (§ 1 II HGB). Das einzige Kriterium, das darüber hinaus erfüllt sein muss, ist, dass das Gewerbe eine bestimmte Größe erreicht.

Eine Eintragung ins Handelsregister begründet nicht den Status als Handelsgewerbe, vielmehr kommt es darauf an, dass der Betrieb eine kaufmännische Einrichtung erfordert. Man spricht hier auch von einer deklaratorischen Wirkung der Eintragung ins Handelsregister, das heißt, du stellst eine rechtliche Situation klar bzw. zeigst sie an, begründest sie jedoch nicht.

Für die Beurteilung des Status als Handelsgewerbe ist jedoch lediglich das Gesamtbild entscheiden, das heißt, die Betrachtung aller relevanten Aspekte. Quantitative Faktoren, zahlenmäßig zu bezifferende Grenzwerte gibt es dazu also nicht.

Folglich lässt sich so nicht feststellen, welche Gewerbebetriebe zählengemäß nach dem HGB als Handelsgewerbe gelten.
Irrelevant ist des Weiteren, ob du als Inhaber tatsächlich auch diese kaufmännische Einrichtung vorgenommen hast.

Wann wird eine GbR zur OHG?

Die Entstehung der GbR

Eine Gemeinschaft bürgerlichen Rechts (GbR) entsteht, wenn sich zwei oder mehr Personen zur Verfolgung eines gemeinsamen Zwecks zusammenschließen. Für die Gründung ist ein schriftlicher Vertrag nicht erforderlich, die GbR entsteht automatisch.

Beispiele aus der Praxis haben gezeigt, dass bereits die Planung eines gemeinsamen Urlaubs oder die Aufteilung der Kosten für einen Mietwagen eine GbR begründen können.

Vielleicht ist diese Tatsache auch für dich überraschend, doch zahlreiche Urteile bestätigen sie. Ebenso bist du dir möglicherweise nicht des Umstands bewusst, dass so manche dieser Interessengemeinschaften sogar als Offene Handelsgesellschaft eingestuft werden können.

Die Entstehung der OHG

Im klassischen Fall bedarf die OHG der bewussten Neugründung durch mehrere Gesellschafter, die damit gemeinsam ein Handelsgewerbe ausüben möchten. Abgesehen davon kann sie sich jedoch auch aus einer GbR ableiten, und zwar ganz automatisch bzw. unbewusst.

Dazu muss die Gemeinschaft bürgerlichen Rechts eine gewerbliche Tätigkeit verfolgen und einen bestimmten Umfang erreichen. An dieser Stelle besteht also der Unterschied zwischen einer OHG und einem Kleingewerbe. Letzteres kann in Form der GbR ausgeübt werden, solange es sich im gesetzlich vorgesehenen Rahmen bewegt.

Die Kriterien eines Handelsgewerbes

Von einem Handelsgewerbe und damit einer OHG kann ausgegangen werden, wenn deine Gesellschaft eine gewerbliche Tätigkeit ausübt, du also nicht freiberuflich arbeitest. In § 18 I Nr.1 EStG (Einkommensteuergesetz) ist ein Katalog an freiberuflichen Tätigkeiten aufgeführt.

Noch dazu muss das Unternehmen eine gewisse Größe erreicht haben. Dazu gibt es grobe Orientierungskriterien, darunter einen Umsatz von mindestens 250.000 Euro, mehr als fünf Mitarbeiter zu beschäftigen sowie über ein Betriebsvermögen von mindestens 120.000 Euro zu verfügen.

Was versteht man unter einem Kleingewerbe? Kleingewerbe – Was ist das?

Der Begriff des Kleingewerbes bezeichnet ein Unternehmen, das seine gewerbliche Tätigkeit in geringem Umfang ausübt. So kann es die sogenannte Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen.

Gemäß der Definition des § 1 II HGB versteht man darunter alle Unternehmensformen, die nach Art oder Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb nicht erfordern. So ominös diese Legaldefinition für dich klingen mag, gemeint ist damit, dass nur natürliche Personen oder Gesellschaften bürgerlichen Rechts ein Kleingewerbe unterhalten können.

Wenn das Kleinunternehmen wächst, kann es zu einer GmbH umfirmiert oder aber auch eine neue Firma mit der Rechtsform der GmbH gegründet werden. Damit wird aus dem Kleingewerbe als GbR eine OHG in Form der GmbH. Anschließend wird das Unternehmen auch im Handelsregister eingetragen.

