Freiberufler als Kleinunternehmer – wer hat eine freiberufliche Tätigkeit?

Freiberufler als Kleinunternehmer

Freiberufler als Kleinunternehmer – wer gehört dazu?

Freiberufliche besitzen im Gegenzug zu Kleinunternehmern bestimmte steuerliche wie unternehmerische Vorteile. Dennoch verschwimmt häufig die Grenze zwischen Freiberufler und Kleinunternehmer.

Tatsache ist, dass du mit einer freiberuflichen Tätigkeit auch gleichzeitig ein Kleinunternehmer sein kannst, da du selbstständig ein Gewerbetreibender bist. Wer gehört nun jedoch als Freiberufler zur Gruppe der Kleinunternehmer?

Selbstständigkeit, gewerbetreibend oder freiberufliche Tätigkeit?

Grundsätzlich gibt es drei Arten an Erwerbstätigkeit für Unternehmer:

  • Selbstständigkeit
  • ein eigenes Gewerbe, zum Beispiel Kleinunternehmen
  • Freiberuflich

Du bist als Selbstständiger oder Selbstständige tätig, wenn du auf Rechnung arbeitest und als Folge ein Honorar in voller Höhe bekommst. Ebenfalls musst du Einkommensteuer zahlen. Falls für dich die Kleinunternehmerregelung nicht gilt, fällt für dich zugleich die Umsatzsteuer an.

Auch soziale Absicherungen wie etwa für deine Rente, einen Krankheitsfall, Schadenersatzansprüche oder Versicherungen gegen Arbeitsunfälle musst du eigenständig veranlassen und regeln. Anders als ein Angestellter in einem Unternehmen bekommst du zugleich für deine Tätigkeit nicht immer denselben Lohn ausbezahlt.

Du musst dein Honorar selbst aushandeln, wodurch du selbstständig deinen Verdienst bestimmst. Außerdem entfällt für dich ein gesetzlicher Anspruch auf bezahlten Urlaub, Bezahlung während eines Krankheitsfalls oder auf einen Kündigungsschutz. Folglich musst du bei einer Arbeitsverhinderung mit einem Gehaltsausfall oder einer Kürzung deines monatlichen Verdienstes rechnen.

Freiberuflicher bist du hingegen, wenn du zur Gruppe der sogenannten Freien Berufe gehörst. Freiberufliche Tätigkeit sind unter anderem

  • Journalisten
  • Erzieher
  • Wirtschaftsprüfer
  • Notare
  • Rechtsanwälte
  • Ärzte
  • Schriftsteller
  • Künstler

Dennoch sieht das Gesetz ebenso ähnliche Berufe vor, wodurch die Grenze zwischen freien Berufen, Selbstständigkeit und Kleinunternehmer gelegentlich verschwimmt.

Um als Freiberufler arbeiten zu können, benötigst du häufig eine bestimmte Berufs- oder Schulausbildung wie etwa eine staatliche Fachausbildung sowie einen staatlich anerkannten Berufsabschluss. Unter anderem ist es dir ebenfalls möglich, mit langjähriger Berufserfahrung oder einer erworbenen Zulassung als Freiberuflicher zu arbeiten.

Wer ist ein Freiberuflicher?

Um dich als Freiberuflicher bezeichnen zu dürfen, brauchst du keine bestimmte Zulassung. Wer nun als Freiberufler gilt, lässt sich deshalb nicht leicht feststellen. Bietest du beispielsweise deine Dienstleistungen oder Produkte im Internet an und bezeichnest dies als „freiberufliche Basis“, bist du dennoch ein Unternehmer.

Manche Freiberufler arbeiten zudem nicht alleine. Sie schließen sich zu Praxis-, Büro- oder Kanzleigemeinschaften zusammen. Obwohl ein gemeinsamer Betrieb besteht, ist jeder der Beteiligten weiterhin ein Freiberuflicher.

Schließen sich Freiberufler nicht für eine wirtschaftliche Gemeinschaft zusammen und gründen in Folge ein gemeinsames Unternehmen, sind sie weiterhin steuerlich unabhängig voneinander.

Vorteile als Freiberufler

Bist du in einer freiberuflichen Tätigkeit selbstständig, stehen dir einige steuerliche wie organisatorische Vorteile zu. Unter anderem musst du nicht Mitglied bei der IHK werden oder Gewerbesteuer zahlen. Auch die Organisation einer doppelten Buchführung oder die Erstellung einer Bilanz entfallen für dich.

Sämtliche steuerliche Angaben machst du über die Einnahmenüberschussrechnung. Deine Versicherungen bei deiner zuständigen Kasse wie etwa der Künstlersozialkasse fällt fast wie jene von normalen Arbeitnehmern aus. Deinen Status als Freiberufler darfst du jedoch nur solange behalten, bis dein Einkommen zu hoch wird.

Dein jährlicher Freibetrag beträgt dabei rund 9.000 Euro. Überschreitest du diesen, musst du bestimmte Steuern zahlen. Auch zu viele gewerbliche Einnahmen sowie Einkünfte aus einer angestellten Tätigkeit, welche gleichfalls zu hoch ausfallen, können deine steuerlichen Vorteile verringern.

Sämtliche Tätigkeiten, welche zu deinem Gesamteinkommen beisteuern, musst du hierbei bei der Steuererklärung für Freiberufler angeben.

Wer ist Gewerbetreibender?

Bist du selbstständig und zählt deine Tätigkeit nicht zu den freien Berufen, handelt es sich bei dir um einen Gewerbetreibenden oder eine Gewerbetreibende.

Lediglich besteht für dich eine Ausnahme, wenn du einen Katalogberuf oder einen ähnlichen Beruf ausübst. Als Gewerbetreibender hast du eine Vielzahl an Pflichten, welche für einen Freiberufler entfallen. Unter anderem musst du

  • dein Gewerbe beim zuständigen Amt anmelden
  • Gewerbesteuer zahlen
  • Mitglied bei der IHK werden
  • dein Unternehmen im Handelsregister eintragen
  • eine doppelte Buchführung machen

Sobald du einen Handel betreibst, zählst du bereits zur Gruppe der Gewerbetreibenden. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn du deine Produkte im Internet oder in einem Ladengeschäft verkaufst. Auch die Produktion von eigener Ware zählt zu einem Gewerbebetrieb.

Übst du eine Beratungstätigkeit aus, welche keinen Hochschulabschluss wie etwa Arzt oder Anwalt erforderst, betreibst du ebenso ein Gewerbe. Arbeitest du außerdem als Vermittler oder Verwerter, musst du gleichfalls ein Gewerbe anmelden.

Ein bunter Berufsmix

Viele Personen sind sich aufgrund der gesetzlichen Lage häufig nicht sicher, ob sie nun als Kleinunternehmer bzw. Selbstständiger ein Gewerbe betreiben oder weiterhin den Status eines Freiberuflichen genießen können.

Beziehst du deine Einkünfte sowohl als Freiberuflicher aus deiner freiberuflichen Tätigkeit wie aus deinem Gewerbe, empfehlen wir dir, deine Tätigkeiten strikt zu trennen. Hierzu solltest du am besten zwei Betriebe anmelden. Benötigst du Hilfe bei der Anmeldung, kannst du dich an uns von Gewerbeanmeldung.com wenden.

Wir bieten dir hier eine praktische Checkliste, welche dir bei vielen Fragen helfen kann. Zugleich stehen wir dir jederzeit für ein Beratungsgespräch zur Verfügung.

Damit dein Berufsmix funktioniert, solltest du gleichzeitig für jede Tätigkeit eine eigene Buchführung machen, eine unabhängige Meldung bei deinem zuständigen Finanzamt einreichen sowie ein eigenes Konto besitzen.

Zugleich musst du beim Jahresabschluss für beide Tätigkeiten jeweils eine gesonderte Gewinnermittlung erstellen.

