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Anmeldung GbR

Was ist eine GbR?

Eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (abgekürzt: GbR) auch BGB-Gesellschaft genannt gehört zu den Personengesellschaften und ist somit ein Gewerbe. Die Voraussetzung zur GbR-Gründung ist, dass sich mindestens zwei Gesellschafter zusammenschließen. Diese zwei Gesellschafter müssen nicht unbedingt natürliche Personen sein. Es können auch auch zwei juristische Personen sich zu einer GbR zusammenschließen, oder aber auch eine natürliche und eine juristische. Das heißt jede Kombination ist möglich. Die Gründung einer GbR ist recht einfach und unkompliziert und aus diesem Grund zählt sie zu einer der beliebtesten Rechtsformen.

Muss eine GbR beim Gewerbeamt angemeldet werden?

Da es sich bei einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechts um eine Personengesellschaft handelt, muss man dies auch beim Gewerbeamt anmelden. Bei dem zuständigen Gewerbeamt muss das Formular zur Anmeldung ausgefüllt werden. Hierbei müssen alle Gesellschafter vor Ort sein und das Formular einzeln ausfüllen. Die Anmeldung muss erfolgen, damit man auch mit der Tätigkeit beginnen kann. Das Formular zu Gewerbeanmeldung hat verschieden Punkte, die ausgefüllt werden müssen. Es müssen Angaben zur eigenen Person und zu der Gesellschaft gemacht werden. Zuerst macht man Angaben zur Person. Diese lauten:

  1. Name und Vorname der Person
  2. Geschlecht
  3. Geburtsdatum und Geburtsland
  4. Staatsangehörigkeit
  5. Anschrift

Danach folgen die Angaben zum Betrieb:

  1. Anzahl der Geschäftsführer oder gesetzlichen Vertreter
  2. Anschrift des Betriebes
  3. Tätigkeit, die angemeldet wird
  4. Haupt- oder Nebengewerbe
  5. Datum des Beginns

und noch weitere Angaben. Bei der Anmeldung vor Ort kann man sich gerne Hilfe von einem Beamten einholen, denn manchmal kann dies ganz neu für einen sein. Nachdem man das Formular und die notwendigen Unterlagen eingereicht hat, kann man auch mit der Tätigkeit beginnen. Die Gewerbeanmeldung ist gleichzeitig der Gewerbeschein und dieser ist die offizielle Zulassung der Behörden, um der Tätigkeit nachzukommen.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Neben dem Formular zu Gewerbeanmeldung müssen noch die notwendigen Unterlagen eingereicht werden. Welche Unterlagen genau notwendig sind, hängen davon ab, um was für eine Tätigkeit es sich genau handelt. Dadurch kann es sein, dass man sich noch weitere Nachweise oder Qualifikationen einreichen muss. Grundsätzlich wird benötigt:

  • der gültige Personalausweis oder Reisepass
  • falls man nicht EU-Bürger ist ein gültiger Aufenthaltstitel
  • Führungszeugnis
  • bei juristischen Personen die Zustimmung der gesetzlichen Vertreter
  • bei eingetragenen Unternehmen der Auszug aus dem Gewerbezentralregister
  • Nachweise oder Qualifikationen (abhängig von der Tätigkeit)

Wenn alle erforderliche Unterlagen eingereicht worden sind, kann auch die Gründung sofort erfolgen.

Bis wann muss eine GbR angemeldet werden?

Unabhängig davon, um welche Rechtsform es sich genau handelt, muss jedes Gewerbe sofort angemeldet werden. Das heißt, wenn eine gewerbliche Tätigkeit vorliegt, welches mehrmals wiederholt wird und beabsichtigt Gewinn zu erzielen, muss dies bei der entsprechenden Behörde angemeldet werden. Ohne die Anmeldung ist es nicht erlaubt der Tätigkeit nachzukommen und dann kann es teurer ausgehen als es eigentlich ist. Es kann zu Bußgeld in Höhe von mehreren tausenden Euros kommen und zusätzlich muss man alle Steuern, die nicht gezahlt worden sind nachträglich zahlen. Dies ist dann eine höhere Summe, die auf einen zukommt. Um diesen Stress zu vermeiden, sollte man der Gewerbeanmeldung umgehend nachkommen. Im besten Fall erfolgt die Gründung schon vor Beginn der Tätigkeit.