Die Anmeldung des Kleingewerbes

Für die Anmeldung deines Kleingewerbes musst du dich an dein zuständiges Gewerbeamt wenden. Bei dieser Stelle kannst du dich zu einem späteren Zeitpunkt auch ab- oder ummelden.

Als nächster wichtiger Ansprechpartner gilt das Finanzamt. Es kommt meist auf dich zu, damit du einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausfüllst und so eine Steuernummer zugewiesen bekommen kannst.

Nur mit einer Umsatzsteuer-Identifikationsnummer kannst du innerhalb der EU Waren und Dienstleistungen steuerfrei kaufen und verkaufen.
Der nächste Schritt ist die Wendung ans Arbeitsamt. Es stellt dir eine Betriebsnummer aus, sofern du Mitarbeiter in deinem Kleingewerbe beschäftigst.

In der vierten Etappe der Anmeldung musst du die Station der IHK (Industrie- und Handelskammer) bzw. der HWK (Handwerkskammer)durchlaufen. Die IHK ist für dich zuständig, falls du weder Freiberufler bist noch ein Handwerk oder eine landwirtschaftliche Tätigkeit ausübst.

Schließlich muss noch die Eintragung bei der Berufsgenossenschaft erfolgen, und zwar binnen einer Woche nach der Gründung deines Kleingewerbes.

Die Vor- und Nachteile eines Kleingewerbes

Wenn du dich selbstständig machen möchtest, ist es natürlich auch wichtig, genau abwägen zu können, ob das Kleingewerbe auch die geeignetste Unternehmensform für dich ist. Bist du beispielsweise als Freiberufler tätig, erhältst du einen Sonderstatus, der mit bestimmten Vorteilen verbunden ist.

So musst du dich weder beim Gewerbeamt anmelden noch im Handelsregister eintragen lassen. Die Anmeldung eines Kleingewerbes hängt nicht von deiner Branche oder Tätigkeit ab. Meldest du das Kleingewerbe jedoch in deinem Namen an, musst du es auch nach außen hin repräsentieren.

Außerdem obliegt dir die Zahlung der Einkommenssteuer, der Gewerbesteuer und der Umsatzsteuer.

Wie sehen aber ganz konkret die Vor- und Nachteile des Status als Kleingewerbe aus?

Die Vorteile eines Kleingewerbes

  • der Nachweis einer einfachen Buchführung in Form einer Einnahmen-Überschuss-Rechnung ist ausreichend
  • die Anmeldung erfolgt formlos und ist vergleichsweise kostengünstig
  • du brauchst kein Startkapital für die Gründung deines Kleingewerbes

Die Nachteile eines Kleingewerbes

  • ein Kleingewerbe eröffnet bei der Firmierung nur geringen Gestaltungsspielraum, da Kleingewerbetreibende mit Vor- und Nachnamen bezeichnet werden, aber keine firmenähnlichen Zusätze tragen dürfen
  • als Kleingewerbetreibender haftest du mit deinem Privatvermögen

Fazit

  • eine Gewerbetätigkeit muss auf Dauer ausgelegt sein, selbstständig durchgeführt werden und eine Gewinnerzielungsabsicht verfolgen
  • der Status als Handelsgewerbe richtet sich nach Art und Umfang des Geschäftsbetriebs und erfordert eine Einrichtung in kaufmännischer Weise
  • die Eintragung ins Handelsregister hat deklaratorische Wirkung
  • eine GbR entsteht durch den Zusammenschluss von mindestens zwei Personen, die einen gemeinsamen Zweck verfolgen
  • eine OHG erfordert die bewusste Neugründung durch mehrere Gesellschafter zur Ausübung eines Handelsgewerbes
  • ein Kleingewerbe unterliegt weniger strengen Auflagen als ein Handelsgewerbe, bietet jedoch bisweilen weniger Freiräume und sieht die Haftung mit deinem Privatvermögen vor

welche gewerbebetriebe zählen gemäß hgb zu einem handelsgewerbe

Weitere Gewerbe Themen:

So muss man ein Gewerbe betreiben!

Ein eigenes Gewerbe betreiben zu können, ist für viele Gründer auf der ganzen Welt eines ihrer größten, wenn nicht sogar der größte Traum schlechthin. In Deutschland, dem Land der Dichter und Denker kommt dann noch hinzu, dass wir eines der Länder sind, dass für Fortschritt, Technologie und Entwicklung stehen.