Bei manchen Selbstständigen und Kleinunternehmern, welche zu den freien Berufen zählten, ist eine Trennung beider Einkunftsarten nicht möglich. Bei diesen Personen hängen der Gewerbebetrieb sowie die freiberufliche Tätigkeit unmittelbar zusammen.

Folglich zählen sämtliche Einnahmen aus deiner freiberuflichen Tätigkeit gleichfalls zum Gewerbebetrieb. Dadurch bist du als Freiberufler ein Kleinunternehmer mit allen anfallenden Verpflichtungen.

Gesetzliche Grenze für Kleinunternehmer

Grundsätzlich steht es dir jederzeit offen, als Gewerbetreibender oder Selbstständiger ein Kleinunternehmen zu gründen. Dies gilt ebenso als Freiberufler, wenn sie gewerbliche Einkommen erwirtschaften.

Damit du als Kleinunternehmer von der sogenannten Kleinunternehmerregelung profitieren kannst, musst du allerdings auf deinen Umsatz achten.

Im ersten Unternehmensjahr darf dein Umsatz maximal 22.000 Euro betragen. Im laufenden bzw. ab dem zweiten Geschäftsjahr darfst du maximal 50.000 Euro Umsatz machen.

Was ist die Kleinunternehmerregelung?

Weist du bereits, dass du einen Gewerbebetrieb führen willst oder musst, kannst du die Kleinunternehmerregelung bereits bei der Gewerbeanmeldung beachten. Als Kleinunternehmer musst du zwar dein Gewerbe anmelden, aber keine Umsatzsteuer abführen. Zugleich darfst du auf deinen Rechnungen keine Umsatzsteuer ausweisen.

Für Kleinunternehmer und Selbstständige bietet das Kleinunternehmen als Kleingewerbe vor allem bei Betriebsbeginn steuerliche Vorteile. Dennoch bedeutet dies für dich nicht, dass du nicht wachsen darfst.

Dir steht es als eingetragener Unternehmer frei, mehr Gewinn zu machen. Überschreitet dein jährlicher Gewinn jedoch den Freibetrag von 17.500 Euro bzw. 50.000 Euro, führst du ab diesem Zeitpunkt kein Kleingewerbe mehr.

Dadurch musst du dein Gewerbe anders anmelden und Steuern zahlen. Dies gilt ebenfalls, wenn du als Freiberuflicher gewerbliche Einkünfte hast und ein Gewerbe nebenbei betreibst.

Vom Freiberufler zum Kleinunternehmer – Tschüss liebe freiberufliche Tätigkeit

Aufgrund der steuerlichen Vorteile starten viele Personen zunächst als Freiberufler und werden schließlich aufgrund gewerblicher Einkünfte zum Kleinunternehmer. Während Freiberufler steuerliche Vorteile im Gegenzug zu Selbstständigen und Kleinunternehmer wie etwa

  • Keine Gewerbesteuer
  • keine verpflichtende Gewerbeanmeldung
  • keine Mitgliedschaft bei der IHK

genießen, passt das Modell nicht für jede Person mit einer freiberuflichen Tätigkeit. Bist du dir nicht sicher, ob du generell eine freiberufliche Arbeit ausübst, solltest du dich an uns von Gewerbeanmeldung.com wenden. Wir helfen dir gerne bei Fragen, welches Unternehmensmodell für dich am geeignetsten ist.

Weitere Gewerbe Themen:

Wie mache ich mich als Freiberufler selbstständig?

Als Freiberufler selbstständig machen

Die Arbeit als Freiberufler bringt für Selbstständige viele Vorteile. Als Freelancer bekommst du eine freie Zeiteinteilung, wählst deine Kunden frei aus und bist von jedem Unternehmen unabhängig. Dennoch ist der Status des Freiberuflers vor allem in der Selbstständigkeit mit einigen Herausforderungen verbunden. Mit unseren Tipps gelingt es dir, dich als Freiberufler einfach selbstständig zu machen.

Definition Freie Berufe


Freiberufler, heutzutage häufig als Freelancer bezeichnet, sind Personen, welche nicht direkt bei einem Unternehmen angestellt sind. Somit zählen sie nicht zu den Arbeitnehmern des Unternehmens, sondern erhalten sämtliche Arbeitsaufträge von unterschiedlichen Auftraggebern.

Um den Unterschied zwischen freiberuflichen Tätigkeiten und einem Angestelltenverhältnis zu unterscheiden, wurde die Definition im § 18 Absatz 1 des Einkommensteuergesetzes festgehalten.

Dort wird vermerkt, dass eine freiberufliche Tätigkeit besteht, wenn diese selbstständig ausgeübt wird. Grundsätzlich zählen zu freiberuflichen Arbeiten Tätigkeiten aus dem

  • wissenschaftlichen
  • unterrichtenden
  • künstlerischen
  • erzieherischen
  • schriftstellerischen

Bereich. Dadurch gehört deine Tätigkeit zu den freien Berufen, wenn sie einem dieser Bereiche zuzuordnen ist. Unter anderem handelt es sich bei dir um einen Freelancer bzw. Freiberufler, wenn du

  • Rechtsanwalt
  • Arzt
  • Notar
  • Ingenieur
  • Wirtschaftsprüfer
  • Betriebs- und Volkswirt
  • Notar
  • Heilpraktiker
  • Übersetzer
  • Steuerberater
  • Dolmetscher
  • Schriftsteller
  • Journalist
  • Erzieher

bist. Dennoch existiert ein Unterschied zwischen Freelancer und Freiberufler, obwohl die beiden Begriffe häufig als Synonym verwendet werden.

Während Freiberufler zu den oben genannten Berufen gehören, kann ein Freelancer dagegen in anderen Jobs tätig werden. Bei Freelancern definiert die Art der Beschaffung und nicht die genaue Tätigkeit die Bezeichnung. Als Freelancer bist du ein freier Mitarbeiter in einem Unternehmen, wodurch du ein Angestelltenverhältnis umgehst.

Keine Gewerbepflicht für Freiberufler

Möchtest du in Deutschland selbstständig werden, musst du dein Gewerbe anmelden. Die Anmeldepflicht existiert jedoch für Unternehmer, deren Betrieb als Gewerbe angesehen wird. Als Freiberufler entfällt für dich die Anmeldepflicht beim Gewerbeamt.

Du bekommst deine Steuernummer direkt vom Finanzamt, wodurch du keine Gewerbesteuer, sondern nur Einkommens- und Umsatzsteuer zahlen musst. Zugleich unterliegst du nicht der Gewerbeaufsicht. Ergänzend bist du nicht verpflichtet, ein Mitglied bei der Handwerks- oder Handelskammer zu werden sowie dich im Handels- oder Unternehmensregister eintragen zu lassen.

Freelancer hingegen zählen zu den Personen mit einer gewerblichen Tätigkeit. Dadurch musst du die Anmeldung beim Gewerbeamt durchführen und anschließend Gewerbesteuer zahlen. Folglich musst du als Freelancer anders als ein Freiberufler Gewerbeanmeldung abwickeln, um ein Unternehmen betreiben zu dürfen.

Freiberufler Kleinunternehmer mit einem eigenen Gewerbe sollten zur Sicherheit ihr zuständiges Amt kontaktieren. Dein Amt kann dir verraten, ob du als Freiberufler Kleinunternehmer ein Gewerbe führst und dadurch eine Gewerbeanmeldung benötigst oder ob du zu den freien Berufen zählst. Ebenfalls kannst du dich mit diesen Fragen an uns von Gewerbeanmeldung.com wenden.

Musst du dein Gewerbe anmelden, da du doch nicht als Freiberufler tätig sein kannst, übernehmen wir gemeinsam mit dir diese Aufgabe. Wir füllen mit dir das Anmeldeformular aus, verraten dir, welche zusätzlichen Unterlagen du benötigst und reichen sie mit dir ein. Bei einer Freiberufler Gewerbeanmeldung steht dir zusätzlich hier unsere Checkliste zur Verfügung, welche dir die ersten notwendigen Fragen und Aufgaben leicht beantwortet.