Wann muss man zum Finanzamt?

Zum Finanzamt muss man nicht unbedingt persönlich hingehen, denn das Finanzamt wird in der Regel vom Gewerbeamt informiert. Dies kann paar Tage in Anspruch nehmen. Falls vom Finanzamt innerhalb von paar Tagen nichts kommen sollte, kann man das Finanzamt selbst aufsuchen. Vom Finanzamt kriegt man die Steuer-ID des Betriebes und den steuerlichen Erfassungsbogen zugeschickt. Den steuerlichen Erfassungsbogen muss man sofort ausfüllen und zurückschicken. In diesem Bogen wird zum Beispiel gefragt, wie viel Gewinn man sich vorstellt zu erzielen. Die Steuer-ID, die man zugeschickt kriegt, muss man auf jeder Rechnung angeben. Das heißt auch, dass man erst, wenn die Steuer-ID zugeschickt worden ist, Rechnungen ausstellen kann.

Kann eine GbR ein Kleinunternehmen sein?

Auch eine GbR kann von der Kleinunternehmerregelung profitieren. Die Kleinunternehmerregelung ist eine Starthilfe für Unternehmen, die neu gegründet worden sind und soll die Gesellschafter entlasten. Bei der Regelung ist man von den Umsatzsteuern befreit. Dafür muss man Voraussetzungen erfüllen. Diese lautet: Man darf im ersten Geschäftsjahr nicht mehr wie 22.000 Euro und im zweiten Geschäftsjahr nicht mehr wie 50.000 Euro Umsatz erwirtschaften. Beide Voraussetzungen müssen erfüllt werden, damit man auch keine Umsatzsteuern bezahlen muss. Ob man von der Kleinunternehmerregelung profitieren möchte, muss man bei dem steuerlichen Erfassungsbogen vom Finanzamt angeben.

Können auch Freiberufler eine GbR gründen?

Ja, es dürfen sich auch Freiberufler zu einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts zusammenschließen. Auch in diesem Fall sind Freiberufler von der Anmeldung beim Amt des Gewerbes befreit. Sie müssen sich direkt beim Finanzamt anmelden, in dem sie den steuerlichen Erfassungsbogen ausfüllen. Beim zuständigen Finanzamt müssen auch die notwendigen Unterlagen eingereicht werden. Freiberufler müssen ihre fachliche Kompetenzen nachweisen, damit sie auch tatsächlich der freiberufliche Tätigkeit nachkommen können. In manchen Ausnahmefällen kann es sein, dass auch Freiberufler ein Gewerbe anmelden müssen. Das entscheidet der Beamte beim Finanzamt vor Ort. Jetzt stellt sich die Frage: Welche Berufsgruppen zählen zu den freien Berufen? Freiberufler sind nach § 18 des Einkommenssteuergesetz klar geregelt. Bei den freien Berufen handelt es auch meistens von wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeiten. Sie werden auch Katalog oder Katalogähnliche Berufe genannt. Dazu zählen:

  • Ärzte
  • Tierärzte
  • Schriftsteller
  • Journalisten
  • Architekten
  • Ingenieure
  • Notare
  • Steuerberater
  • Unternehmensberater
  • Dolmetscher
  • Übersetzer
  • und noch einige andere Berufe

Braucht man einen GbR-Vertrag?

Das Festhalten eines Gesellschaftsvertrages ist im Gegensatz zu einer GmbH nicht vorgeschrieben und ist auch nicht nötig zur Gründung einer GbR. Bei einer GmbH muss man beispielsweise erst einen Gesellschaftsvertrag aufsetzen, damit man auch der Gewerbeanmeldung nachkommen kann. Bei einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts sieht dies ganz anders aus. Bei einer GbR sind auch Abmachungen, die mündlich getroffen werden rechtsgültig. Dafür müssen aber alle Gesellschafter mit der Abmachungen einverstanden sein, um es ausführen zu können. Jedoch empfiehlt es sich trotzdem einen Gesellschaftsvertrag zumachen, um spätere Interessenkonflikte zu vermeiden oder sie schneller zu lösen. Da man meisten mit Bekannten sich zusammenschließt, um ein Unternehmen zu gründen, kann es auch sein, dass dadurch persönliche Beziehungen darunter leiden. Ein Gesellschaftsvertrag kann ganz unterschiedlich aussehen. Wichtige Punkte, die festgehalten werden sollten, sind:

  • Geschäftszweck der GbR
  • wer sind die gesetzlichen Geschäftsführer
  • wer weist wie viel Kapital auf
  • Arbeitsaufteilung
  • Gewinnaufteilung
  • den Fall einer Auflösung
  • falls ein Gesellschafter austritt
  • falls ein Gesellschafter versterben sollte
  • Haftung innerhalb der GbR

Bei dem Gesellschaftsvertrag sollte man sich am besten Hilfe von einem Anwalt holen, damit es auch lückenlos ist.