Daher genießen Gründer in der Bundesrepublik ein hohes Ansehen und auch der Staat versucht seinen Unternehmern unter die Arme zu greifen. Doch auch wenn vieles rosig erscheint, so müssen Gründer dennoch eine langwierige Prozedur bestehen, bevor man mit dem Gewerbe vollständig durchstarten kann. Verlieren wir also keine Zeit und beginnen mit den wichtigsten Fragen.

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Das Gewerbe im Handelsregister eintragen lassen?


Noch bevor man beim Gewerbeamt erscheinen muss, muss man vorher klären, ob man das Unternehmen im Handelsregister eintragen möchte oder eben nicht. Einige Unternehmen müssen dies ohnehin tun und kommen nicht drum rum.

Beispielsweise dann, wenn diese mehrere Mitarbeiter haben, eine Buchführung betreiben müssen und als Kaufmann gelten. Dann sind diese Gewerbe dazu verpflichtet, im Handelsregister eingetragen zu werden. Sofern bei einem Unternehmer keines dieser Punkte zutrifft, dann muss dieser auch die gewerbliche Tätigkeit nicht im Handelsregister eintragen lassen.

Vor allem bei kleineren Gewerben ist dies der Fall. Wenn man Besitzer eines solchen Gewerbes ist, kann man die Registrierung dennoch tun, um einige Vorteile genießen zu können. Unter anderem diese:

  • sofern der Bedarf gegeben ist, können Prokuristen beschäftigt werden,
  • der Name des Unternehmens kann von Mitbewerbern nicht kopiert werden,
  • man darf sich als Firma mit dem Firmennamen präsentieren,
  • Kunden sowie Geschäftspartner können dadurch überzeugt werden.

Wenn ein Kleingewerbe einmal im Handelsregister ist, dann verschwinden auch einige Vorteile, die ein solches Gewerbe auch eigentlich ausmachen. Der Kern eines Kleingewerbes verschwindet so immer mehr. Folgendes verändert sich:

  • dass das Unternehmen nicht mehr dem BGB, sondern dem HGB unterliegt, welches deutlicher strenger ist,
  • durch das Eintragen lassen kommt es zur doppelten Buchführung, sowie einer strengeren Bewachung dieser sichergestellt werden muss, auf Geschäftsbriefen und im Impressum müssen zusätzliche angaben gemacht werden wie beispielsweise der genaue Ort des Firmensitzes, die genaue Firmenbezeichnung, das Registergericht und die jeweilige Nummer,
  • die Kosten steigen weiter an, beispielsweise die Gebühren bei der IHK verdoppeln oder verdreifachen sich,
  • man müsste bereits vor der Gründung beim Amt des Gewerbes den Eintrag anvisieren, was für viele Gründer eher nicht infrage kommt.

Kleingewerbetreibende haben die Qual der Wahl und müssen die Entscheidung treffen, ob man diesen Schritt wagt oder eben nicht. Das gute hierbei ist, dass das für kleine Unternehmen eine freie Entscheidung ist.

Sofern man von den Vorzügen eines Kleingewerbes profitieren möchte, worunter eben auch der geringe Verwaltungsaufwand und die geringen unternehmerischen Verpflichtungen dazu gehören, dann ist es ratsamer, einen Eintrag nicht anzustreben.

Welche Gewerbe sind beliebt?

Wer einen Betrieb betreiben möchte, der stellt sich auch des öfteren die Frage, was für ein Gewerbe man denn am besten aufmachen sollte. Eine pauschale Antwort hierfür gibt es leider nicht. Es kommt immer auf die individuelle Ausgangslage eines jeden Einzelnen an.

Wenn man bereits nur aufgrund einer potenziellen Idee bereits einige Investoren auf sich aufmerksam machen konnte, dann wäre es beispielsweise ratsam, eine Kapitalgesellschaft zu gründen.

Wer noch nicht genau weiß, in welche Richtung es gehen soll, wie viele und was für Einnahmen man monatlich erwarten kann, der sollte wiederum eine Personengesellschaft gründen. Grundsätzlich gilt, dass die beliebtesten Gewerbe der Deutschen das Kleingewerbe und die GbR sind.

Mit knapp 6 Millionen gegründeten Betrieben sind diese auch die Gewerbe, welche mit Abstand am häufigsten Gegründet worden sind. Das besondere an einem Kleingewerbe ist beispielsweise, dass man dieses beim Finanzamt anmelden bzw. vom Finanzamt den Bogen zur steuerlichen Erfassung erhalten und die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen muss.