Als Freiberufler selbstständig werden

Freiberufler werden ist für zahlreiche Personen nicht schwer. Die Selbstbestimmung und hohe Flexibilität reizt dabei nicht nur Studenten, Absolventen oder Berufseinsteiger, sondern ebenso Arbeitnehmer. Die Entscheidung, Freiberufler werden zu wollen, lohnt sich jedoch nicht immer. Somit solltest du dir gut überlegen, ob du den Schritt wagen möchtest.

Vorwiegend solltest du über ausreichend Reiz verfügen, um einer selbstständigen Arbeit nachgehen zu können. Motivation ist für Freiberufler und Selbstständige ausschlaggebend, um ihre Tätigkeit ordnungsgemäß erfüllen zu können. Der Antrieb sowie Grund für deine neue Arbeit als Freiberufler bzw. Freelancer sollten bereits beim Start vorliegen und dein Vorhaben langfristig unterstützen.

Zusätzlich kannst du nicht ohne passende Qualifikationen und Fähigkeiten durchstarten. Deine Geschäftsidee benötigt von dir fundamentales Wissen, sodass du dir dieses als Selbstständiger rechtzeitig aneignen musst. Gleichfalls brauchst du ein gut ausgebautes Netzwerk mit den richtigen Kontakten.

Nur Kontakte verhelfen dir letztendlich zu deinen ersten Kunden. Neue Kunden kannst du mit der richtigen Idee leichter aktiv ansprechen. Kennen deine Kunden deine Reputation bereits, kannst du sie einfacher von deiner Idee überzeugen. Um deine Kunden dennoch zu halten, musst du die notwendigen Voraussetzungen nicht nur beim Start, sondern ebenso vor ihm aufbringen.

Ergänzend kannst du deine Selbstständigkeit als Freiberufler nur ausüben, wenn du deine Dienstleistungen und Produkte verkaufen kannst. Diese sollten klar sowie eindeutig benannt werden können.

Du solltest dich dabei nicht mit der Konkurrenz vergleichen, sondern einzigartige Produkte und Dienstleistungen bieten. Konzentriere dich auf deine Stärken sowie deine Alleinstellungsmerkmale. Mit diesen punktest du gekonnt bei Kunden, wodurch du deine Selbstständigkeit aufrechterhalten kannst.

Passendes Zeitmanagement von Nöten

Bevor du dich als Freiberufler anmelden kannst, solltest du dir gut überlegen, ob deine freiberufliche Tätigkeit in deinen Lebensalltag passt. Nur die wenigsten Freiberufler sowie Freelancer arbeiten in einen standardmäßigen Acht-Stunden-Tag.

Während deine Deadlines nachts und am Wochenende liegen können, kannst du unter der Woche beispielsweise mehrere freie Tage genießen. Nur wenn du deine Tätigkeiten richtig managt und ein passendes Zeitgefühl besitzt, kannst du deine Deadlines und Abgabetermine fristgerecht einhalten.

Freiberufler benötigen ein gutes Zeit- und Selbstmanagement. Die zur Selbstständigkeit gehörenden Pflichten musst du eigenständig wahrnehmen. Am besten planst du deine Aufgaben immer vor oder eignest dir passende Methoden an. Die richtige und motivierende Arbeitsumgebung mitsamt Pausen und klaren Zielen können dir helfen, deine Selbstständigkeit gut zu verwirklichen.

Idealerweise legst du dir sogar feste Arbeitszeiten zu. Benötigst du Hilfe beim Zeitmanagement bei einer Selbstständigkeit oder bei der Erstellung eines guten Zeitplans, kannst du dich jederzeit an uns wenden. Wir zeigen dir, wie du Termine und Aufgaben planst, damit deiner freiberuflichen Tätigkeit nichts im Weg steht.

Preise als Freiberufler gestalten

Freie Berufe eignen sich als Hauptberuf wie als Nebenberuf. Freiberufler Nebentätigkeit kann dir beispielsweise helfen, zusätzlich zu deinem Hauptberuf Geld zu verdienen.

Dennoch solltest du vor deiner Selbstständigkeit darauf achten, eine angemessene Entlohnung für deine Tätigkeit zu erhalten. Hierbei solltest du dich nie unter Wert verkaufen. Du kannst zwar Preise leichter senken als sie anzuheben. Dennoch hat Qualität letztendlich einen Preis.

Wenn du dich als Freiberufler anmelden musst, solltest du darauf achten, ob ein jährlicher Freibetrag für deine Tätigkeit vorliegt. Du kannst deine Preise an diesem Freibetrag orientieren, damit du mit deinen Produkten und Dienstleistungen nicht darüber kommst. Vorwiegend kannst du

  • Tages- und Stundensätze
  • Fixpreise

verrechnen.

Bei Tages- und Stundensätzen kannst du deinen Verdienst wie das Bruttogehalt eines Angestellten betrachten. Du solltest dabei unbedingt beachten, dass du Kosten wie Sozialabgaben, Krankheits- und Urlaubstage sowie die Altersvorsorge selbst übernehmen musst.

Manche Branchen an Freelancer und Freiberufler gehen bei ihren Tätigkeiten in Vorleistung. Sie machen Arbeiten wie Skizzen, Entwürfe oder Konzepte zunächst ohne Bezahlung. Der letztendliche Verdienst sollte hierbei jene Stunden inkludieren, welche du für deine Vorarbeit ebenfalls benötigt hast.

Bei einzelnen Projekten hingegen kannst du Festpreise anbieten. Festpreise beinhalten alle Leistungen und den Zeitaufwand eines Gesamtprojekts. Du solltest sie deshalb realistisch kalkulieren, um keine erheblichen Verluste hinnehmen zu müssen.

Die Stundensätze wie Festpreise hängen letztendlich von der Branche ab. Folglich solltest du dich gut informieren oder uns kontaktieren und nachfragen, welche Preise angemessen sind und welche du ansetzen solltest.

Großer Aufwand für viel Freiheit

Als Freiberufler selbstständig zu werden, setzt einen großen Aufwand voraus. Wesentlich wird zwischen

  • Freiberuflicher als Nebentätigkeit
  • Freiberuflicher als Haupttätigkeit
  • Freelancer als Nebentätigkeit
  • Freelancer als Haupttätigkeit

unterschieden. Sowohl Freiberufler Nebentätigkeit wie Hauptberuf muss mit einem passenden Zeitaufwand und einer gerechten Entlohnung angeboten werden.

Nur wenn deine Tätigkeit unter die freien Berufe fällt, entgehst du zugleich einer Gewerbeanmeldung, welche wiederum mit Kosten verbunden ist. Benötigst du Hilfe, um dich als Freiberufler anmelden zu können und deine Selbstständigkeit zu starten, solltest du dich an uns von Gewerbeanmeldung.com wenden.

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Freiberufler anmelden Student – Wie du als Student richtig selbstständig wirst?

Wer sind Freiberufler?


Wer zu den Gruppen der Freiberufler gehört, ist im Gesetz klar geregelt. Die Liste der Freiberufler findet man in § 18 des Einkommensteuergesetzes. Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass es bei den freiberuflichen Tätigkeiten von wissenschaftlichen, künstlerischen, schriftstellerischen, unterrichtenden und erzieherischen Tätigkeiten handelt. Als Freiberufler ist man nicht der Gewerbeanmeldung verpflichtet, sondern meldet sich direkt beim zuständigen Finanzamt an.

Kann man als freiberuflicher Student arbeiten?

Nicht alle Studenten können einer freiberuflichen Tätigkeit nachkommen, denn bei der Anmeldung muss ein akademischer Abschluss nachgewiesen werden. Das heißt, dass man je nach Tätigkeit der freiberuflichen Tätigkeit nachkommen kann.

Als Student kann man der erzieherischen, künstlerischen, schriftstellerischen, unterrichtenden oder wirtschaftlichen Tätigkeit nachkommen.

Welchen freiberuflichen Tätigkeiten ist es gestattet?