Was kostet die Gewerbeanmeldung?

Die Gründung einer GbR ist sehr kostengünstig, weshalb sie auch gerne gegründet wird. Die Bearbeitungsgebühren der GbR-Gründung beim zuständigen Gewerbeamt sind sehr gering. Wie viel die Bearbeitungskosten genau betragen, hängen immer von der jeweiligen Stadt ab, wo man sein Gewerbe anmeldet. In der Regel belaufen sich die Kosten auf rund 20 bis 60 Euro. Falls weitere Unterlagen gefordert werden, wie zum Beispiel ein Führungszeugnis, können weitere minimale Kosten anfallen. Den größten Vorteil, den man bei einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts hat, ist, dass man keinen Mindestkapital aufweisen muss, um eine GbR gründen zu können. Das heißt, dass man sich nicht zuerst etwas ansparen muss, um einer GbR-Gründung nachkommen zu können. Falls man die Rechtsform einer GbR später noch umändern möchte, hat man auch die Möglichkeit dazu. Angenommen man will eine GmbH gründen. Bei einer GmbH ist ein Mindestkapital vorgeschrieben. Jedoch hat man diesen nicht. Dann kann man zuerst einer GbR gründen und danach die Rechtsform zu einer GmbH wechseln. Weitere Kosten fallen bei der Gewerbeanmeldung zunächst nicht an. Danach können Kosten zum Beispiel für eine Räumlichkeit oder Neuanschaffungen anfallen. Die Gründer haben hier den Vorteil, dass sie sich die Kosten aufteilen können und es somit immer noch kostengünstig für einen ist.

Was kostet eine GbR jährlich?

Die jährlichen Kosten einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts hängen letztendlich von der Tätigkeit ab. In jedem Fall muss man den jährlichen Mitgliedschaftsbeitrag bei der IHK bezahlen. Weitere Kosten, die auf die Gesellschafter zukommen könnten, sind:

  • Räumlichkeit
  • Neuanschaffungen
  • Mitarbeiter
  • eventuell Patente

Ist die Mitgliedschaft bei der Industrie- und Handelskammer verpflichtend?

Nach der Anmeldung beim zuständigen Gewerbeamt, wird jedes Gewerbe automatisch zum Mitglied bei der IHK. Die Mitgliedschaft ist verpflichtend und kann auch nicht gekündigt werden. Die genauen jährlichen Mitgliedschaftskosten bei der IHK hängen von der Rechtsform ab und ob das Unternehmen im Handelsregister eingetragen ist. Den Mitlgiedschaftsbeitrag zahlt man aber nicht umsonst, denn dafür bietet die IHK dem Unternehmen Weiterbildungskurse und Zertifikate an. Das heißt, dass man sein Unternehmen auch dadurch erweitern kann. Zertifikate kommen bei Geschäftspartnern gut an und zeigen auch somit, dass die Gründer ein Ziel verfolgen und zielstrebig sind.

Wo muss man noch eine GbR anmelden?

Neben dem Gewerbeamt, Finanzamt und der IHK kann es sein, dass eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts noch bei anderen Behören angemeldet werden muss. Falls man bei der GbR Mitarbeiter beschäftigen will, muss man noch einiges beachten. Um Mitarbeiter beschäftigen zu können, muss man sich bei der Bundesagentur für Arbeit die Betriebsnummer einholen. Die beschäftigten Mitarbeiter müssen auch bei der Sozialversicherung, Berufsgenossenschaft, Finanzamt und eventuell beim Gesundheitsamt angemeldet werden. Ob man die Mitarbeiter beim Gesundheitsamt anmelden muss, hängt ganz von der Tätigkeit ab. Falls es sich um Arbeit mit Lebensmittel handelt, wie z.B. in der Gastronomie, muss man die Mitarbeiter beim Gesundheitsamt anmelden.