Wenn man dies tut, dann muss man unter anderem keine Buchführung betreiben, denn diese wird ersetzt, man unterliegt nicht mehr den Gesetzen der HGB, sondern der BGB und unter bestimmten Voraussetzungen muss man auch keine Umsatzsteuer mehr zahlen.

Eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts, kurz GbR oder auch BGB-Gesellschaft genannt, gehört zu den Personengesellschaften und ist somit ein Gewerbe. Die Voraussetzung zur GbR-Gründung ist, dass sich mindestens zwei Gesellschafter zusammenschließen. Diese zwei Gesellschafter müssen nicht unbedingt natürliche Personen sein.

Es können auch auch zwei juristische Personen sich zu einer GbR zusammenschließen, oder aber auch eine natürliche und eine juristische. Das heißt jede Kombination ist möglich. Die Gründung einer GbR ist recht einfach und unkompliziert und aus diesem Grund zählt sie zu einer der beliebtesten Rechtsformen.

Wo muss man ein Gewerbe anmelden?

Wer die Gewerbeanmeldung beantragen möchte, der muss beim zuständigen Gewerbeamt in der Stadt vorstellig werden. In einigen Städten kann es sein, dass es mehrere Ämter gibt, wo man die Anmeldung durchführen kann. Dann muss man erst einmal schauen, welches Amt denn für einen zuständig ist. Als nächstes müsste man schauen, ob es ausreicht, wenn man einfach vor Ort erscheint oder einen Termin vorher benötigt.

Nachdem auch dies geklärt und man nun beim richtigen Gewerbeamt erschienen ist, geht es wie folgt weiter: man bezahlt zunächst eine Bearbeitungsgebühr, die rund 20 bis 60 Euro kostet und sich je nach Stadt und Gemeinde unterscheiden kann. Anschließend muss man einige erforderlichen Dokumente vorlegen.

Was braucht man für die Gewerbeanmeldung?

  • einen gültigen Personalausweis bzw. Reisepass,
  • eine Melde Bestätigung oder als Nicht EU Bürger einen Aufenthaltstitel,
  • je nach Art des Gewerbes kann es sein, das man weitere Dokumente benötigt, wie ein polizeiliches Führungszeugnis, eine Handwerkskarte oder ein Gesundheitszeugnis,
  • falls das Gewerbe im Handelsregister eingetragen ist, benötigt man einen Auszug davon,
  • als Minderjähriger benötigt man zudem die Erlaubnis der Erziehungsberechtigten,
  • sofern man selber nicht vor Ort erscheinen kann, dann muss man einer Person eine Vollmacht erteilen. Diese Person muss dann selbst auch einen Personalausweis und eine Melde Bestätigung dabei haben.

Nachdem man die erforderlichen Dokumente vorgezeigt hat, erhält man im Anschluss ein Gewerbeformular, welches man dann entweder vor Ort oder von Zuhause aus ausfüllen kann. In der Regel wäre es aber hilfreicher, wenn man das Formular vor Ort ausfüllt. Zum einen deshalb, weil der Beamte vor Ort direkt bei Fragen eingreifen und helfen kann.

Zum anderen auch allein schon deshalb, weil so die Gewerbeanmeldung etwas weiter nach hinten verschoben wird. Denn erst wenn man das Formular ausgefüllt hat, erhält man im Nachhinein den Gewerbeschein.

Das Formular enthält nur eine Seite. Auf diesem muss man unter anderem Angaben zum Betrieb und zum Gewerbetreibenden machen. Nachdem man nun das Formular ausgefüllt hat, wird dieses unterschrieben, gestempelt und kopiert. Die Kopie erhält dann der Gewerbetreibende, welche dann von nun an als Gewerbeschein fungiert.

Dieser Gewerbeschein allerdings gibt einem noch nicht die Möglichkeit, mit dem Gewerbe bereits anfangen zu dürfen und Gewinne zu erwirtschaften. Das darf man nämlich erst nach der Anmeldung beim Finanzamt bzw. nachdem man den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung vom Finanzamt erhalten hat.

Diesen muss man nicht selber anfordern, sondern das Gewerbeamt informiert automatisch nach der Gewerbeanmeldung die weiteren Behörden. Darunter auch das Finanzamt, die Industrie und Handelskammer, sowie die Berufsgenossenschaften.

Auch bei den beiden anderen Behörden muss man nicht vorstellig werden, sondern der Gewerbetreibende wird dort automatisch angemeldet. Bei der IHK muss man die Mitgliedschaft als Gründer eines Gewerbes angehen und zahlt dafür eine jährliche Gebühr.