Folgenden Tätigkeiten kann man als freiberuflicher Student nachkommen:

  • Lehrer als Nachhilfe (Musik, Deutsch, Mathe und mehr)
  • Designer
  • Fotograf
  • Schreiber

Wo meldet man sich als freiberuflicher Student an?

Wenn man als Student einer freiberuflichen Tätigkeit nachkommen möchte, muss man sich beim Finanzamt anmelden. Bevor das Finanzamt persönlich aufgesucht wird, schickt man ein formloses Schreiben an das Finanzamt. In diesem Schreiben erwähnt man: Namen, Anschrift, Kontaktdaten, welcher Tätigkeit mach nachkommen möchte und wann man beginnen wird.

Was schickt Finansamt  Im Anschluss schickt das Finanzamt den steuerlichen Erfassungsbogen zu, welches man ausgefüllt zurückschicken muss. In dem Bogen zur steuerlichen Erfassung muss man Fragen beantworten wie zum Beispiel: Was für Einnahmen stellt man sich vor zu erzielen? Nach dem der Bogen eingereicht worden ist, entscheidet das Finanzamt, ob man der Tätigkeit nachkommen darf.

Welche Steuern muss man zahlen?

Auch als freiberuflicher Student zahlt man keine Gewerbesteuer, weil man von der Gewerbeanmeldung ausgenommen ist. Je nach dem wie viel Gewinn man im Jahr erzielt zahlt man keine Einkommenssteuer. Wenn der Gewinn im Jahr nicht mehr als ca. 9000 Euro beträgt, zahlt man keine Einkommenssteuer.

Wann zahlt man Umsatzsteuer?

Wenn noch die Regelung des Kleinunternehmers in Anspruch genommen wird, zahlt man auch keine Umsatzsteuer. Damit man von der Umsatzsteuer befreit ist, muss man Umsatzgrenzen einhalten. Man darf im ersten Geschäftsjahr nicht mehr als 22.000 Euro Umsatz und im zweiten Geschäftsjahr nicht mehr als 50.000 Euro Umsatz erwirtschaften. Als Freiberufler reicht es aus, wenn man die Einnahme Überschuss Regelung (EÜR) führt, um den Gewinn zu ermitteln.

Wie lässt man sich als freiberuflicher Student versichern?

Der Student darf seine normale Versicherung beibehalten, sollte jedoch dabei die Voraussetzungen kennen und einhalten. Dafür sollte man am Besten sich mit der Versicherung in Verbindung setzen. Falls es notwendig ist sich privat versichern zu lassen, sollte man vorher berechnen, ob es sich bei der Nebentätigkeit lohnt.

Bis wann sollte man sich anmelden?

Die Anmeldung der freiberuflichen Tätigkeit sollte innerhalb von vier Wochen nach Beginn mit der Tätigkeit erfolgen.

Fazit

Auch als Student kann man einer freiberuflichen Tätigkeit nachkommen, jedoch sollte man bedenken, dass es nicht allen Tätigkeiten gestattet ist. Wenn man der Tätigkeit nachkommen möchte, muss man sich innerhalb von vier Wochen nach Beginn beim Finanzamt anmelden. Beim Finanzamt füllt man den steuerlichen Erfassungsbogen aus und kann schon mit der Tätigkeit starten.

 

Als Freiberufler Gewerbe anmelden

Wer sind Freiberufler?


Welche Tätigkeiten zu den Freiberuflern zählen, ist klar geregelt und eindeutig zu zuordnen. Freiberufler werden auch Katalog oder katalogähnliche Berufe genannt. Sie sind in § 18 des Einkommenssteuergesetzes festgehalten und dazu zählen zum Beispiel:

  • Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte
  • Rechtsanwälte, Notare und Patentanwälte
  • Vermessungsingenieure und Ingenieure
  • Architekten
  • Wirtschaftsprüfer und Steuerberater
  • Beratende Volks- und Betriebswirte
  • Heilpraktiker
  • Dolmetscher und Übersetzer
  • Journalisten und Bildberichterstatter

Und noch viele andere Berufe. Bei Freiberuflern handelt es von Berufen, die einen akademischen Abschluss haben. Im Allgemeinen lässt sich auch sagen, dass es bei freiberuflichen Tätigkeiten von wissenschaftlichen, künstlerischen, schriftstellerischen, unterrichtenden und erzieherischen Tätigkeiten.

Warum müssen sie kein Gewerbe anmelden?

Da Freiberufler in ihrer Tätigkeit nicht gewerblich sind und eher auf Wunsch der Kunden eingehen müssen sie keine Gewerbe anmelden. Bei gewerblichen Tätigkeiten handelt es meistens von einer Massenproduktion.

Mit der Gewerbeanmeldung sind Freiberufler auch von den Gewerbesteuern befreit und auch von der Mitgliedschaft bei der Industrie- und Handelskammer.

Wie meldet man eine freiberufliche Tätigkeit an?

Freiberufler können den Schritt mit der Gewerbeanmeldung überspringen und direkt das zuständige Finanzamt aufsuchen. Zuerst einmal müssen sie ein formloses Schreiben an das Finanzamt schicken. In diesem geben sie kurz ihre Daten, Kontaktdaten und Steuer-ID an und beschreiben kurz die Tätigkeit, welche angemeldet werden soll.

Im Anschluss kriegt man den steuerlichen Erfassungsbogen zugeschickt. Der steuerliche Erfassungsbogen bezieht sich auf das finanzielle der Tätigkeit. Neben dem steuerlichen Erfassungsbogen muss man noch den gültigen Personalausweis oder Reisepass einreichen.

Bei nicht EU Bürgern wird der gültige Aufenthaltstitel benötigt. Da es sich bei Freiberuflern um eine verantwortungsvolle Tätigkeit handelt, müssen sie diese auch anhand eines akademischen Abschlusses nachweisen können.

Wo muss man überall eine freiberufliche Tätigkeit anmelden?

Je nach dem um welchen Beruf es sich handelt und ob es ein kammerpflichtiger Beruf ist, muss man sich bei der zuständigen Standeskammer anmelden. Außerdem müssen kammerpflichtige Berufe sich auch beim Versorgungswerk anmelden.

Hier zahlen sie ihre Rentenversicherungsbeiträge. Nicht kammerpflichtige Berufe haben die freie Wahl sich bei der Kammer anmelden zu können. Falls es sich um einen künstlerischen Beruf handelt, muss man sich bei der Künstlersozialkasse anmelden.

Die Künstlersozialkasse ist wie die Krankenversicherung nur für Künstler. Freiberufler haben die Wahl zu entscheiden, ob sie sich gesetzlich oder privat versichern lassen. Wenn sie sich erstmal privat versichern lassen, können sie nicht einfach so wieder zur gesetzlichen Versicherung wechseln.

Aus diesem Grund sollten sie sich von Anfang an Gedanken darüber machen und sich auch mehrere Tarife von den Krankenkassen ansehen. Falls man Mitarbeiter beschäftigen möchte, müssen diese beim Finanzamt angemeldet werden.

Wie sieht der steuerliche Erfassungsbogen aus?

Der steuerliche Erfassungsbogen ist so ähnlich aufgebaut wie das Formular zur Gewerbeanmeldung. Da hier die Anmeldung beim Finanzamt erfolgt, geht man hierbei in das Finanzielle mehr ein. Der Bogen besteht aus acht Punkten, die ausgefüllt werden. Man muss nur die zutreffenden Punkte ausfüllen.

Im ersten Punkt beginnt man mit den Angaben zur eigenen Person bzw. allgemeine Informationen:

  • Vor- und Nachname
  • Adresse
  • Identifikationsnummer
  • Angaben zum Ehegatten (falls man verheiratet ist)
  • Tätigkeit, welche angemeldet wird
  • Bankverbindung
  • Angaben zum Steuerberater (falls einer vorhanden ist)

Danach folgen die Angaben zur Tätigkeit:

  • Anschrift des Unternehmens
  • Datum, wann man beginnen möchte
  • Kammerzugehörigkeit
  • Gründungsgrund (meistens Neugründung)

Im dritten Punkt muss man angeben, wie viel Einnahmen man sich vorstellt mit der Tätigkeit zu erzielen. Punkt vier ist die Angabe zur Gewinnermittlung. Der fünfte Punkt betrifft nur Handwerker oder Bauunternehmer, alle anderen können diesen Punkt überspringen.