Die Namensgebung bei einer GbR

Bei der Namensgebung einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts gibt es klare Vorschriften, die eingehalten werden müssen. Einer GbR darf man keinen frei erfundenen Namen geben. In dem Namen der GbR muss von den Gesellschafter der Vor- und Nachname enthalten sein. Am Ende muss auch bekanntlich gemacht werden, dass es sich um eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts handelt. Nach den Namen kann man auch zusätzlich etwas hinzufügen. Ein Beispiel einer Namensgebung wäre: “Johann Wolfgang und Niclas Schmitz Transport GbR“. Der Name muss auch wie die Steuer-ID auf jeder Rechnung angegeben werden.

Welche Rechte und Pflichte haben die Gesellschafter?

Bei einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechts haben die Gesellschafter Pflichten, die sie nachkommen müssen. Ihre Pflicht ist es, der Aufgabe nachzukommen, die sie auf sich genommen haben. Sie müssen immer in Sinne der GbR handeln. Das heißt, dass sie keine Entscheidungen treffen dürfen, die zur Schädigung der GbR führen könnte. Sie dürfen auch keine Entscheidungen treffen die zum Wettbewerb kommen könnte, wenn man zum Beispiel sich mit einem Geschäftspartner einigen will. Unabhängig davon müssen alle Gesellschafter auch mit der Entscheidung einverstanden sein. Die Gesellschafter müssen der GbR treu bleiben. Außerdem haben die Gesellschafter das Recht sich jedes Dokument einsehen zu können. Vor allem dann, wenn sie es für nötig halten. Bei einer GbR haften alle Gesellschafter zu gleichen Teilen und mit ihrem Privatvermögen.

Welche Steuern zahlt man bei einer GbR?

In Deutschland gibt es drei Arten von Steuern, die ein Gewerbetreibender zahlen muss. Diese sind:

  • Einkommenssteuer
  • Gewerbesteuer
  • Umsatzsteuer

Einkommenssteuer werden nicht von der GbR selbst gezahlt. Die Gesellschafter müssen dies bei ihrer persönlichen Steuererklärung angeben. Gewerbesteuern werden jährlich an das Gewerbeamt gezahlt. Die genaue Höhe der Gewerbesteuern werden anhand des Gewerbes berechnet. Umsatzsteuern sind die Mehrwertsteuern so wie man es vom Alltag kennt. Bei jedem Betrag, die man vom Kunden kriegt, muss man davon 19% an Umsatzsteuern bezahlen. Wenn man sich jedoch beim Finanzamt als Kleinunternehmer eintragen lassen hat und der Voraussetzung nachkommt, ist man in den ersten zwei Geschäftsjahren davon befreit.

Wie sieht die Buchhaltung bei einer GbR aus?

Die Buchhaltung bei einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechts ist recht einfach. Es genügt die einfache Einnahme-Überschuss-Rechnung (EÜR). Dies ist auch ein weiterer Grund, warum die Gründung einer GbR unkompliziert ist.

Fazit

Das Gründen einer GbR ist ganz einfach und schnell getan. Dafür muss man nur beim zuständigen Gewerbeamt die GbR anmelden. Um eine GbR anmelden zu können, müssen sich mindestens zwei natürliche oder juristische Personen zusammenschließen. Bei dem zuständigen Gewerbeamt müssen die Gründer alle erforderlichen Unterlagen einreichen und das Formular zur Gewerbeanmeldung einzeln ausfüllen. Eine GbR sollte schon vor Beginn mit der Tätigkeit erfolgen, damit man auch die Berechtigung der Behörden hat der Tätigkeit nachzukommen. Ob die Gründer einen GbR-Vertrag machen wollen, können sie selbst entscheiden. Doch um spätere Interessenkonflikte unter den Gesellschaftern zu vermeiden, ist es von Vorteil einen Gesellschaftsvertrag aufzusetzen. Die Anmeldung bei dem Finanzamt erfolgt durch das Gewerbeamt, in dem sie die Informationen weiterleiten. Vom Finanzamt kriegt man die Steuer-ID und den steuerlichen Erfassungsbogen zugeschickt, welches sofort ausgefüllt und zurückgeschickt werden muss. Nach dem die Anmeldung einer GbR erfolgt ist dürfen auch die Gründer mit der Tätigkeit starten.