Die Berufsgenossenschaft ist für die gesetzliche Versicherung zuständig. Sofern man allerdings als Selbstständiger keine Mitarbeiter beschäftigt, dann muss man auch nichts bezahlen. Denn sich selbst müssen Selbstständige dort nicht anmelden.

Wie sieht ein Gewerbeschein aus?

Wer das erste Mal die Gewerbeanmeldung beantragen möchte, weiß noch gar nicht, wie ein solcher Gewerbeschein aussieht. Der Gewerbeschein ist nichts anderes, als das Ergebnis des Gewerbeformulars, welches man vom Gewerbeamt erhält und ausgefüllt hat.

Das ausgefüllte Formular wird so zum Gewerbeschein umfunktioniert. Damit du bestmögliche auf die jeweiligen Fragen antworten kannst und dabei deine wichtige Zeit nicht weiter unnötig verlierst, erhältst du hier einen kleinen exklusiven Einblick auf das Formular.

Das Formular besteht aus einer einzelnen Seite, wo man unter anderem Angaben zur eigenen Person und zum Betrieb machen muss. Die ersten neun Fragen handeln vom Betriebsinhaber des Gewerbes. Dort muss man Dinge angeben wie:

  • wie der Vor- und Nachname lautet,
  • welches Geschlecht man hat,
  • Geburtstag und Geburtsland,
  • Staatsangehörigkeit,
  • Anschrift der Wohnung,
  • Telefon/Mail

Von zehn bis 25 müssen Informationen rund um den Betrieb preisgegeben werden. Darunter auch:

  • (falls vorhanden, Zahl der Gesellschafter sowie deren Namen),
  • Anschrift des Gewerbes (bei Kleingewerben ist es meistens die eigene),
  • ob im Neben- oder Hauptgewerbe gegründet werden soll,
  • Datum des Beginns der angemeldeten Tätigkeit,
  • Art des angemeldeten Betriebes

Im letzten Abschnitt müssen bestimmte Angaben gemacht werden, die allerdings ein Großteil der Gewerbetreibenden nicht auszufüllen braucht, da es sich hierbei um sehr spezielle Fragen handelt. Beispielsweise um Betriebe die eine Erlaubnis benötigen, in die Handwerksrolle eingetragen werden müssen oder sie Ausländer sind.

Bis wann muss man die Gewerbeanmeldung beantragen?

Wir Deutschen lieben es, wenn alle schön geregelt ist. Manche mehr, manche weniger. In Deutschland ist daher das meiste auch dementsprechend geregelt. Zum Beispiel eben auch, wie es denn mit der Gewerbeanmeldung aussieht. Auch hierfür gibt es klare Regeln.

Wenn man also bereits von vorneherein weiß, dass man eine gewerbliche Tätigkeit ausüben möchte, dann sollte man dies auch so schnell wie möglich beantragen.

Für alle anderen gilt folgendes: wer eine Tätigkeit mehrere Male bewusst ausübt, mit der klaren Absicht, mit dieser Tätigkeit einen Gewinn zu erwirtschaften, ohne dabei in einem Angestelltenverhältnis zu sein, der muss ein Gewerbe anmelden.

Falls man die Gewerbeanmeldung nämlich nicht vornimmt, dann erwartet einen ein saftiges Bußgeld. Gründer müssen bei einem solchen Vergehen mit bis zu 1000 Euro und mehr rechnen. Durch eine kleine Unachtsamkeit eine solche Summe zu bezahlen ist schon ein Ärgernis. Auch gilt die Aussage nicht, dass man dies durch Unwissenheit nicht getan hat. Man müsste dennoch das Bußgeld bezahlen.

Kann man rückwirkend Gewerbeanmeldung beantragen?

Man hat die Möglichkeit, rückwirkend ein Gewerbe anmelden zu können. Dafür hat man bis zu 60 Monate Zeit. Man müsste dann die bisher ausgelassenen Steuern nachzahlen. Auf diese Steuern käme dann noch ein vorher festgelegter Zinssatz drauf, den man dann ebenfalls bezahlen müsste.

Für Leute, die bereits eine gewerbliche Tätigkeit ausüben, beispielsweise seit drei Monaten, aber bisher noch kein Gewerbe angemeldet haben, für die gilt ein solches Bußgeld noch nicht.