Falls man Mitarbeiter beschäftigen möchte, gibt man es im sechsten Punkt an. Danach wird gefragt, ob man die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen möchte. Nach dem alles ausgefüllt worden ist, schickt man den Bogen zurück.

Wann muss man sich anmelden?

Wann man die Anmeldung einer freiberuflichen Tätigkeit anmelden muss ist klar. Bevor man überhaupt anfängt der Tätigkeit nachzukommen, muss man es anmelden.

Eine freiberufliche Tätigkeit liegt dann vor, wenn sie selbstständig und langfristig ausgeübt werden soll und zudem Gewinn einbringen soll. Die Anmeldung sollte spätesten vier Wochen nach dem man mit der Tätigkeit begonnen hat, erfolgen.

Was ist die Kleinunternehmerregelung?

Die Kleinunternehmerregelung ist eine Starthilfe und befreit das Unternehmen in den ersten zwei Jahren von den Umsatzsteuern. Sie soll die Gesellschafter unterstützen und die Kosten in den ersten Geschäftsjahren senken.

Doch dafür muss man folgendes erfüllen: Man darf im ersten Geschäftsjahr nicht mehr als 22.000 Euro Umsatz und im zweiten Geschäftsjahr nicht mehr als 50.000 Euro Umsatz erwirtschaften. Wenn die Umsatzgrenze bereits im ersten Jahr überschritten wird, kann man die Regelung nicht in Anspruch nehmen.

Wenn man als Freiberufler weiß, dass man keine Unmengen an Geld verdienen wird in den ersten zwei Jahren, kann man die Regelung in Anspruch nehmen und sich einiges an Kosten ersparen.

Freiberufliche Tätigkeit als Nebengewerbe

Freiberufler dürfen auch zunächst nebenberuflich starten, wenn sie sich unsicher sind. Es ist total menschlich, dass man am Anfang bedenken hat selbstständig zu werden und nicht direkt alles aufs Spiel setzen möchte. Dabei kann man sich zuerst austesten, wenn man sich unsicher ist.

Man hat genug Zeit sich auszutesten und zu sehen, ob es sich für einen eignet und man vorstellen kann, ob sich die Tätigkeit auch langfristig alleine auszuüben. Währenddessen hat man keinen Druck, dass man unbedingt schnell erfolgreich sein muss, weil man noch eine Haupteinnahmequelle hat.

Außerdem kann man in dieser Zeit den Markt erkunden, sich erweitern und Kontakte knüpfen. Im Nachhinein hat man immer noch die Möglichkeit es in eine Haupttätigkeit umzuwandeln. Außerdem muss man sich dann nicht privat versichern lassen, sondern ist immer noch durch den Hauptjob versichert.

Wenn man nebenberuflich starten möchte, muss man beachten, dass die Arbeit im Hauptjob nicht vernachlässigt wird und es keine Auswirkung auf die Arbeitszeiten hat. Es muss beachtet werden, dass die gesetzlichen Arbeitszeiten nicht verletzt werden.

Vorteile einer freiberuflichen Tätigkeit

Den größten Vorteil haben Freiberufler, weil sie kein Gewerbe anmelden müssen. Dadurch sind die automatisch von der Gewerbeanmeldung befreit und zahlen auch somit keine Gewerbesteuern.

Man kann als Freiberufler eine Menge an Geld sparen, weil man auch die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen kann. Dann ist man auch von den Umsatzsteuern befreit und zahlt nur noch die Einkommenssteuer.

Wenn man sich zunächst noch nicht genau sicher ist, ob man wirklich selbstständig werden soll, kann man erstmal eine Nebentätigkeit anmelden und sich ausprobieren. Wenn man sich im Nachhinein sicher ist, kann man es immer noch in eine Haupttätigkeit umwandeln.

Fazit

Wer zu der Kategorie Freiberufler gehört ist gesetzlich geregelt. Das heißt man kann nicht von sich selbst aus entscheiden ob man nun freiberuflich ist oder nicht. Freiberufler besitzen meistens einen akademischen Abschluss. Sie müssen sich beim Finanzamt anmelden und den steuerlichen Erfassungsbogen ausfüllen.

Danach können sie erst mit der Tätigkeit beginne. Sie müssen sich binnen von vier Wochen anmelden nach dem sie mit der Tätigkeit begonnen haben. Freiberufler haben die Möglichkeit erstmal nebenberuflich zu starten und können sogar die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen.

 

Freiberufler Kleingewerbe – So Einfach! Gewerbe anmelden

Freiberufler – Wer sind sie?


Bei Freiberuflern handelt es von wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeit, welche selbstständig ausgeübt wird und Gewinn erbringen soll.

Freiberufler sind in § 18 des Einkommenssteuergesetzes klar geregelt. Sie werden auch Katalog- oder katalogähnliche Berufe genannt. Die freien Berufe sind zum Beispiel:

  • Ärzte
  • Tierärzte
  • Zahnärzte
  • Architekten
  • Ingenieure
  • Wirtschaftsprüfer
  • Steuerberaterfr
  • Unternehmensberater
  • Notare
  • Rechtsanwälte
  • Heilpraktiker
  • Schriftsteller
  • Dolmetscher, Übersetzer
  • Journalisten, Bildberichterstatter

Und noch viele weitere Berufe. Bei freiberufliche Tätigkeiten liegt meistens ein akademischer Abschluss vor. Der akademische Abschluss muss auch bei der Anmeldung nachgewiesen werden. Die Bezahlung eines Freiberuflers kann auf Honoraren basieren.

Sind Freiberufler Gewerbetreibende?

Freiberufler sind in ihrer Tätigkeit keine Gewerbetreibende und melden auch aus diesem Grund kein Gewerbe an. Dadurch sind die auch automatisch von den Gewerbesteuern befreit und sind auch kein Mitglied bei der Industrie- und Handelskammer.

Es kann aber Ausnahmen geben, wo auch ein Freiberufler ein Gewerbe anmelden muss. Es steht ihnen auch zu ein Gewerbe trotzdem anzumelden, doch dadurch können sie die steuerlichen Vorteile nicht genießen und müssen einigen Pflichten nachkommen.

Wer sind Gewerbetreibende?

Bei Gewerbetreibende handelt es grundsätzlich von einer Massenproduktion, die verkauft wird. Wie der Name schon sagt sind es gewerbliche Tätigkeiten, die ausgeübt werden. Hier ist es auch nicht unbedingt erforderlich seine fachliche Kompetenz nachzuweisen.

Wo melden sich Freiberufler an?

Da Freiberufler keine Gewerbetreibende sind melden sie nicht beim Gewerbeamt an. Sie müssen sich direkt beim Finanzamt anmelden. Dafür müssen sie zunächst ein formloses Schreiben an das Finanzamt schicken.

In diesen muss man seinen Vor- und Nachnamen, Anschrift, Kontaktdaten und die Steuer-ID angeben. Zusätzlich muss man kurz beschreiben, um welche Tätigkeit es sich handelt und wann man damit beginnen möchte.

Anschließend schickt das Finanzamt den Bogen zur steuerlichen Erfassung. Diesen muss man ausfüllen und zurückschicken. Es gibt keine Bearbeitungsgebühren, die beim Finanzamt anfallen.

Freiberufler haben nicht die Möglichkeit ihre Tätigkeit online anzumelden. Freiberufler müssen ihre Qualifikation nachweisen können, um auch der Tätigkeit nachkommen zu können, da es sich um Freie Berufe handelt.

Wo müssen sich überall Freiberufler anmelden?

Unabhängig vom Finanzamt müssen sie sich bei der Standeskammer, Versorgungswerk und Künstlersozialkasse anmelden. Die Standeskammer ist nur für kammerpflichtige Berufe verpflichtend. Die Standeskammer ist ähnlich wie die IHK. Sie unterstützt den Freiberufler und überwacht sie auch.

Für kammerpflichtige Berufe ist auch der Versorgungswerk verpflichtend. Bei dem Versorgungswerk zahlt man die Beiträge der Rentenversicherung. Es gibt auch nicht kammerpflichtige Berufe, die die Rentenversicherung zahlen müssen. Nicht Rentenversicherungspflichtige Berufe haben die eigene Wahl es zu zahlen oder eine private Rentenversicherung abzuschließen.

Die Künstlersozialkasse betrifft nur künstlerische Berufe. Diese ist sozusagen die Krankenkasse für Künstler. Eine freiberufliche Tätigkeit muss nicht ins Handelsregister eingetragen werden, jedoch kann man es trotzdem tun.

Dann muss man sich bewusst werden, dass es noch andere Pflichten gibt, die man nachkommen muss. Falls man Mitarbeiter beschäftigen möchte, muss man sich zusätzlich bei der Bundesagentur für Arbeit melden und eine Betriebsnummer anfordern.

Die Mitarbeiter müssen auch bei der Krankenkasse angemeldet werden. Außerdem müssen sich Freiberufler in einigen Fällen auch bei der Berufsgenossenschaft anmelden.

Wie sieht der steuerliche Erfassungsbogen aus?

Der steuerliche Erfassungsbogen ist so ähnlich wie das Formular zur Gewerbeanmeldung. Nur geht man hierbei in das Finanzielle mehr ein. Der Bogen besteht aus acht Punkten, die ausgefüllt werden. Man muss nur die zutreffenden Punkte ausfüllen.

Im ersten Punkt beginnt man mit den Angaben zur eigenen Person bzw. allgemeine Informationen:

  • Vor- und Nachname
  • Adresse
  • Identifikationsnummer
  • Angaben zum Ehegatten (falls man verheiratet ist)
  • Tätigkeit, welche angemeldet wird
  • Bankverbindung
  • Angaben zum Steuerberater (falls einer vorhanden ist)

Danach folgen die Angaben zur Tätigkeit:

  • Anschrift des Unternehmens
  • Datum, wann man beginnen möchte
  • Kammerzugehörigkeit
  • Gründungsgrund (meistens Neugründung)

Im dritten Punkt muss man angeben, wie viel Einnahmen man sich vorstellt. Punkt vier ist die Angabe zur Gewinnermittlung. Handwerker oder Bauunternehmer müssen den fünften Punkt ausfüllen, alle anderen können diesen Punkt überspringen.

Falls man Mitarbeiter beschäftigen möchte, gibt man es im sechsten Punkt an. Danach wird gefragt, ob man die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen möchte. Nach dem alles ausgefüllt worden ist, schickt man den Bogen zurück.

Können Freiberufler sich als Kleinunternehmer eintragen lassen?

Die Kleinunternehmerregelung können auch Freiberufler für sich beanspruchen. Die Kleinunternehmerregelung gibt vor im ersten Geschäftsjahr nicht mehr als 22.000 Euro Umsatz (früher 17.500 Euro) und im zweiten Geschäftsjahr nicht mehr als 50.000 Euro Umsatz zu erwirtschaften. Wenn man dies erfüllt, ist man von den Umsatzsteuern befreit.

Falls man im ersten Geschäftsjahr die Umsatzgrenze überschreitet, kann man nicht mehr die Regelung in Anspruch nehmen. Diese Regelung ist eine Starthilfe und soll einen neuangehenden Selbstständigen unterstützen.

Kleinunternehmer oder Kleingewerbe – Wo liegt der Unterschied?

Ein Freiberufler kann kein Kleingewerbetreibender sein, weil er kein Gewerbe anmeldet. Doch von der Regelung eines Kleinunternehmers kann er profitieren.

Bei der Kleinunternehmerregelung kann man sich von Umsatzsteuern befreien, wenn man die Umsatzgrenze im ersten und zweiten Geschäftsjahr einhaltet. Bei eine Kleingewerbe sind nicht diese Grenzen geben.

Mit einem Kleingewerbe kann man jährlich 50.000 Euro Gewinn oder 500.000 Euro Umsatz erwirtschaften. Dies betrifft aber nicht eine freiberufliche Tätigkeit.

Kann man eine freiberufliche Tätigkeit als nebenberuflich nachkommen?

Eine freiberufliche Tätigkeit kann auch als nebenberuflich ausgeübt werden. Dies bietet einige Vorteile. Angefangen damit, wenn man sich unsicher ist. Falls man noch nicht genau weiß, ob die Tätigkeit für einen sich eignet, kann man es nebenbei austesten.

Dabei hat man keinen Zeitdruck und auch keine Angst vor finanziellen Krisen, weil man noch eine Haupteinnahmequelle hat. Außerdem kann man auch in Ruhe den Markt erkunden, sich weiterentwickeln und die Tätigkeit aufbauen.

Bei einer nebenberuflichen Tätigkeit gibt es allerdings einiges, was beachtet werden muss. Man darf nicht die gesetzlichen Arbeitszeiten verletzen und darf auch nicht die Arbeit im Hauptjob vernachlässigen. Zu dem muss die Einnahme der Person zu 50% aus der Haupteinnahmequelle bestehen, da man sonst möglicherweise die Sozialversicherung doppelt zahlen muss.

Wann muss man die Tätigkeit anmelden?

Der Anmeldung einer freiberuflichen Tätigkeit muss man nachkommen, wenn man diese selbstständig und langfristig nachkommen möchte und dieser Gewinn einbringen soll. Die Anmeldung sollte innerhalb von vier Wochen nach Beginn erfolgen.

Welche Steuern zahlt man als Freiberufler?

Da man als Freiberufler kein Gewerbe anmeldet, müssen sie keine Gewerbesteuern zahlen. Als Freiberufler zahlt man die Umsatzsteuer, es sei denn man nimmt die Kleinunternehmerregelung in Anspruch.

Die Höhe der Umsatzsteuer betragen 19% und in einigen Fällen 7%. Freiberufler führen ihre Buchhaltung mit der Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR).

Fazit

Freiberufler fangen damit an sich beim Finanzamt anzumelden. Sie schicken ihnen zunächst ein formloses Schreiben und erhalten im Anschluss den steuerlichen Erfassungsbogen.

Die fachliche Kompetenz muss anhand eines Abschlusses nachgewiesen werden. In einigen Ausnahmefällen kann es sein, dass auch sie ein Gewerbe anmelden müssen.

Die Vorteile bei freien Berufen sind, dass man von der Kleinunternehmerregelung profitieren kann, nebenberuflich anfangen kann und auch kein Gewerbe anmelden muss.

Dadurch zahlt man keine Gewerbesteuern, muss keinen Mindestkapital aufweisen und muss auch nicht ins Handelsregister eingetragen werden. Bei der Kleinunternehmerregelung kann man sich von den Umsatzsteuern befreien lassen und Geld sparen.

Wenn man zunächst nebenberuflich startet, hat man genug Zeit um sich auszutesten. Währenddessen kann man eventuell den Markt erkunden und langsam die Tätigkeit aufbauen. Außerdem ist man durch den Hauptjob finanziell abgesichert.

 

 

Freiberufler oder Kleingewerbe

Ob man nun als Freiberufler oder als kleiner Gewerbetreibender durchstarten möchte kann man nicht immer selbst bestimmen. In vielen Fällen ist dies in Deutschland klar geregelt. Doch unabhängig davon, für welchen Weg man sich auch entscheiden möchte, haben beide einen sehr großen Vorteil und sind dabei auch noch sehr kostengünstig.