Dennoch sollten auch diese Leute das Gewerbe anmelden und das so schnell wie möglich. Denn das Gewerbeamt lässt zwar bei eher kleineren Summen eher Milde walten, doch allein darauf vertrauen sollte man nämlich nicht. Daher ist die Gewerbeanmeldung sehr wichtig.

Wo kann man ein kleines Gewerbe anmelden?

Wer ein Kleingewerbe anmelden möchte, der muss vom Finanzamt den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung erhalten. Nach der Gewerbeanmeldung dauert es rund sieben bis zehn Tage, bis man dann diesen Bogen vom Amt der Finanzen erhält.

Ist der Bogen dann aber da, merkt man sehr schnell, dass dieser mit sieben Seiten, im Gegensatz zum Gewerbeformular, ein kleiner Brocken ist. Es ist daher sehr wichtig, dass man sich für die Beantwortung der Fragen auch ausreichend viel Zeit nimmt und diese nicht überhastet beantwortet. Insbesondere zwei Felder sind für Gründer sehr wichtig.

Das erste Feld handelt von der Kleinunternehmerregelung. Damit man das Gewerbe als Kleingewerbe gründen kann, muss man diese Regelung in Anspruch nehmen. Wenn man dies tut, dann muss man unter bestimmten Voraussetzungen keine Umsatzsteuer mehr bezahlen, keine Buchführung betreiben und ist nicht der HGB untergeordnet.

Sofern man die Regel allerdings nicht in Anspruch nehmen sollte, dann darf man das für die kommenden fünf Jahre nicht mehr für dieses Gewerbe anwenden. Es ist daher sehr wichtig, dass man sich bereits von vorneherein bewusst wird, was man eigentlich möchte.

Ein weiteres wichtiges Feld, handelt von der gewerblichen Tätigkeit. Die gewerbliche Tätigkeit sollte bzw. muss man so ausführlich wie möglich beschreiben, da das Finanzamt im Nachhinein sehr genau überprüft, ob denn auch die Angaben auch wirklich richtig sind.

Nachdem man den Fragebogen ausgefüllt und zurückgeschickt hat, muss man nur noch die Steuernummer beantragen und könnte dann mit dem Gewerbe beginnen, Gewinne zu erwirtschaften. An dieser Stelle ein wichtiger Hinweis: Kleingewerbe benötigen keine Steuernummer. Diese nutzen einfach die Steuernummer, die sie seit Geburt an erhalten haben, auf den Rechnungen.

Muss jeder die Gewerbeanmeldung beantragen?

Nein. Es gibt einige Ausnahmen, die zwar auch selbstständige sind, jedoch kein Gewerbe anmelden müssen. Zu diesen Leuten gehören unter anderem die Freiberufler. Die Liste der freien Berufe ist lang. Darunter gibt es nämlich Berufe wie:

  • Ärzte,
  • Zahnärzte,
  • Anwälte,
  • Designer,
  • Künstler,
  • Schriftsteller,
  • Journalisten,
  • Fotografen.

In einigen Fällen kann es sein, dass auch Freiberufler die Gewerbeanmeldung benötigen. Beispielsweise dann, wenn ein Fotograf ein Fotostudio aufmacht und Mitarbeiter einstellt. Dann müsste dieser auch ein Gewerbe eröffnen.

Muss jedes Unternehmen bei der IHK Mitglied werden?

Jeder, der ein Gewerbe besitzt, der muss die Mitgliedschaft bei der IHK antreten. Man kann sich von dieser Pflicht nicht befreien lassen, da dies gesetzlich so festgelegt worden ist. Man zahlt für die Mitgliedschaft eine jährliche Gebühr.

Kleingewerber zahlen rund 20 bis 60 Euro pro Jahr. Unternehmen, die im Handelsregister eingetragen sind, zahlen rund 150 bis 300 Euro im Jahr. Dan kann es sein, dass noch weitere Kosten auf Gründer anfallen können, welche durch die IHK verursacht werden.

Wenn man beispielsweise die IHK Beitragsrechnung erhält. Das tragische an dieser Rechnung ist nicht nur, dass diese in manchen Fällen sehr hoch ausfallen kann und dadurch zum Beispiel Kooperationen und Neuanschaffungen nicht realisiert werden können, sondern dass diese Rechnung bereits im ersten Jahr auftreten kann.

Doch einen Ausweg aus dieser misslichen Lage gibt es auch, wenn du unsere Hilfe in Anspruch nimmst. Denn als Personengesellschaft hat man die Möglichkeit, dieser Rechnung zu widersprechen, innerhalb eines festgelegten Zeitraums.