Damit auch du den idealen Einstieg in die selbstständige Berufswelt ohne Probleme durchführen kannst, erhältst du in diesem Artikel alle Informationen bezüglich des Kleingewerbes und des Freiberuflers. Nur auf GewerbeAnmeldung.com findest du die neuesten Trends und Meldungen rund um die Selbstständigkeit.

Was ist der Unterschied zwischen Freiberufler und Kleinunternehmer?


Der Unterschied zwischen einem Freiberufler und Kleingewerbetreibende ist, dass Freiberufler keine Gewerbetreibende sind.

Selbständig ausgeübte wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeiten zählen zu den Freiberuflern und sind nach § 18 des Einkommenssteuergesetz klar geregelt.

Sie werden auch Katalog und Katalogähnliche Berufe genannt. Zu den Freien Berufe zählen zum Beispiel: Journalisten, Bildberichterstatter, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Dolmetscher, Übersetzer, Ärzte, Rechtsanwälte und Ingenieure. Darüber hinaus gibt es noch weitere Tätigkeiten, die als freiberufliche Tätigkeit gelten.

Freiberufler sind von der Gewerbeanmeldung befreit und müssen sich direkt beim Finanzamt anmelden. Beim Finanzamt wird der steuerliche Erfassungsbogen ausgefüllt. Wenn man mit seinem Gewerbe von der Kleinunternehmerregelung profitieren möchte, muss man dies auch beim steuerlichen Erfassungsbogen als Kleingewerbe angeben.

Als Kleingewerbetreibende darf man im ersten Jahr bis 17.500 Euro und im zweiten Jahr bis 50.000 Euro Umsatz erzielen, ohne dass man dafür Umsatzsteuer zahlen muss. Freiberufler können auch von der Kleinunternehmerregelung profitieren, sind aber in ihrer Tätigkeit keine Gewerbetreibende.

Wo muss man als Freiberufler ein Gewerbe anmelden?

Die Gewerbeanmeldung erfolgt beim zuständigen Gewerbeamt, in dem man alle erforderlichen Unterlagen abgibt. Unterlagen, die man dafür benötigt sind das Formular zur Gewerbeanmeldung, der Personalausweis oder Reisepass, bei nicht EU-Bürgern die gültige Aufenthaltsgenehmigung und je nach Tätigkeit auch eventuell Nachweise.

Im Gegensatz dazu muss man kein Gewerbe anmelden, wenn man freiberuflich tätig ist. Sie melden sich direkt beim zuständigen Finanzamt an und reichen den steuerlichen Erfassungsbogen ein.

Damit sind sie dazu berechtigt der freiberuflichen Tätigkeit nachzukommen und dürfen ihr Geld verdienen. Ob es sich tatsächlich um eine freiberufliche Tätigkeit handelt, entscheidet letztendlich das Finanzamt

Wann muss man eine Anmeldung vornehmen?

Sobald eine selbstständige und langfristige Tätigkeit vorliegt, mit dem man Gewinn erzielen möchte, muss man dies anmelden. Ohne eine Anmeldung hat man keine Berechtigung der Tätigkeit nachzukommen.

Das heißt die Anmeldung sollte am besten vor Beginn der Tätigkeit erfolgen. Falls man es trotzdem tun sollte, kann eine Bußgeldstrafe folgen und somit teuer werden. Deshalb sollte die Anmeldung schon vorher erfolgen.

Unterschied zwischen einem normalen Gewerbeschein und einem Kleingewerbeschein?

Einen Unterschied zwischen dem normalen Gewerbeschein und Kleingewerbeschein gibt es nicht. Beim Gewerbeamt gibt es nur ein Formular zur Gewerbeanmeldung.

Ob man dann als Kleingewerbetreibender gilt, gibt man bei dem steuerlichen Erfassungsbogen vom Finanzamt an. Wenn man dies getan hat, gilt man als Kleingewerbetreibender und kann von der Kleinunternehmerregelung profitieren.

Kann man sich auch Online anmelden?

Abhängig von der Stadt in dem man sein Gewerbe anmeldet, kann es sein, dass man auch die Möglichkeit hat sein Gewerbe online anzumelden. Die Online-Anmeldung bietet den Vorteil, dass man bequem von Zuhause aus und jeder Zeit sein Gewerbe anmelden kann, ohne dass man erst auf einen Termin vom zuständigen Gewerbeamt warten muss.

Danach bekommt man vom Finanzamt per Post die Steuer-ID und den steuerlichen Erfassungsbogen zugeschickt, die man ausfüllen und zurückschicken muss. Bei Freiberuflern hingegen ist die Online-Anmeldung nicht möglich, denn sie müssen persönlich zum Finanzamt um ihre freiberufliche Tätigkeit anzumelden.

Welche Unterlagen braucht das Finanzamt?

Unterlagen, die man beim Finanzamt einreichen muss, sind der steuerliche Erfassungsbogen und der Personalausweis oder Reisepass. Falls man nicht EU-Bürger ist, benötigt man eine gültige Aufenthaltsgenehmigung.

Freiberufler müssen ihre fachlichen Kompetenzen nachweisen können, um der freiberuflichen Tätigkeit nachkommen zu können. Dies könnte z b nachgewiesen werden durch den Abschluss, Weiterbildungskurse, Zertifikate oder eine Empfehlung einer Person, die in dieser Domäne ein hohes Ansehen genießt.

Welche Kosten hat man als selbstständiger?

Die ersten Kosten, die man als Gewerbetreibender trägt, sind die Bearbeitungsgebühren, die man beim zuständigen Gewerbeamt tragen muss. Dies sind einmalige Kosten. Die genaue Höhe der Bearbeitungsgebühr belaufen sich auf rund 20 bis 60 Euro und können sich je nach Stadt und Gemeinde unterscheiden.

Als Gewerbetreibender ist man dazu verpflichtet die Pflichtmitgliedschaft bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) anzutreten. Das ist gesetzlich so geregelt und kann nicht vermieden werden.

Es gibt allerdings die Möglichkeit keine Gebühren zu bezahlen, wenn man einen Umsatz von unter 5.200 Euro hat. Die jährlichen Gebühren betragen rund 30 bis 70 Euro für kleinere Gewerbe. Sofern man im Handelsregister eingetragen ist, muss man sogar 150 bis 300 Euro bezahlen.

Als Freiberufler ist man kein Gewerbetreibender und somit auch nicht zur Mitgliedschaft bei der IHK verpflichtet. Weitere Kosten, die anfallen können, sind zum Beispiel eine Räumlichkeit, Mitarbeiter, Partnerschaften, Patente und Neuanschaffungen.

Wie viel darf man mit einem kleinen Gewerbe verdienen?

Wer als Kleingewerbetreibender gelten will, muss zuerst dies beim Finanzamt angeben. Dies macht man in dem man bei dem steuerlichen Erfassungsbogen es einträgt. Als Kleingewerbetreibender ist man von den Umsatzsteuern befreit und muss diese nicht zahlen.

Die Voraussetzung dafür ist, dass man im ersten Jahr nicht mehr als 17.500 Euro und im zweiten nicht mehr als 50.000 Euro Umsatz machen darf. Die Einnahme-Überschuss-Rechnung (EÜR) reicht zur Buchhaltung aus.

Bis wann gilt man als kleines Gewerbe?

Sobald eine selbstständige Tätigkeit vorliegt mit dem man Geld verdienen möchte, ist man dazu verpflichtet ein Gewerbe anzumelden. Hierbei ist es egal, wie viel man verdienen wird.

So lange man der Voraussetzung der Kleinunternehmerregelung nachkommt bzw. die Grenze des vorgeschriebenen Umsatzes nicht überschreitet, kann man als kleines Gewerbe gelten.

Den Arbeitgeber von der selbstständige Tätigkeiten erzählen?

Ob man dem Arbeitgeber von der selbstständigen Tätigkeit erzählen muss, hängt immer von der Situation ab. In manchen Arbeitsverträgen ist dieser Punkt festgehalten.

Wenn dies der Fall ist, dann muss man den Arbeitgeber von der Selbstständigkeit erzählen, unabhängig von der ausgeübten Tätigkeit. Dadurch will der Arbeitgeber den Wettbewerb vermeiden.

Selbst wenn es im Arbeitsvertrag nicht niedergeschrieben ist und man sich in der selben Branche selbstständig macht, muss man dem Arbeitgeber davon erzielen, weil dann Wettbewerb herrscht. In dem Fall kann es sein, dass der Arbeitgeber dies verbietet.

Falls es sich nicht um die selbe Branche handelt, muss man dies nicht dem Arbeitgeber erzählen, jedoch wäre es besser um das Vertrauen des Arbeitgebers nicht zu missbrauchen.

Unabhängig von alle dem darf das eigene Gewerbe, welches man nebenberuflich führt, nicht den Hauptberuf beeinträchtigen. Man muss darauf achten, dass man dadurch die Arbeit im Hauptberuf nicht vernachlässigt und auch die gesetzlichen Arbeitszeiten nicht missachtet,

Krankenversicherung bei freiberufliche Tätigkeit?

Freiberufler müssen sich versichern lassen, haben aber selbst die Möglichkeit zu entscheiden wie sie es tun.

Ihnen stehen drei Optionen offen: gesetzliche Krankenversicherung (GKV), Künstlersozialkasse (KSK) und private Krankenversicherung (PKV).

Bei der gesetzlichen Krankenversicherung richtet sich der Beitrag nach dem Einkommen, jedoch gibt es trotzdem einen Mindestbeitrag, der gezahlt werden muss. Welchen Beitrag Freiberufler bei der gesetzlichen Krankenversicherung zahlen, entscheiden sie selbst.

Sie haben die Wahl zwischen 14% und 14,6%. Bei 14,6% ist auch das Krankengeld ab der siebten Woche enthalten im Gegensatz zu 14% Beitragssatz. Bei der privaten Krankenversicherung kann man die Versicherung den Wünschen entsprechend anpassen.

Meistens werden bei der privaten Krankenversicherung auch die Verträge entsprechend des Alters, Gesundheitsstandes, Berufes und Familienangehörigen abgeschlossen.

Falls man privat versichert ist und zur gesetzlichen Krankenversicherung wechseln möchte, kann dies sehr schwer sein. De Gruppe der Künstler können sich bei der Künstlerkasse versichern lassen. Bei der Künstlerkasse zahlt man in der Regel den halben Versicherungsbeitrag.

Anmeldung bei der Industrie und Handelskammer verpflichtend?

Gewerbetreibende werden nach der Gewerbeanmeldung automatisch Mitglied bei der IHK. Bei einem Freiberufler ist dies anders, da er kein Gewerbe anmeldet. Dadurch sind sie auch nicht zur Mitgliedschaft bei der IHK gezwungen.

Letztendlich entscheidet das Finanzamt, ob es sich tatsächlich um einen Freiberufler handelt. Wenn sie der Meinung sind das man als Freiberufler trotzdem ein Gewerbe anmelden muss, ist man in dem Fall auch zur Mitgliedschaft bei der IHK verpflichtet.

Welche Steuern zahlen Freiberufler und Gewerbetreibende?

Als Gewerbetreibender zahlt man drei Arten von Steuer: Einkommenssteuer, Gewerbesteuer und Umsatzsteuer. Einkommenssteuer werden nicht vom Unternehmen selbst gezahlt, sondern werden in der privaten Erklärung des Gesellschafters angegeben.

Als Gewerbetreibender zahlt man auch Umsatzsteuer. Umsatzsteuer sind auf jeder Rechnung zu finden. In der Regel betragen die Umsatzsteuer 19% und in manchen Fällen ist dies ermäßigt und betragen dann nur 7%.

Umsatzsteuer sind nicht anderes als Mehrwertsteuer, so wie wir es auch in unserem Alltag kennen. Diese werden eigentlich vom Kunden bezahlt und werden dann direkt an das Finanzamt gezahlt. Gewerbesteuer muss jeder zahlen der ein Gewerbe angemeldet hat.

Wenn man aber im steuerlichen Erfassungsbogen sich als Kleingewerbetreibender einträgt, muss man die Umsatzsteuer nicht zahlen. Bei Freiberuflern ist dies anders. Da sie kein Gewerbe anmelden müssen, müssen Freiberufler auch keine Gewerbesteuer zahlen.

Ist man als Freiberufler gleich selbstständig?

Selbstständigkeit bedeutet, wenn man nicht in der Angestelltenposition ist, sondern eigenständig einer Tätigkeit nachkommt. Demnach sind Gewerbetreibende und auch Freiberufler selbstständig. Das heißt man kann auch freiberuflich selbstständig sein.

Ist ein Freiberufler ein Einzelunternehmer?

Es gibt verschiedene Rechtsformen, die einem Freiberufler zustehen. Dazu zählen: die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), Partnergesellschaft (PartG), Freiberufler-GmbH und auch das Einzelunternehmen.

Als Einzelunternehmer gilt man, wie der Name auch sagt, wenn man der freiberuflichen Tätigkeit nachkommt. Freiberufler haben auch die Möglichkeit sich zu einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts zusammenzuschließen.

Auch können sie eine GmbH gründen, welches aber nur in bestimmten Berufen möglich ist. Der Vorteil bei einem Einzelunternehmer ist, dass kein Mindestkapital erforderlich ist. Dadurch ist die Gründung auch unkompliziert und einfach.

Auch ist die Gründung kostengünstig, da Freiberufler sich nur beim zuständigen Finanzamt anmelden müssen und die Eintragung im Handelsregister nicht Pflicht ist. Außerdem muss auch keine Gewinnaufteilung erfolgen, da man als einziger Geschäftsführer gilt.

Fazit:

Freiberufler sind nach dem Einkommenssteuergesetz in § 18 klar geregelt. Dazu zählen auch Katalog und Katalogähnliche Berufe. Die freien Berufe sind zum Beispiel: Ärzte, Tierärzte, Architekten, Steuerberater, Volks- und Betriebswirte und ähnliche Berufe. Im Gegensatz zu normalen Gewerbetreibenden müssen Freiberufler kein Gewerbe anmelden.

Als Freiberufler gilt man als selbstständig und deshalb müssen sie sich beim Finanzamt anmelden in dem sie den steuerlichen Erfassungsbogen ausfüllen. Freiberuflicher Tätigkeit darf man erst dann nachkommen, wenn das Finanzamt es so erlaubt. Außerdem muss man auch seine fachlichen Kompetenzen nachweisen können.

Zusätzliche Unterlagen die benötigt werden bei Freiberufler sind der Personalausweis oder Reisepass. Auch bei einem normalen Gewerbe wird der Ausweis benötigt und zu dem das Formular zur Gewerbeanmeldung und eventuell Nachweise und Qualifikationen. In manchen Fällen kann es sein, dass man auch freiberuflich ein Gewerbe anmelden muss.

Als normaler Gewerbetreibender kann man von der Kleinunternehmerregelung profitieren. Wenn man den vorgeschriebenen Umsatz nicht überschreitet, gilt man als Kleinunternehmer und muss dann keine Umsatzsteuer zahlen. Um von der Regelung profitieren zu können, muss man dies im steuerlichen Erfassungsbogen angeben.

Wenn man freiberuflich ist, kann man auch von der Kleinunternehmerregelung profitieren, ist aber trotzdem in seiner Tätigkeit kein gewerbetreibender. In jedem Fall muss man vor Beginn der Tätigkeit sich bei der entsprechenden Behörde anmelden.

Vorher ist es nicht erlaubt und kann zu Bußgeld führen. Somit kann das Gründen teurer werden, als es sein sollte. Als Freiberufler reicht es aus, wenn man die Buchhaltung mit der einfachen Einnahme-Überschuss-Rechnung (EÜR) führt. Die Gründung ist einfach, denn die Anmeldung kann ganz schnell bei der zuständigen Finanzverwaltung erfolgen. Hierfür ist die persönliche Vorsprache erforderlich.