Dann kannst du hergehen und unsere IHK Gebührenberatung für dich beanspruchen. Hier prüfen Experten für dich, ob die Möglichkeit besteht, ob die Kosten auf ein Minimum von bis zu 0 Euro gesenkt werden können.

Ja, dies ist im Bereich des Möglichen, doch eine Garantie gibt es hierfür nicht. Jedoch sprechen die bisherigen Erfahrungen und Bewertungen eine deutliche Sprache. Falls du gerne mehr darüber erfahren möchtest, dann klicke hier ->

Fazit:

Wer ein eigenes Gewerbe betreiben möchte, der muss viele Dinge dabei berücksichtigen. Als aller erstes ist wichtig, dass man die Tätigkeit, die man ausüben möchte, so schnell wie möglich anmelden muss, bevor man bereits den ersten Gewinn erzielt hat.

Dann muss man sich darum kümmern, ob man zu den Leuten gehört, die zu den freien Berufen gehört oder zu den Gewerbetreibenden. Je nachdem, muss man dann das Unternehmen im Handelsregister eintragen lassen und dann beim Gewerbeamt vorstellig werden oder das Amt der Finanzen aufsuchen.

 

Ist eine GbR ein Gewerbebetrieb?

Was ist Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)?


Eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) ist eine Personengesellschaft und wird von mindestens zwei Personen gegründet. Eine Person alleine kann keine GbR gründen. Dabei können die Personen natürlich und juristisch sein.

Da es sich bei einer GbR um eine Personengesellschaft handelt, ist die Haftung nicht beschränkt und die Gesellschafter haften mit ihrem privaten Vermögen. Die Gründung einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts erfolgt einfach und schnell, weil es keinen hohen bürokratischen Aufwand hat.

Die Gesellschafter müssen nicht erst einen Gesellschaftsvertrag abschließen, sondern können direkt mit der Anmeldung beim Gewerbeamt beginnen. Außerdem ist es auch einfach zu gründen, weil die Gesellschafter keinen Mindestkapital aufweisen müssen.

Wann muss man eine GbR anmelden?

Eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) liegt dann vor, wenn mindestens zwei Gesellschafter den selben Zweck verfolgen wollen und damit Gewinn erzielen wollen. Es können zwei oder mehrere natürliche Personen oder juristische Personen sich zusammen tun.

Wie kann Gesellschafter einer Gbr sein?

Wenn die Gesellschafter beabsichtigen Gewinn zu erzielen, muss man dies beim Gewerbeamt melden. Die GbR auch genannt BGB-Gesellschaft gilt als einfachste Form der Personengesellschaften und ist somit auch ein Gewerbebetrieb.

Das Anmelden einer GbR ist recht kostengünstig, denn die Geschäftsführer müssen kein Mindestkapital aufweisen. Dadurch ist es möglich schnell mit dem Gewerbebetrieb zu starten.

Je nach dem in welcher Stadt man wohnt, hat man auch die Möglichkeit sein Gewerbe online von Zuhause aus anzumelden. Dies beschleunigt die Prozedur der Gründung ebenfalls. Somit kann man seiner Tätigkeit schneller nachkommen, denn ohne eine Anmeldung ist dies nicht möglich.

Wenn man sein Gewerbe angemeldet hat, kriegt man sein Gewerbeschein und dies ist die Zulassung der Behörden um die Tätigkeit auszuüben. Ein Gesellschaftsvertrag zwischen den Gesellschaftern ist nicht Pflicht.

Jedoch ist es für alle Gesellschafter von Vorteil es zu tun, um sich damit abzusichern. In diesem Vertrag kann man verschiedene Punkte festhalten, wie zum Beispiel den klar definierten Zweck der GbR, die Aufteilung der Tätigkeit und den Fall der Auflösung und ähnliches.

Wie kann man eine GbR beim Gewerbeamt beantragen?

Um eine GbR anzumelden muss man das zuständige Gewerbeamt ausfindig machen und dort alle notwendigen Unterlagen abgeben.

Notwendige Unterlagen zur Anmeldung der Gesellschaft bürgerlichen Rechts sind der Personalausweis und Reisepass und je nach dem welcher Tätigkeit man nachkommt Nachweise oder Erlaubnisse, wie zum Beispiel polizeiliches Führungszeugnis.

Wenn das Unternehmen angemeldet wird, müssen alle Gesellschafter vorstellig werden. Danach erfolgt die Anmeldung vom Unternehmen beim Finanzamt. Das Finanzamt wird vom Gewerbeamt informiert, jedoch kann es dauern, deshalb sollte man auch das Finanzamt selbst ausfindig machen.

Vom Finanzamt kriegt man eine Steuer-ID und einen steuerlichen Erfassungsbogen, welcher sofort ausgefüllt und abgeben werden muss. Zudem muss eine GbR bei der Industrie- und Handelskammer eingetragen werden und je nach Tätigkeit auch eventuell bei der Handwerkskammer.

Die Eintragung im Handelsregister ist nicht vorgeschrieben bei einer GbR. So erhält man den Gewerbeschein. Auch Freiberufler haben die Möglichkeit eine GbR zu gründen. Diese müssen sich nicht beim Gewerbeamt anmelden, sondern müssen direkt zum Finanzamt.

Kann man online GbR Anmeldung anmelden?

Je nach Stadt hat man die Möglichkeit auch die GbR online anzumelden. Das hat den Vorteil, dass man nicht lange auf ein Termin vom Gewerbeamt warten muss und auch das Warten vor Ort vermeiden kann.

Welche Steuern zahlt man bei einer GbR?

Bei einer GbR muss man verschiedene Steuern zahlen. Und zwar die Einkommensteuer, Gewerbesteuer und Umsatzsteuer. Man zahlt nicht als Unternehmen die Einkommenssteuer, sondern die einzelnen Gesellschafter.

Die Einkommenssteuer ergeben sich durch das Einkommen.Sie müssen bei der Einkommenssteuererklärung angeben, wie hoch die Privateinnahmen von der GbR waren.

Gewerbesteuer ergeben sich aus dem Gewinn vom Unternehmen. Freiberufler dagegen sind von den Gewerbesteuern befreit, da sie sich nicht beim Gewerbeamt melden müssen.

Muss man eine GbR Umsatzsteuer zahlen?

GbR ist eine umsatzsteuerpflichtig. Bei jeder Leistung die eine GbR erbringt, ist sie dazu verpflichtet Umsatzsteuer dafür zu zahlen.Die Umsatzsteuer beträgt 19% und in manchen Fällen können es auch 7% sein.

Aus der Sicht der Kunden, der die Leistung oder ähnliches kauft, ist es die Mehrwertsteuer. Das heißt letztendlich werden die Umsatzsteuer von Kunden bezahlt und nicht von der GbR selbst.

Namensgebung einer GbR

Die Namensgebung einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechts ist rechtlich geregelt. Man kann nicht irgendein Namen dafür auswählen, denn es gibt Richtlinien. Pflicht ist es von mindestens einer Person des Geschäftsführenden den Namen bei dem Namen der Gesellschaft anzugeben.

Es können auch die Namen der weiteren Gesellschaftern angegeben werden. Es muss bekanntlich gemacht werden, dass es sich um eine GbR handelt. Das heißt am Ende des Namens muss “GbR“ stehen.

Wenn der Vor- und Nachname angegeben worden ist, kann man auch einen frei erfundenen Namen hinzugeben. Ein frei erfundener Name wäre zum Beispiel “Reinigung“. Der festgelegte Name ist auf jeder Rechnung anzugeben.

Fazit

Eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts kann von zwei oder mehreren Gesellschafter gegründet werden. Diese können sich zusammen tun, wenn sie den selben Zweck verfolgen und damit Gewinn beabsichtigen. Die Gründung einer GbR geht schnell und ist kostengünstig.

Man muss nur zum Gewerbeamt und es anmelden. Die GbR bietet einige Vorteile. Nicht nur, dass es kostengünstig gegründet werden kann, müssen die Gesellschafter auch kein Mindestkapital aufweisen. Zu dem ist auch die Buchführung einer GbR einfach, denn in den meisten Fällen reicht die Einnahme-Überschuss- Rechnung (EÜR).

Ein Gesellschaftsvertrag ist bei einer GbR nicht vorgeschrieben, aber um spätere Konflikte zu vermeiden, wäre es für die Geschäftsführer von Vorteil. Falls man es nicht tut, müssen die Geschäftsführer trotzdem seinen Pflichten nachkommen.

Die Geschäftsführer müssen im Interesse der GbR handeln und dürfen keine Entscheidungen treffen,die der GbR schaden könnte. Entscheidungen muss man gemeinsam treffen, falls einer nicht damit einverstanden ist, darf man der Entscheidung nicht nachkommen.